Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: NRW (Seite 1 von 50)

Der Nichtsnutz auf dem Sprung

Kanzlerkandidaten-Bingo: die Strategie des Niemandem-auf-die-Füsse-Tretens wird weder das Klima, noch die Kultur noch die CDU retten

Es war Ende 2020, als eine Lärmschutzwand an einer Autobahn in Köln eine Frau tötete. Die Suchmaschine zur heutigen Anzeige des damaligen Vorfalls wurde gut gesäubert, aber nicht perfekt. Der damalige zuständige NRW-Verkehrsminister macht sich heute warm als möglicher Nachfolgekandidat des für alle Welt sichtbar unbegabten Staatsamtsinhabers des Bundeskanzleramtes. Beim Todesfall in seinem Verantwortungsbereich blieb er planmässig öffentlich unsichtbar. In NRW war das seinerzeit die erfolgreiche Taktik. Aber wollen Sie von so einem regiert werden? Ich nicht. Weiterlesen

Der Drache will fressen

Alle Wahlperioden wieder versucht sich ein nicht übertrieben schlauer Oberbürgermeister in Bonn daran, der Oper an die Gurgel zu gehen. Mal soll sie, der Stadtsparkasse ähnlich, “mit Köln fusionieren”. Ein anderes Mal hat die Stadt ihr Gebäude so vergammeln lassen, dass seine Sanierung unzumutbar teuer erscheint – also so, wie es auch beim Stadthaus geschieht. Beiden Gebäuden gemeinsam ist: die Immobilienhaie kreisen schon seit Menschengedenken um ihr wertvolles Grundstück. Weiterlesen

Nächste Ösi-Perle

Uli Brée, Drehbuchautor u.v.m. ist gebürtig aus Dinslaken, wie meine Haushaltshilfe. Ich war dort nur ein einziges Mal, bei einer Strassenbahnrundfahrt durch Duisburg. Oder endete die nicht in Walsum? Jetzt nicht abschweifen. Brée jedenfalls haute irgendwann ab Richtung Wien. Und 2018 wurde er Österreicher. Weil er sich mit zahllosen Drehbüchern verdient gemacht hat, um die Kultur, und so … Meinen Geschmack hat er mit den “Vorstadtweibern” (2015 ff.) getroffen. Und nun mit den “Biestern” (2024 ff.) schon wieder. Weiterlesen

Kapitaldrache will Bundesliga fressen

Die europäische Infantino-“Opposition” sind billige Kulissenschieber – sie übertreffen den Mafia-Gianni sogar noch

“Grosse Schnauze und nix dahinter” haben wir früher auf dem Schulhof im Ruhrpott zu solchen billigen Wichten gesagt. 14 Mrd. schwer sollen die aktuellen korrupten Fifa-Deals mit den Medien dieser Welt sein. Allein 1 ganze Mrd. will sich unsere Zwergstaats-Bundesliga in die Taschen stecken (grosse Taschen!) – von einem Trump- und Epstein-Buddy. Was sonst? Weiterlesen

Kohleausstieg 2030 in Gefahr

Fossilenergie-Lobbyistin Katherina Reiche steht schon wieder auf der Bremse

Der in der schwarz-grünen Landeskoalition vor vier Jahren vereinbarte Ausstieg aus der umweltschädlichen Braunkohle ab 2030 steht plötzlich wieder infrage. Was ist geschehen? Offensichtlich nichts. Dabei war vereinbart, dass auf dem Weg zum vorgezogenen Kohleausstieg NRWs aus der schädlichen Braunkohle der Ausstiegsprozess durch Gutachten darüber begleitet werden solle, die sicherstellen, ob eine ausreichende Energieversorgung auch in Krisenzeiten gewährleistet ist. Weiterlesen

Klimapolitische und logistische Augenwischerei

Die Austrocknung des Rheins und der anderen europäischen Flüsse, wie Donau und Po, Seine und Garonne, Rhône und Gironde und vieler anderer, wird derzeit auf fahrlässige Weise verniedlicht und heruntergespielt. Anstatt die Folgen des ausufernden Klimawandels im Angesicht des explodierenden CO2 deutlich zu benennen und die Folgen und deshalb die dringend notwendigen Gegenmaßnahmen zu thematisieren, verlegen sich Bundesregierung, Unternehmen und Medien auf Ablenkungsmanöver und Nebenkriegsschauplätze. Sie vertuschen ihre skandalöse Untätigkeit und das komplette Desaster ihrer verfehlten CO2 Politik. Weiterlesen

