von Jupp Legrand / Otto-Brenner-Stiftung

In „#MythosTwitter – Chancen und Grenzen eines sozialen Mediums“ vergleichen Mathias und Wolfgang König Erwartungen und Realität des sozialen Netzwerkes. Wie sieht es aus mit der Hoffnung, mittels Twitter in das Zeitalter der digitalen Demokratie und der herrschaftsfreien Kommunikation einzutreten? Wird die polarisierte Rollenverteilung zwischen Sprecher*innen und Zuhörer*innen aufgebrochen?

Das OBS-Arbeitspapier des Forscherteams der Universität Landau untersucht die Publizitätsstrukturen dreier verschiedener Hashtags und zieht ein ernüchterndes Fazit. In keinem der drei Fälle findet sich ein dem Idealtypus angenäherter herrschaftsfreier Diskurs, die „klassischen“ Gatekeeper sind stets notwendig, um einem Hashtag größere Popularität zu verleihen: Journalisten bzw. etablierte Medien sind auch in der Twitter-Kommunikation die zentralen Akteure, eine gleichberechtigte Kommunikation zwischen allen Nutzern scheint (noch) Illusion. Die Studie verweist damit auf die Notwendigkeit, einen vorsichtigeren Umgang und kein idealisierendes Bild von Twitter zu pflegen – gerade auch bei Medienmachern.

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