Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Dürre (Seite 1 von 6)

Hitzegipfel jetzt!

Gemeinsames Forderungspapier an die Bundesregierung – Breites Bündnis aus Landwirtschaft, Zivilschutz, Gesundheit, Soziales, Mieterschutz, Umwelt und Klima fordert die Bundesregierung zum Handeln auf

Europas Wälder brennen. Hitzewellen, Dürren, Ernteausfälle und Wasserknappheit bedrohen Menschen, Tiere, Natur, Wirtschaft und Infrastruktur. Der wesentliche Treiber dieser akuten Herausforderungen ist die menschengemachte Klimakrise. Auch in Deutschland werden Extremtemperaturen gemessen, Rettungskräfte sind im Dauereinsatz und Tausende Menschen sind bereits an den Folgen der Hitze gestorben. Weiterlesen

Der “Dauerregen” kommt nicht

Aber die nächste Flutkatastrophe ist sicher

In der SZ-Paywall, Aufmacher der Online-Seite, klagen sie: “Dürre in Bayern nimmt katastrophale Ausmaße an – Landwirte beklagen hohe Ernteausfälle, selbst das Viehfutter wird inzwischen knapp. Das weckt Erinnerungen an das historische Dürrejahr 1976. Eine Wende könnte nur Dauerregen bringen. Stattdessen sinken die Wasserpegel.” Dä. Wie konnte das passieren? Hier in Beuel sehen die – freilich immer etwas wahrsagerischen – “14-Tage-Vorhersagen” keinen Tropfen Regen. Weiterlesen

Wenn Delhi Moskau wäre

Stellen sie sich vor, in Moskau würden junge Menschen gegen Putin auf die Straße gehen und die Regierung setzt gegen die Demonstranten Störsender ein. Sperrt das Internet und Metro-Stationen.  Dazu prügeln Polizisten brutal auf junge Demonstranten ein und drohen einzelnen von ihnen, dass sie bei ihrer nächsten Festnahme Drogen in ihren Rucksäcken gefunden werden .  Wenn dann noch junge Demonstranten in St. Peterburg auf die Straße gehen, in Solidarität mit den jungen Menschen in Moskau, und auf der Stelle verhaftet werden, hätten sie sofort Russland-Experten in allen deutschen Medien, die ihnen erklären, dass der Frust der russischen Jugend gegen das Putin-Regime schon lange gärt und nun ausbricht, wobei der Anlass – ein Skandal im Bildungsbereich – nur der Auslöser, aber nicht der Hauptgrund ist. Weiterlesen

Gutes des Tages

Schlechte Nachrichten von guten Journalisten – Zumach morgen 21 h auf Phönix

Wolfgang Pomrehns letzte Texte bei telepolis sind vom Januar. Er wird wissen warum. Ich kann es nur vermuten. Die Energie- und Klima-Wochenschau, die er regelmässig, im Wechsel mit Jutta Blume, lieferte, ist ganz verschwunden. Eine unverwechselbare Basisinformation und ein damaliges Alleinstellungsmerkmal dieses weitgehend vom Verlag aus dem Netz gelöschten Online-Magazins. Der jetzige Chefredakteur schmilzt nun die Leser*innen-Kommentare nach dem Vorbild des Spiegel u.a. ein. Ich bin noch nicht mal mehr sauer, weil ich die sowieso nie gelesen habe. Und Wolfgang Pomrehn gibts jetzt nur noch hier: Weiterlesen

Die Dürre kommt näher

In Frankreich und Österreich ist sie schon

Haha, ja, auch hier in Beuel war und ist die Vegetation so grün, wie sie grüner nicht sein kann. Anders als die Mehrheit habe ich im abgelaufenen Sommer sehr gerne auf jede Hitzewelle verzichtet – nie gab es Planungssicherheit für Gartenpartys. Das sicherte bessere Nachtruhe, wie es das weitgehende Ausbleiben tropischer Nächte getan hat. Und schauen Sie nur der Dürremonitor: total harmlos. Nur ganz im Osten ist der Wasserverbrauch der dreckigen Braunkohleindustrie immer noch nicht zu leugnen. Hiermit störe ich Ihre Gemütsruhe. Weiterlesen

Karneval verschärft Dürre

Dürre? Wo? Drohen die Karnevalist*inn*en die Fässer leerzusaufen? Denn die folgenden sechs Tage sind die wichtigsten Umsatztage des Jahres in der rheinischen Gastronomie. Umso mehr ehrt es meinen Fussballwirt, dass er am Samstag dennoch das weitgehend unbeachtete Finale um die deutsche Fussballmeisterschaft der Jungs zeigen wird. Nein, im Rheinland droht vorläufig keine Trockenheit, sondern das Gegenteil. Die Kunst ist, den Pfützen auszuweichen, vor allem denen aus Würfelhusten. Die Dürre exportieren wir. Weiterlesen

Groko-Hormone

“Grosse Koalition” ist eine sachlich falsche Beschreibung. “GroKo” dagegen hat einen Klang, der sich irgendwie weiter treffend anfühlt. Der Hessische Rundfunk ist der derzeit führende ARD-Sender, der sich mit solchen Ausdrucksproblemen rumschlagen muss. Darüber berichtete gestern René Martens/MDR-Altpapier.. Die komplizierte Beziehung zwischen Sex und Politik – wer wüsste besser darüber Bescheid als Journalist*inn*en? Und laut Martens hat die HR-Studioleiterin in der Landeshauptstadt die auf den Punkt gebracht. Weiterlesen

Hat der “Stern” etwa ‘ ne Story?

