Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel (Seite 1 von 27)

Der Nichtsnutz auf dem Sprung

Kanzlerkandidaten-Bingo: die Strategie des Niemandem-auf-die-Füsse-Tretens wird weder das Klima, noch die Kultur noch die CDU retten

Es war Ende 2020, als eine Lärmschutzwand an einer Autobahn in Köln eine Frau tötete. Die Suchmaschine zur heutigen Anzeige des damaligen Vorfalls wurde gut gesäubert, aber nicht perfekt. Der damalige zuständige NRW-Verkehrsminister macht sich heute warm als möglicher Nachfolgekandidat des für alle Welt sichtbar unbegabten Staatsamtsinhabers des Bundeskanzleramtes. Beim Todesfall in seinem Verantwortungsbereich blieb er planmässig öffentlich unsichtbar. In NRW war das seinerzeit die erfolgreiche Taktik. Aber wollen Sie von so einem regiert werden? Ich nicht. Weiterlesen

Eine (Ex-)Beuelerin erklärt

Wie es am Sonntag zu dem Wahlergebnis kommt – und noch ein “Foto wie Laschet” von den Verantwortlichen

Gucken Sie mal das Bild (dpa). Und wieder drängt sich die Frage auf: unberatbar? Ich erinnere mich, wie intelligent die verglühten grünen Regierungsstars Baerbock und Habeck ihre Bilder professionell kontrolliert haben. Und der Kanzler ist zu dumm dazu? Um das Bild herum dieser Teaser-Text (keine Sorge, der eigentliche Text ist von der SWMH eingemauert, also politisch gefahrlos): Weiterlesen

Sündenbocksuche

ÖPNV in Bonn – Irgendwer muss doch schuld sein – Wundersame Bahn CCLIV

“Die Mechanismen des Geschäfts” sind eine rhetorische Floskel, die im Profifussball (der Herren) gern bemüht wird, wenn personelle strategische Züge mit Vernunft nicht zu begründen sind. Sie gelten auch in der Aufmerksamkeitsökonomie, und erst recht im vergleichsweise übersichtlichen Rahmen kommunaler Amateurpolitik. Im Bonner öffentlichen Personennahverkehr geht es in diesem Hitzesommer drunter und drüber. Und ein professionell nicht hundertprozentig geglücktes Interview eines Linken-Ratsmitgliedes gibt einen zarten sachdienlichen Hinweis in den laufenden unübersichtlichen Intrigen. Ich trage gerne mein geringfügiges Wissen dazu bei. Weiterlesen

Ein Bild wie Laschet

Nur die Älteren werden sich noch erinnern, wie Armin Laschet seine Bundestagswahl 2021 selbst verhagelt hat. Zahlreiche Menschen waren ertrunken, Häuser und ganze Dörfer von der Ahrflut zerstört. Ein Herzinfarkt-Opfer lernte ich später bei meiner eigenen Reha kennen. Er erkrankte am Hass auf “die Politiker”, tragisch und nicht ganz unwahr. Und nun schauen Sie mal hier. Klicken Sie das Foto gross und lassen Sie es wirken. Es geht sehr schnell … Weiterlesen

Wird die 66 stillgelegt?

Oder gleich die ganze Region? Wo sind die Kommunalpolitiker*innen, die sich vor Mikrofonen und Kameras drängeln? – Wundersame Bahn CCLIII

mit Update abends und Update 27.8.

Überall Mauermeister. Der auf Zeitungspapier die Stadt einst publizistisch beherrschende GA vermauert alle seine Informationen hinter der digitalen Bezahlmauer der Rheinischen Pest. Und was ihn besonders fuchsig macht: er weiss auch nicht mehr als Sie und ich. Diese Tatsache lässt sich auch öffentlich nachlesen, z.B. beim WDR. Ernsthaft denkbar ist die Stilllegung der Linie 66, der Lebensader Beuels und des Rhein-Sieg-Kreises. Und “Schienenersatzverkehr” zum ökonomischen Nutzen eines bekannten CDU-Parteispenders. Ab heute Abend. Weiterlesen

