Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Autor: Martin Böttger (Seite 1 von 379)

Der Immobilien-Affären-OB

Das haben sich Bonns Wähler*innen selbst eingebrockt – und die Grünen, die sie in Unkenntnis liessen

mit Update nachmittags

Das Ungemach ist da. Der einstige Pressesprecher der in unserer Stadt allseits beliebten Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat es zum Oberbürgermeister von Bonn gebracht. Diese Anstalt bekam von ihrer Besitzerin, der neoliberal orientierten Bundesregierung mit ihrem Finanzminister Schäuble, die Aufgabe zugeteilt, zur “Schwarzen Null” beizutragen, also: für Cashflow sorgen. Das tat sie und tut es immer noch, wie es die Bundesregierung pflegt: Weiterlesen

Berufswege

Vielleicht muss ich vernünftigerweise vorausschicken, was Klaus Raab/MDR-Altpapier gestern zur Medienkritik schrieb: Ausgewogenheit kann man nicht mit dem Zollstock messen – Ein neues wissenschaftliches Gutachten beschäftigt sich mit Ausgewogenheit und Vielfalt der Medien – und liefert gute Anstöße, genauer hinzusehen, wenn wieder jemand allzu simple Medienkritik in ein Mikrofon koffert.” Erschwerend kommt allerdings hinzu, da hat die von ihm selbst zitierte Frau Wagenknecht einen Punkt, Weiterlesen

Ungeziefer

Gilbert Kolonko, obwohl derzeit mit Buchschreiben beschäftigt, liefert Neues aus Indien: Die Kakerlaken-Partei – In Indien fängt die Jugend an sich zu wehren und auch im Westen widersetzen sich junge Menschen auf ihre Art”.

Und wie sollen wir unter diesen Umständen diese Familie bezeichnen? Dennis Glismann/netzpolitik: “Hype um Prognosemärkte hält an: Wetten, dass Familie Trump gewinnt”. Das bestätigt voll diese Diagnose. Weiterlesen

Insel säuft ab

Kleinbritannien – kleiner und kleiner – aber Atommacht!

Wenn eine Atommacht zerfällt, wird es lebensgefährlich. Für alle. Fragen Sie mal die Ukrainer*innen. Und die zahllosen toten jungen Russen. Vor knapp zwei Wochen hatte ich vor dem “Balken im Strategenauge” gewarnt. Die europäischen Atommächte stehen auf der Speisekarte des Faschismus. Neurentnerin Annette Dittert/Blätter, ein schwerer Verlust für die ARD, weiss davon: Weiterlesen

Schröder liefert

Nein nicht der Ex-Bundeskanzler – Sie können sich beruhigen: Borussia Mönchengladbach

Die FAZ fragt, wo ein gewisser Bernd Neuendorf ist. Wer will das wissen? Ich kenn’ keinen. RWE bleibt in der 3. Liga. 15 Spieler sollen gehen. Wie soll so ein Team entstehen? Eine Frage, die meinen Opa interessierte, der 1974 starb, und mir die Fussballmacke vererbte. Aber nicht RWE (darunter leidet Küppi). Auf seinem Schwarz-Weiss-Fernseher sah ich 1965 sonntags in der Regionalliga West Günter Netzer (17 Tore), Jupp Heynckes (24 Tore), Bernd Rupp (25 Tore) und im Tor den Ex-Schalker Manfred Orzessek zaubern. Sie machten mich süchtig. Und ich bereue immer noch nichts. Weiterlesen

Alles Dasselbe?

“Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.”

“Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.” Diese Klage von ihm hier ist jetzt mindestens 2425 Jahre alt. Das muss dem Folgenden vorausgeschickt werden. Weiterlesen

Affenscheisse

“Immer öfter begegnen inzwischen auch wir unserem Endgegner: uns selbst”

So sprach Friedrich Küppersbusch bei schönstem Sommerabendwetter vor 2,8 Mio. Zuschauer*inne*n als “Irgendwer mit Medien” in der “heute-show” (ab Minute 10); eine der stärkeren Ausgaben dieses nicht immer erträglichen Satireformats. Leute vom Fach stellten tags darauf die These auf, der gute Mann denke nicht nur zu schnell, er spreche auch so. Da sind Mediathek-Zuschauer*innen im Vorteil: mit 0,75 Geschwindigkeit klappts auch für die Älteren. Weiterlesen

“Ich funktioniere weiter”

Unmittelbar nach seiner Absendung durch den Deutschlandfunk war dieser Text sofort Gesprächsthema in meinem Freund*innenkreis:

Mariel McLaughlin: Ich bin dann mal tanzen! – Wie wir uns der dystopischen Gegenwart stellen – Klimakatastrophe, Kriege und Wiedererstarken autoritärer Ideologien – die Gegenwart trägt dystopische Züge. Und wir gehen shoppen, belegen Achtsamkeitsseminare oder schuften für die teure Miete. Können wir uns daran gewöhnen, in zwei Welten zu leben?” Weiterlesen

Das amüsiert mich

Mitleid! – FAZ verteidigt den armen Merz gegen die böse Merkel (inkl. Wundersame Bahn CCXLV)

Mann gönnt sich ja sonst nichts. Wenn es für Linke in Deutschland schon lange nichts mehr zu lachen gibt – ausser hoffentlich in New York – dann gönnte ich mir bei meiner jüngsten Bahnreise wenigstens für 11 Mark eine gedruckte FAS, die ich einstmals achtete, als sie noch sonntags erschien, einen ernstzunehmenden Sportteil und ein interessantes Feuilleton hatte. Die Jüngeren können das nicht wissen, war ‘ne schöne Zeit. Weiterlesen