Dubioser Kurs des “Kölner Stadtanzeiger”

Der linksliberale Kölner Stadtanzeiger präsentiert: Roland Koch (CDU) als Vorsitzender der “Ludwig Erhard-Gesellschaft”…

Erstaunlich schon, dass der ehemals linksliberale Kölner Stadtanzeiger einen derart ideologischen Beitrag eines Wirtschaftslobbyisten auf der politischen Kommentarseite präsentiert. Herr Koch möchte den Leser:innen einreden, die klimaschutzfeindliche Politik von Wirtschaftsministerin Reiche wolle “nur der Marktwirtschaft zum Durchbruch” verhelfen, indem sie für Windkraft und Ökostrom keine Entgelte mehr bezahlt, und damit Geld spart. Dass damit der Ausbau der Windenergie torpediert wird, geht geflissentlich unter. Höchst antiaufklärerisch. Weiterlesen

Tim ist wieder da

Seit zwei Spielzeiten schon trete ich für einen Abstieg von Borussia Mönchengladbach in die zweite Liga ein. Den FC vom Dom sollten wir wg. der schönen Derbys und Punktgewinne gleich mitnehmen. Denn in der zweiten Bundesliga (der Herren) findet der sportlich interessantere und fairere Wettbewerb statt. Das finden auch immer mehr Stadionfans, die an manchen Spieltagen die Schüsseln der zweiten Liga mehr füllen als die der langweiligen Fernsehliga, in der Plastikvereine und Fussballkonzerne dominieren. Weiterlesen

Nachrichten aus der Wirklichkeit

“Social”-Media-Verbote oder Bonner Stadtbahnen: heisser gekocht als gegessen

Achja, die Verbieter*innen. Es wäre ja auch das erste Mal, dass sich Politik von Wissenschaft irritieren lassen würde. Und vom wahren Leben da draussen. Tut sie ja beim Klimaschutz auch nicht. Egal ob nah oder fern. Australien ist geradezu optimal weit weg, wird aber als “Vorbild” verzweifelt herangezerrt. Es ist aber nur das, was für Australien gehalten wird: seine Politiker*innen. Die Australier*innen, die jungen vor allem, lassen sich hingegen von ihren Politiker*innen nicht irritieren. So haben dann alle ihre Ruhe, bzw. was sie wollen. Weiterlesen

Der Leihvater

Jens Spahn ist vorläufig weg vom Fenster der Macht. Das war überfällig, denn die Liste seiner unsäglichen Verstöße gegen die Verantwortungsethik, die Max Weber von Politikern fordert, ist lang. Sie kennen Max Weber nicht? Liberaler Soziologe, zu Beginn des 20 . Jahrhunderts schrieb er den heute wie damals so aktuellen Aufsatz “Politik als Beruf”, in dem er ethische Mindeststandards und charakterliche Anforderungen an Berufspolitiker beschrieb. Obwohl es ihn kostenlos bei der Bundeszentrale für politische Bildung gibt, ist aufgrund seines Verhaltens ziemlich sicher, dass ihn Jens Spahn weder kennt, noch gelesen hat. Weiterlesen

Die Sägewerker

Dass das Spahn am Merzfriedrich sägt, wie dieser es einst bei Angela Merkel getan hat, ist unter denen, die sich überhaupt dafür interessieren, unumstritten. Am Tresen meiner Fussballkneipe ist ebenso unumstritten, dass die in Berlin sich nicht wirklich für uns hier im Westen interessieren. Sie sind selbstreferentiell nahezu ausschliesslich mit sich selbst beschäftigt. Die AfD-NRW ist so blöd, einen Radauparteitag zu veranstalten. Selbst das wird ihr nicht schaden. Die demokratischen Parteien sorgen für sie. Weiterlesen

Hallo Verkehrsverbund! Jemand zuhause?