Ich habe auf jeden Fall eine Mediathekperle (ganz unten)

Der “Stern”? Ich weiss es doch auch nicht. Er hat ja alles digital eingemauert. Übermässige Öffentlichkeit stört nur die Geschäfte (in diesem Fall von Bertelsmann, die haben ja sonst nichts). Lese ich also gebührenfrei diese Zusammenfassung von Jens Blankenagel/Berliner Zeitung: Ungewöhnlich viele Arbeitsunfälle bei Tesla in Grünheide: Gewerkschafter fürchtet Todesfall – Die Probleme im Umfeld der Gigafactory vor den Toren Berlins gehen weiter. Am Mittwochabend scheiterte überraschend die Abwahl eines Kritikers der Tesla-Fabrik.” Weiterlesen

Medienschlaf der Ungerechten

Hat es das schon mal gegeben? Erinnern daran kann ich mich nicht. Seit vielen Monaten streiken Autor*inn*en, Schauspieler*innen uns sonstiges Personal in der US-Film-, TV- und Streamingindustrie. Letztere hat noch eine grosse “Marktbereinigung” vor sich. Vielleicht gerät sie jetzt mittenrein. Statt einen Kiosk anzubieten, in dem die Glotzer*innen kaufen und gucken können, was sie wollen, will jeder Konzern selbst Plattform sein und das Monopol erobern. Dafür müssen sie Milliarden investieren. Auf die Gefahr hin, dass es für die meisten von ihnen vergeblich sein wird. Profite werden kaum/nicht gemacht, sondern in der Zukunft erhofft. Das Risiko wird abgewälzt auf die, die die Arbeit machen. Und die sind jetzt sauer. Weiterlesen

Landraub

Im Süden von Argentinien und Chile: Mapuche kämpfen um ihre Territorien und für das ökologische Gleichgewicht

Im argentinischen Patagonien lässt ein Landbesitzer aus den Arabischen Emiraten die Quellen des Chubut-Flusses einzäunen, in Chile will das norwegische Staatsunternehmen Statkraft den Pilmaiquén-Fluss für Wasserkraftwerke nutzen, für die geplante Passstraße Lago Puelo über die Anden sollen Berge weggesprengt werden. Das Überleben der Mapuche und ihre Art des Lebens im Einklang mit der Natur sind seit über 500 Jahren bedroht. Sie wurden von den spanischen Invasoren und den später gegründeten Staaten Argentinien und Chile massakriert, und die Repression geht auf beiden Seiten der Kordillere bis heute weiter. Am modernen Kolonialismus ist zunehmend internationales Kapital beteiligt. Weiterlesen

WASSER!

Wasser ist das Element, aus dem ein Mensch mehrheitlich besteht. Logischerweise ist seine Chance zu Überleben ohne Wasser am kürzesten. Wie wenig vorausschauend die Politikdarsteller*innen der Gegenwart ihrem Kunsthandwerk nachgehen, und was die Klimaschutzbewegung begriffen hat, lässt sich an diesem Element am besten verdeutlichen. Dazu zwei Beispiele aus den gegenwärtig reichsten Ländern der Welt. Weiterlesen

Heisses Wochenende

Unsere Textproduktion krönte Andreas Zumach heute nachmittag: “Streubomben für die Ukraine – Missachtung des humanitären Völkerrechts”. Zum Krieg auch Roland Appel: “37 Quadratkilometer … …und wieviel Liter Blut?“.

“Klimakrise hinter Gitter?” fragt Raphael Thelen von der “Letzten Generation” in der Berliner Zeitung. Und gibt auch die Antwort.

In “Braune Pest bekämpfen” empfehle ich einen Text von Hans-Jürgen Arlt/bruchstuecke.

Mediathekperlen: “Perlentaucherei” empfiehlt “Country Queen” aus Kenia auf ARTE, und “Hullraisers” von Channel4 beim ZDF. Heute nach Mitternacht folgt hier “Blinded”, ein Schwedenkrimi aus der Finanzwelt bei der ARD, ergänzt um meine Leseempfehlungen vom Wochenende. Wenn Sie an Fiktion desinteressiert sind, nehmen Sie doch die Wirklichkeit: “Betrüger unter FDP-Schutz”.

Kaum noch Perlen sind gedruckte Zeitungen: “Untergehende Tanker – Die Welt der gedruckten Zeitungen verursacht ein Stürmchen im Wasserglas”.

Aus dem Rhein können Sie heute Ihre Fahrräder und E-Scooter wieder rausholen: Pegelstand Bonn 94cm. Dürremonitor. Schlafen Sie gut – kühl wird es heute Nacht im Rheinland nicht wirklich.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

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