Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Südamerika (Seite 1 von 23)

Griff nach Gold

Das Buch “Griff nach Gold – Die andere Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft” wird am Do., 28. Mai um 19.30 h von den Autoren Carlo Gomes und Glenn Jäger im “Beueler Buchladen” vorgestellt. Im Folgenden die Vorveröffentlichung ihres Vorwortes, freundlicherweise von Autor Jäger zur Verfügung gestellt.

Vorab

Was gäben wir für ihre Trikots: José Leandro Andrade, José Leônidas da Silva, Just ›Justo‹ Fontaine oder Eusébio. Oder Zinedine Zidane. Weltstars zu ihrer Zeit, die der Geschichte der Fußball-WMs ihren Stempel aufdrückten. Der eine, mutmaßlicher Erfinder des Scherenschlags, führte Uruguay 1930 zum Titel. Die nächsten drei jeweils Torschützenkönig: 1938 sieben Treffer für Brasilien, 1958 unerreichte 13 für Frankreich, 1966 neun für Portugal. Und Zidane, Weltmeister von 1998, ist Zidane. Was diese Spieler noch an Geschichte mitbringen? Dafür mag ihre Herkunft stehen: Weiterlesen

Vom Verbündeten zum Gegner

Transatlantischer Stresstest

Einem Göttinger Alumnus wird der Satz zugeschrieben: „Staaten haben keine Freunde, Staaten haben Interessen“. (Otto von Bismarck). Thesen zur Diskussion Future of Transatlantic Relations an der Universität Göttingen am 22.04.2026

1 Welt im Umbruch: Es gibt keinen Hegemon mehr.

Seit zwei Jahrzehnten wächst die Zahl von Kriegen zwischen Staaten wieder. Es scheint, als kehrt die Großmachtpolitik zurück. Jedoch, die hat es immer gegeben – in Vietnam, in Grenada, im Irak, in Afghanistan wie in der CSSR. Neu ist die Abwesenheit jedes Hegemons, der in weiten Teilen der Welt seine Ordnung durchsetzen konnte. Weiterlesen

“Die Welt zu Gast bei …

… A……….n?” Wie Brasilien zur Hannover-Messe brüskiert wird – Der Täter läuft Amok

Haben die in Brilon irgendein Problem mit Brasilien? Oder sind dem Bundeskanzler nicht nur einfache völkerrechtliche Denkaufgaben, sondern auch Umgangsformen mit Staatsgästen – egal ob bei Heim- oder Auswärtsspiel – “zu komplex”? Und wenn es doch strategische Absicht sein sollte – welche könnte das sein? Und wie deckt sie sich mit seinem Amtseid (Art. 56 gilt gemäss Art. 64 auch für Mitglieder der Bundesregierung)? Weiterlesen

Sheinbaums Kurswechsel

Mexiko nach der Tötung von El Mencho – Sheinbaums Kurswechsel im Kampf gegen die Kartelle

Am 22. Februar 2026 wurde El Mencho, Anführer des Cártel Jalisco de Nueva Generación, in einem Militäreinsatz getötet. Seine Anhänger*innen reagierten mit einer Welle der Gewalt in vielen Teilen des Landes. Unter dem wachsenden Druck von Donald Trump setzt die Sheinbaum-Regierung nun auf eine Offensive statt auf „Umarmungen“, wie Sheinbaums Vorgänger López Obrador („AMLO“) seine Taktik genannt hatte. Doch kann der Kampf gegen die Drogenkartelle die Gewalt wirklich eindämmen oder treibt er das Land tiefer in einen blutigen Konflikt? Weiterlesen

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Zwei Politologen zu den Präsidentschaftswahlen in Kolumbien

Am 8. März fanden in Kolumbien Parlaments- und Vorwahlen für die Präsidentschaftswahlen Ende Mai statt. Gemeinsam mit Marco Romero Silva, Politikwissenschaftler, Professor sowie Direktor der Beratungsstelle für Menschenrechte und Vertreibung (CODHES) und Juan Manuel Pinto, Politikwissenschaftler und Journalist mit den Schwerpunkten Datenanalyse, Regierungsführung und Bürgerbeteiligung blickt ila-Autorin Yasmin Ángel auf die Ergebnisse sowie mögliche zukünftige Szenarien. Weiterlesen

Militär in Kuba

Streitmacht und Wirtschaftskonzern

Das kubanische Militär breite sich über seine Wirtschaftsholding GAESA (Grupo de Administración Empresarial de las Fuerzas Armadas – Gruppe für Unternehmen­s­manage­ment der Streitkräfte) in der Gesellschaft aus und militarisiere diese nachhaltig, so eine verbreitete Erzählung. Gerade wegen der akuten Krise lohnt sich ein genauerer Blick. Denn das tatsächliche Problem könnte ein anderes sein. Weiterlesen

Wie sicher ist die WM?