Manches dauert länger

Sie haben es getan. Wirklich – nach nur rund zwei Jahren des Mahnens und Bittens, und erst nachdem ich die ebenfalls zunächst recht widerspenstige Bezirksverwaltungsstelle in Beuel gebeten hatte, sich bei den Stadtwerken für die Säuberung der Kunst am Bau in der U-Bahnhaltestelle Ramersdorf zu verwenden, haben die SWB reagiert und die paar hundert gelben Kacheln an der Außenwand des Bahnsteigs der Linie 62 in Fahrtrichtung Oberkassel reinigen lassen. Weiterlesen

Wem gehören welche Wege?

Beuel: Kampf auf Leben und Tod – das muss nicht sein

Seit ich diesen Blog betreibe, am 1.9. sind es zehn Jahre, warne ich vor den Verkehrsverhältnissen auf dem Schwarzrheindorfer Rheindeich, der Kennedybrücke und anderen Wegen Beuels. Von der Medienöffentlichkeit und der von ihr vor sich her getriebenen Politik weitgehend unbeachtet bleiben die Verkehrskonflikte, die den veralteten Autoverkehr längst hinter sich gelassen haben. Weiterlesen

Nur 1 Prozent?

Vom Geben und Nehmen im Klimaschutz

Klimaschutz rangierte eine Weile in der Gunst der WählerInnen hinter Zuwanderung, Inflation und der Sorge um Arbeitsplätze. Seit der Hitze der letzten Junitage taucht das Klima wieder vermehrt in Presse, Hörerwünschen und natürlich auch in Bonn auf. Die Grünen fragten z.B. im Bonner Stadtrat, wie die Feuerwehr wohl ihre Leute gegen Hitzeschäden schütze – die Antwort kam über feuchte Tücher, kalte Getränke und Kühlpads kaum hinaus. Klimaanpassung – (noch)Fehlanzeige…
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Aufschneider und Täuscher

Ein wesentlicher Grund für meine Mediendiät ist, wie diese Branche, die ich lange genug von innen studiert habe, durchsetzt ist von Propaganda, versuchtem Lug und Trug – vor allem über sich selbst. “Die Leute” sind ja nicht blöd. Wie sollen sie dazu Vertrauen entwickeln? Die öffentlichen Medien sind – entgegen ihrem gesetzlichen Auftrag – von den Konzernmedien kaum zu unterscheiden. Was bleibt da noch ausser dem (Vereins-)Fussball? Weiterlesen

Sie sind überall

Die Klimaleugner in Politik und Medien haben uns Öffentlichkeit im Schwitzkasten – mich werden sie umbringen

Sie sind auch in Wien. Wie sie es hierzulande treiben, analysiert

Antonia Groß/MDR-Altpapier: Die Flut von damals ist die Dürre von heute – Flächendeckender Wassermangel und zu viele Hitzetote: Die Effekte des Klimawandels sind in diesem Sommer offensichtlich. Große Medien und rechte Plattformen aber haben ihre jeweils eigenen Verleugnungs-Muster.” Weiterlesen

Der “Dauerregen” kommt nicht

Aber die nächste Flutkatastrophe ist sicher

In der SZ-Paywall, Aufmacher der Online-Seite, klagen sie: “Dürre in Bayern nimmt katastrophale Ausmaße an – Landwirte beklagen hohe Ernteausfälle, selbst das Viehfutter wird inzwischen knapp. Das weckt Erinnerungen an das historische Dürrejahr 1976. Eine Wende könnte nur Dauerregen bringen. Stattdessen sinken die Wasserpegel.” Dä. Wie konnte das passieren? Hier in Beuel sehen die – freilich immer etwas wahrsagerischen – “14-Tage-Vorhersagen” keinen Tropfen Regen. Weiterlesen

Hallo Brüssel! Hallo Berlin!