Strafe muss sein

Auch eine Art Widerstand: Milliardärsspielzeuge teurer machen

“Rechtssein muss bestraft werden” sagte vor vielen Jahrzehnten der NRW-Jungdemokraten-Landesvorsitzende Thilo Schelling, als wir im Jungdemokraten-Bundeshauptausschuss im Hotel “Krone” in Bingen, direkt neben den Bahngleisen, Hanspeter Knirsch und Michsel Kleff zum Rücktritt aus dem Bundesvorstand trieben. Egon Bahr hatte kurz zuvor den späteren FroG (“Friends of Gerd”) Klaus-Uwe Benneter als Juso-Bundesvorsitzenden abgesetzt und aus der (anderen) Partei geschmissen. Weiterlesen

Welche Richtung?

Gratulation, sie machen Elon Musks Propagandaschleuder echte Probleme. Anna Ströbele Romero (Interview)/netzpolitik mit Marc Faddoul: Vergeltungsmassnahmen – AI Forensics gegen X: ‘Es kann zu Vergeltungsmaßnahmen gegen uns kommen'”.

Petra Erler zum aktuellen Gemenge der Grossmächte: Unmenschliche Sprache der Macht – Zutreten, wenn ein Mensch am Boden liegt”.

Eine belgische Dissertation zur EU-Migrationsverhinderungspolitik weist nach: “Die Richtung stimmt nicht” und “Überraschung: linke Mehrheit ist möglich – aber nicht ohne Arbeit”.

Trauer um einen grossen Mann: ‘Wer Utopie sät, erntet Wirklichkeit’ – Gestern starb Carlo Petrini (76) in seinem Geburtsort Bra/Piemont”.

Und ein Ausblick auf die Trump/Infantino-WM: “Was ist Sport?”.

Die Hitze in Beuel ist da – das Wasser verdunstet, Rheinpegel Bonn 194cm.

Nächster Newsletter Dienstagabend nach Pfingsten.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Die Richtung stimmt nicht

Überraschung: linke Mehrheit ist möglich – aber nicht ohne Arbeit

Ich weiss ja nicht, ob Sies schon wussten, und ich weiss auch nicht, ob die das heute Abend in der Glotze überhaupt zeigen. Aber die Marktforscher*innen, die für das ZDF-Politbarometer arbeiten, haben in ihrer sog. “politischen Stimmung” eine linke Wähler*innenmehrheit errechnet. Ich weiss auch nicht, warum: Grüne 23, Linke 14, SPD 13. Zumindest ist das originell. Weiterlesen

“Wer Utopie sät, erntet Wirklichkeit”

Gestern starb Carlo Petrini (76) in seinem Geburtsort Bra/Piemont

mit Update 23.5.

Bei allzu wenigen Gelegenheiten begegnete ich ihm persönlich, ein kommunikativer Kerl und strategischer Kopf. Inhaltlich und charakterlich in allem ein Anti-Berlusconi, ein mächtiger Mann in Italien, aber ganz anders gestrickt als die Deppenmassen, die “die Politik” bevölkerten und bis heute herunterziehen. Ein schwerer Verlust, ein hochpolitischer Geniesser. Weiterlesen

Was ist Sport?

Diese Frage stellen sich viele im Angesicht der Trump/Infantino-Festspiele, die in drei Wochen starten. Ein Überblick über den Spielplan ist unmöglich. Allein die mutmasslich überwiegend langweilige Vorrunde enthält 72 Ansetzungen. Die Anstosszeiten, in Europa überwiegend nachts, variieren in Anbetracht diverser Zeitzonen so stark, dass kein System erkennbar ist. Hier die wenigen von mir persönlich gefilterten Termine, die fussballerisch interessant sein können. Weiterlesen

Zerstörungswerk

Deutschlandfunk – die letzte Insel des Fachjournalismus vor ihrer Überschwemmung durch die Formatierungswelle

Update 27.5.

Vor 16 Jahren hatte ich hier beschrieben, warum ich vor den ARD-Formatradios geflohen bin. Mein Exil wurde der Deutschlandfunk. Nun will der mich auch vertreiben. Exekutorin ist DLF-Programmdirektorin Jona Teichmann, die als Import vom WDR offenbar nichts anderes gelernt hat. Frau Teichmann ist 63, Intendant Stefan Raue 67 (ebenfalls Ex-WDR-Mitarbeiter) will nächstes Jahr nicht zur Wiederwahl kandidieren. Haben sie es also eilig? Weiterlesen

Militärmacht oder Grossmacht?

Beides wird das Merz-Doitschland nicht kriegen können

Dass Aufrüstung irgendein ökonomisches Problem löst (“Kriegskeynsianismus”), ist eine Sau, die die profitierende Kapitallobby mit Vorliebe durch jedes Dorf treibt (für das tierfeindliche Femininum bitte ich um Entschuldigung). Immerhin sind sich die herrschenden Klassen darüber bisweilen uneinig. Intelligente Gegenkräfte, zu einer entsprechenden Analyse fähig, können das u.U. taktisch ausnutzen. Wenn Sie die irgendwo sehen, sagen Sie mir bitte Bescheid. Weiterlesen

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