Die Antwort finden Sie hier nicht – die ist unsicher

Weniger als 10% der Staats- und/oder Regierungsführungen dieser Welt sind von einer Frau besetzt. Das entsprechende Staatsamt von Mexiko könnte nach meiner unmassgeblichen persönlichen Schätzung darunter das Schwierigste sein. Logisch also, dass eine Frau das aufräumen soll: Claudia Sheinbaum Pardo. Wenig überraschend, dass die mit ihrem Testosteron-Defizit von ihrem Verstand überwältigt wird, und von allen Kolleg*inn*en in vergleichbarer Position, also unter maximaler Bedrohung, den cleversten Umgang mit dem “mächtigsten Mann der Welt” gefunden hat. Weiterlesen

(Wie) kann Goldreichtum vielen nützen?

Kolumbiens neuer Weg

Kolumbien gehört zu den Ländern mit den größten Goldvorkommen Südamerikas, wie mir ein Goldbauingenieur vor einigen Jahren erklärte. Ich wollte herausfinden, was mit der Konfliktmineralie Gold nach dem Ende des Bürgerkriegs passiert ist, und fuhr daher über schlammige Straßen in den Norden des Cauca. Mein Ziel war es, zu verstehen, wie der Goldabbau, der während der Existenz der FARC zu einer ihrer Hauptfinanzierungsquellen gehörte, in einem Kolumbien nach der Demobilisierung aussehen würde. Weiterlesen

Gold und Silber in der frühen Globalisierung

Aus den amerikanischen Minen in die Taschen europäischer Händlergruppen – Wer am hispanoamerikanischen Gold und Silber in der frühen Globalisierung verdiente

Die Bedeutung der Edelmetalle für die frühe Globalisierung vom späten 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert kann kaum überschätzt werden. Die frühe Globalisierung muss als notwendige Vorbedingung der modernen begriffen werden, auch wenn sie mit dieser noch wenig gemeinsam hatte. Im Kern handelte es sich um einen Prozess der dauerhaften Verknüpfung der Kontinente und Großregionen des Globus, der von verschiedenen Kräften und Motivationen vorangetrieben wurde. Imperien erweiterten ihre Herrschaftsgebiete; universalistische Religionen wie das Christentum suchten ihrer Lehre in immer ferneren Weltgegenden Gültigkeit zu verschaffen. Eine zentrale Rolle spielten die Ausweitung und Vertiefung der überregionalen Handelsbeziehungen. Weiterlesen

Die peruanische Tragikomödie

Wie das Land aus der Politik einen Witz gemacht hat

In Peru ist Politik zu einem tragikomischen Spektakel verkommen. Zwischen wiederkehrenden Krisen, einer apathischen Bürgerschaft und einer Kultur, die Schlitzohrigkeit normalisiert, dient Lachen der kollektiven Betäubung. Wofür steht dann die Präsidentschaftskandidatur des Komikers Carlos Álvarez bei den anstehenden Wahlen im April? Weiterlesen

Geboren, um zu stören

Der antiautoritäre Humor von Mafalda und unser Zeitalter

Quino ist ein Genie des Humors und Mafalda, seine Schöpfung, der unwiderlegbare Beweis dafür. Ganz Lateinamerika weiß das. Europa ebenso. Dieses Mädchen aus dem Argentinien der 60er-Jahre wurde geboren, um zu stören. Mit seinen klugen, ironischen Fragen war es für die ganze Gesellschaft unbequem, und vor allem für ihre Diktatoren. In diesem Artikel erläutert die Historikerin Isabella Cosse, wie sich Quino mit seinem Humor auf geschickte Weise gegen Repression und Autoritarismus stellte. Und warum dieser Humor bis heute dermaßen aktuell ist. Weiterlesen

Kann ein Meme über Wahlen entscheiden?

Hypermedialer Humor: Schlüsselfigur der politischen Kommunikation

In der Ära des hypermedialen Humors ist das Lachen nicht mehr nur reine Unterhaltung, sondern hat sich in ein mächtiges informatives, identitätsstiftendes und politisches Instrument verwandelt. Dieser Artikel untersucht, wie Memes Agenden verdichten, Zugehörigkeiten erschaffen, in Echtzeit parallel zu Ereignissen Bedeutung hinterfragen und damit Einfluss nehmen auf junge Menschen, politische Debatten und parteipolitische Strategien, insbesondere im heutigen Argentinien und in der digitalen Kultur. Weiterlesen