Jemand zuhause? Die Klimakatastrophe ist da

Schon vor einer AfD-Machtergreifung schreiben deutsche Massenmedien viel und gerne über das Wetter. Aber immer weniger über das Klima. Folgerichtig soll ein Regierungssprecher in Berlin erklärt haben, das Wetter könne der Merzfriedrich auch nicht ändern. Das ist das Argumentationsniveau rechtsradikaler Klimaleugner*innen. Die brauchen nur noch still abwarten, dass ihnen die Wahlsiege in den Schoss fallen. Weiterlesen

Meteorologie und Aufmerksamkeitsökonomie

Hitzeempfindlich bin ich von Kindheit an. In meiner Ruhrpott-Jugend legte ich für mich persönlich fest: Fussballspielen nur zwischen 10 und 25 Grad. Drüber wars zu heiss. Das kam selten vor. Der Klimawandel hat das geändert. Nach meinem Herzinfarkt im Vorjahr agiere ich noch vorsichtiger. Nachts zwischen 4 und 10 Uhr durchlüften und die Wohnung (mit hellen Aussenjalousien) zwischen 10 und 20 h abdunkeln. Das gilt für Tage über 30 Grad. Die Probleme werden unüberwindbar, wenn die Nächte “tropisch” (= >20 Grad) werden. Das war für die kommenden Tage angedroht. Weiterlesen

Nachrichten aus der Wirklichkeit

“Social”-Media-Verbote oder Bonner Stadtbahnen: heisser gekocht als gegessen

Achja, die Verbieter*innen. Es wäre ja auch das erste Mal, dass sich Politik von Wissenschaft irritieren lassen würde. Und vom wahren Leben da draussen. Tut sie ja beim Klimaschutz auch nicht. Egal ob nah oder fern. Australien ist geradezu optimal weit weg, wird aber als “Vorbild” verzweifelt herangezerrt. Es ist aber nur das, was für Australien gehalten wird: seine Politiker*innen. Die Australier*innen, die jungen vor allem, lassen sich hingegen von ihren Politiker*innen nicht irritieren. So haben dann alle ihre Ruhe, bzw. was sie wollen. Weiterlesen

Unangebrachte Erregung

Der Bonner Stadtbahn-Notstand – ich kenne ihn seit 7 Jahren, bekannt ist er seit mindestens 12

Hätte doch mal irgendein journalistisches Medium in unserer Region in den letzten 10 Jahren seine (Recherche-)Arbeit gemacht. “Recherche” – was ist das? Zunächst mal das Gegenteil von Abschreiben. Von Presseerklärungen zum Beispiel. Es beginnt mit Telefonieren. Mit Mitmenschen, die fachlich etwas von einer Sache verstehen, mehr jedenfalls als Journalist*inn*en, deren Fachlichkeit von ihren Arbeitgebern offensiv bekämpft wird. Weiterlesen

Keine*r hört euch zu!

Deutsche Mediendiätförderung

Mit der Schlagzeile meine ich nicht die internationale Medienrecherche ohne deutsche Beteiligung, über die deswegen hierzulande auch nichts berichtet wird, ausser von René Martens/MDR-Altpapier, und weil ich gerade dabei bin, hier, bitte schön, können Sie das selbst lesen: Weiterlesen

Hallo Verkehrsverbund! Jemand zuhause?

Wundersame Bahn CCLIII

Was stellen Sie sich, nur mal so als Beispiel, persönlich unter einem Verkehrsverbund vor? Ich war in den 70ern im Ruhrpott zum Radfahrer geworden. Die Anschlüsse an den Stadtgrenzen von Essen, Gelsenkirchen und Gladbeck waren so schlecht, dass ich doppelt so schnell zur Schule kam. 1980 dann, ich war schon vier Jahre in Bonn, gründete sich dort der “Verkehrsverbund Rhein-Ruhr” und ich wurde zunächst neidisch. Sollten sich die 15 Städte und Kreise, die dort das Ballungsgebiet doppelt so gross wie Berlin bilden, etwa auf Zusammenarbeit geeinigt haben? Weiterlesen

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