Wundersame Bahn CCLIII

Was stellen Sie sich, nur mal so als Beispiel, persönlich unter einem Verkehrsverbund vor? Ich war in den 70ern im Ruhrpott zum Radfahrer geworden. Die Anschlüsse an den Stadtgrenzen von Essen, Gelsenkirchen und Gladbeck waren so schlecht, dass ich doppelt so schnell zur Schule kam. 1980 dann, ich war schon vier Jahre in Bonn, gründete sich dort der “Verkehrsverbund Rhein-Ruhr” und ich wurde zunächst neidisch. Sollten sich die 15 Städte und Kreise, die dort das Ballungsgebiet doppelt so gross wie Berlin bilden, etwa auf Zusammenarbeit geeinigt haben? Weiterlesen

Dein*e Chef*in – der*die Terrorist*in

Im Abgeordnetenbüro – einst und jetzt

mit Update abends

Die grosse Mehrheit meiner Berufsjahre war es nicht so. Am besten waren die 10 als MdL-Mitarbeiter bei meinem heutigen Mitautor Roland Appel. Wir kannten uns, seit wir Schülerreferenten in den Landesvorständen der Jungdemokraten BaWü und NRW waren. In den 80ern, als er schon Grüner war, ich aber noch nicht, arbeiteten wir exzellent für den Volkszählungsboykott zusammen. Noch bevor er 1990 in den NRW-Landtag gewählt wurde, quatschte er mich an, ob ich mitgehen würde, für eine anfänglich halbe Stelle, die auf eine ganze erweitert werden solle. Weiterlesen

Vom anderen Eisenbahn-Stern

Japans Wundersame Bahn CCLII

Zur Erinnerung: die Deutsche Bahn sperrt diese Woche Köln-Bonn (jeweils Hbf.). Ab Freitag dann: Troisdorf-Wiesbaden, u.a. über Beuel Bhf für den Rest dieses Jahres. Von Asien aus wird die Eisenbahnwelt nun schon seit Jahren aufgerollt und erobert. China setzt auf allen Kontinenten Massstäbe für den Bau neuer Strecken und Netze. Japan ist aus deutscher Sicht ein Symbol für Pünktlichkeitswahnsinn. Und Erdbebensicherheit. Weiterlesen

„Einmal 33 reicht in der deutschen Geschichte“

Toxische Männlichkeit (II): Döpfner und Merz

Hätte ich nicht gedacht: der Satz in der Überschrift dieses Textes soll vom heutigen Bundeskanzler sein, noch bevor er in sein Staatsamt gewählt wurde. So schildern es Aurelie von Blazekovic und Claudia Tieschky in einer mir insgesamt glaubwürdig erscheinenden Geschichte hinter den digitalen Mauern der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) in der SZ. Die Geschichte handelt von den Herren Döpfner und Merz, und was Frau Quadbeck und Herr Lamby über die beiden verbreitet haben. Ist es mehr oder weniger hohler PR-Lärm? Ist es politische Intrigen-Strategie? Und von wem? Weiterlesen

Jochen Ott tritt nach unten

“Kölner Stadtanzeiger” erreicht “BILD”-Zeitungsniveau

Als ich den heutigen “Kölner Stadtanzeiger” in Augenschein nahm, prangte in “Bild”-Manier auf Seite eins: “Bürgergeld trotz Haftbefehl” vom Düsseldorf-Korrespondenten Gerhard Voogt. Er skandalisiert zu Unrecht, entweder in solider Unkenntnis oder böswilliger Ignoranz des Sozialgeheimnisses nach SGB, das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, Art. 1,2 GG und das Sozialstaatsgebot nach Artikel 20 Grundgesetz sowie die Tatsache, dass das Erlassen eines Haftbefehls durch die Staatsanwaltschaft oder Justiz eben nicht zwangsläufig zur Versagung des Bürgergelds führen kann. Weiterlesen

Dreiste Lügner

Wundersame Bahn CCL

mit Update 29.6.

Es ist heiss. Nicht aufregen. Ruhig bleiben. Aber lesen Sie selbst.

Hermann G. Abmayr/Kontext: Stuttgart-21-Desaster: Entschuldigt euch! – Die erneute Kostenexplosion bei Stuttgart 21 und die erneute Verschiebung der Eröffnung machen die Bahn und die politisch Verantwortlichen zum Gespött im In- und Ausland. Es ist Zeit für eine Entschuldigung, einen Untersuchungsausschuss und eine Denkpause, in der alles auf den Prüfstand kommt.” Weiterlesen

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