Diese Koalition ist ihr eigenes Problem

Die Koalition betreibt eine widersprüchliche und rückwärtsgewandte Politik. Katharina Reiche ist eine Lobbyistin der Energieindustrie. Die strategische Ausrichtung ihrer Energiepolitik wird das Land – wenn sich die vorgelegten Gesetzentwürfe so durchsetzen – nicht weiter bringen, sondern uneinholbar zurückwerfen. Ihre gerade vorgelegte Strategie, die Entschädigungen für Ökostromanbieter, deren Strom nicht angenommen wird, weil wieder einmal französischer Atomstrom das Netz verstopft, wird nicht nur den Ausbau der Erneuerbaren aufhalten, sondern auch vielen Gemeinden schaden, die in Windkraft- oder Solaranlagen investiert haben, um autarker zu werden und sich damit eigene Einnahmen für kommunale Zwecke verschafft haben. Und das ist nicht der einzige Bereich, in dem sie daran geht, die Wirtschaft zu behindern und zu schädigen. Weiterlesen

Eine hübsche Frau

Wie Brasiliens extreme Rechte einen Kommentar Lulas zu Meme-Munition machte

Digitaler Humor ist eine gefährliche politische Waffe. Die extreme Rechte in Brasilien weiß das nur zu gut. Im Jahr 2025 machte sie aus einem unangemessenen Kommentar Lulas ein Meme gegen die Politikerin Gleisi Hoffmann. Innerhalb weniger Stunden ging es viral. Dieser Artikel zeigt, wie Spott politische Debatten ersetzt und die frauenfeindlichen, gewalttätigen Diskurse der extremen Rechten festigt. Weiterlesen

Kein bisschen weiser

Ein Vierteljahrhundert und kein bisschen weiser – Das EU-Mercosur-Abkommen wird kurz vor dem Abschluss erneut auf Eis gelegt

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Und das ist gut so. Zwar flog EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 18. Januar erleichtert nach Paraguay, um die im Dezember zum X-ten Mal aufgeschobene Unterschriftszeremonie für das EU-Mercosur-Abkommen durchzuziehen, doch noch ist vieles nicht in trockenen Tüchern. Wichtige Instanzen hüben und drüben müssen noch zustimmen. Und die zieren sich. Alter und neuer, auch unerwarteter, Widerstand formiert sich, derweil die europäische, insbesondere die deutsche Exportindustrie vorauseilend jubelt. Was ist da wieder los? Und worum geht es eigentlich? Weiterlesen

Niemand will das sehen

Der Profifussball (der Herren) hat seine Grenzen längst erreicht

Da habe ich ja nochmal Glück gehabt. Hätte die Bundesregierung sich in der WM-Boykottdebatte konstruktiv positioniert, hätte das in meinem Inneren tiefe Verunsicherung ausgelöst. Muss ich meine Meinung überdenken, wenn Friedrich Merz sie teilt? Keine Gefahr. Obwohl: dass die Bundesregierung ihre Position durch eine Staatssekretärin mitteilen lässt, die keine*r kennt, zeugt nicht von kollektiver Selbstsicherheit, sondern dokumentiert: “niedrig hängen!” Niedriger geht es kaum. Weiterlesen

Zur Sache EU-Mercosur

Nein zum EU-Mercosur Handelsabkommen: Verantwortung für die Zukunft unseres Planeten übernehmen

Ein Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen, darunter Slow Food Deutschland e.V., ruft die Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz dazu auf, das EU-Mercosur Handelsabkommen abzulehnen! Die Gefahren, die dieses Abkommen birgt, wiegen schwerer als dessen vermeintliche Vorteile. Weiterlesen

Dumm und naiv

Oder wie man sich selbst das Leben schwer macht

Acht der zwölf deutschen Grünen im Europäischen Parlament, darunter die Bonner Abgeordnete Alexandra Geese und die für den Naturschutz immer engagierte Jutta Paulus, haben gemeinsam mit rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien für die Anrufung des Europäischen Gerichtshofs zur Prüfung der Rechtsmäßigkeit von MERCOSUR gestimmt. Sergey Lagodinsky distanzierte sich öffentlich von diesem Abstimmungsverhalten. Immerhin. Weiterlesen

Miteinander statt übereinander reden

Wer in der Politik wichtige Ämter bekleidet, sollte lesen und telefonieren können. Vor allem, wenn sie Entscheidungen der eigenen Partei kommentiert. Die Grünen-Bundesvorsitzende Franziska Brantner scheint beides nicht perfekt zu beherrschen. Sie kritisierte nach der Abstimmung laut Deutschlandfunk die Entscheidung der Grünen im Europaparlament, das Mercosur-Abkommen vom Europäischen Gerichtshof überprüfen zu lassen. Friedrich Merz hat diese Entscheidung des EP kritisiert und behauptet, die Überprüfung könne “die Ratifizierung des Abkommens um Monate oder gar Jahre verzögern.” Alexandra Geese hat auf ihrer Homepage heute die Entscheidung verteidigt und erklärt. Beide haben offensichtlich nicht miteinander gesprochen. Weiterlesen

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