Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: MDR-Altpapier (Seite 1 von 12)

Ich bin eine “Lebenslüge”

Nun tobt also die kontroverse Debatte um die Programmreform des Deutschlandfunks. Bis vor wenigen Tagen nur intern im Sender geführt, hat sich seine Führung nun zu einem offensiven Ausfall aus ihrer Festung entschlossen. Christian Bartels/MDR-Altpapier fasst dies und die Reaktionen darauf zusammen: Breite Tiefe – Der Deutschlandfunk sendet ziemlich erfolgreich Radio, will demnächst aber digital breiter in die Tiefe gehen. Und im linearen Programm tiefer in die Breite? Jedenfalls sind seine Pläne für eine große Programmreform bereits heftig umstritten.” Weiterlesen

50.000 Männer ermorden “ihre” Frau

Im Jahr

Ja, ich nochmal. Heute morgen war es in Beuel sogar draussen im Schatten noch erträglich. Ein Windlein wehte und machte Hoffnung auf Wetteränderung. Lesen war möglich. Das gelingt derzeit nicht allen. Z.B wie eben schon erwähnt den Experten, die “unsere” ARD gleitend ins materiell sorgenfreie Alter floaten lässt, nicht nur Fussball- sondern auch einen “Kabarett-Experten”, dessen Name mir in diesem Leben – bei jedem Wetter – nicht mehr einfallen will. Dass er vom dauerskandalerzeugenden RBB alimentiert wird – das passt wiederum bestens zusammen. Weiterlesen

Mediendiät andersrum

Aus gesundheitlichen Gründen – für Sie und mich

Die gegenwärtige Wetter- und Klima-Lage führt zu gesundheitsschädlicher Erhitzung, auch und gerade der Hirne. Als ich heute nach dem Aufwachen erfuhr, wer im Auftrag des WDR die Leitung der Monitor-Redaktion übernimmt, und kurz danach dieses MDR-Altpapier las:

René Martens: Die Missionare der ARD – Kai Gniffke, Intendant des SWR, und Jörg Schönenborn, bald Moderator der ‘Tagesthemen’, sind der Ansicht, dass die Journalisten, insbesondere öffentlich-rechtliche, problematische ‘Reflexe’ haben. Zum Beispiel den ‘Lebenswirklichkeitsreflex’ und den ‘Rollenreflex’.” Weiterlesen

Marktlücke

Intellektuell inspirierend wie immer der Lokaljournalist (!) Ralf Heimann/MDR-Altpapier:

Künstliches, Allzukünstliches – In der KI-Debatte geht es oft um die Qualität einzelner Texte. Tatsächlich offenbart sich damit ein großes Missverständnis.”

Eine im besten Sinne dialektische Betrachtung des Themas, das derzeit öffentlich überwiegend in Schwarz-Weiss-Filtern betrachtet wird. Heimann referiert u.a. eine Debatte beim Netzwerk Recherche. Wie immer in dieser massstabsetzenden Kolumne mit Links unterlegt, wo es möglich ist. Geht doch. Weiterlesen

Endgegner – Trotz WM (II)

“Immer öfter begegnen inzwischen auch wir unserem Endgegner: uns selbst”

mit Update vormittags

So sprach Friedrich Küppersbusch richtiger, als uns und ihm lieb sein kann, in der heute-show (ab Minute 10) kurz vor der WM. Zum gleichen Befund kommen

Klaus Raab/MDR-Altpapier: Schadet KI dem Journalismus, Krake Paul? – Welcher Umgang mit KI-Tools ist für Journalisten richtig? Die Diskussion ist von großen Thesen und vielen Unsicherheiten geprägt – und läuft auf eine unangenehme Frage zu: Schadet sich der Journalismus mehr, wenn er keine KI benutzt? Oder wenn er es doch tut?”

und Weiterlesen

Trotz WM

Die Welt dreht sich weiter. Schauen Sie mal hier:

Wissen Sie noch, wo Uganda liegt? Lange nichts mehr gehört oder gelesen. Despotendiktaturen sind ja noch lange kein Grund für deutsche Medien, irgendwas zu berichten, obwohl, ooohps: Tonny Katende/Jungle World: Für Kritik an Ugandas Staatsführung bleibt immer weniger Raum: Der Herbst des Autokraten – Ugandas Präsident Yoweri Kaguta Museveni treibt in seiner siebten Amtszeit den autoritären Umbau des Landes voran. Für Oppositionspolitik bleibt immer weniger Spielraum.”

Wenig überraschend: Trump und die Mullahs

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Das Privileg des Alters

In einem Gespräch mit einer gleichaltrigen Freundin stellte ich gestern beim Mittagessen die steile These auf, dass “wir” – zu unserem grossen Glück – die Klimakatastrophe “nicht mehr erleben” werden. Mmh, obwohl ich es durchaus für realistisch halte, dass mein persönliches Ableben in einem der kommenden Hitzesommer stattfinden wird. Letzterer Verdacht wird ganz aktuell durch die laufenden Motoren verstärkt, die im Beueler Combahnviertel die Atemluft aromatisieren, in dem irrigen, aber unausrottbaren Glauben, dem allgegenwärtigen Autostau dadurch einige Sekunden Lebenszeit abzuringen. Wie kommichdrauf? Weiterlesen

Affenscheisse

“Immer öfter begegnen inzwischen auch wir unserem Endgegner: uns selbst”

So sprach Friedrich Küppersbusch bei schönstem Sommerabendwetter vor 2,8 Mio. Zuschauer*inne*n als “Irgendwer mit Medien” in der “heute-show” (ab Minute 10); eine der stärkeren Ausgaben dieses nicht immer erträglichen Satireformats. Leute vom Fach stellten tags darauf die These auf, der gute Mann denke nicht nur zu schnell, er spreche auch so. Da sind Mediathek-Zuschauer*innen im Vorteil: mit 0,75 Geschwindigkeit klappts auch für die Älteren. Weiterlesen

Strafe muss sein

Auch eine Art Widerstand: Milliardärsspielzeuge teurer machen

“Rechtssein muss bestraft werden” sagte vor vielen Jahrzehnten der NRW-Jungdemokraten-Landesvorsitzende Thilo Schelling, als wir im Jungdemokraten-Bundeshauptausschuss im Hotel “Krone” in Bingen, direkt neben den Bahngleisen, Hanspeter Knirsch und Michsel Kleff zum Rücktritt aus dem Bundesvorstand trieben. Egon Bahr hatte kurz zuvor den späteren FroG (“Friends of Gerd”) Klaus-Uwe Benneter als Juso-Bundesvorsitzenden abgesetzt und aus der (anderen) Partei geschmissen. Weiterlesen

Militärmacht oder Grossmacht?

Beides wird das Merz-Doitschland nicht kriegen können

Dass Aufrüstung irgendein ökonomisches Problem löst (“Kriegskeynsianismus”), ist eine Sau, die die profitierende Kapitallobby mit Vorliebe durch jedes Dorf treibt (für das tierfeindliche Femininum bitte ich um Entschuldigung). Immerhin sind sich die herrschenden Klassen darüber bisweilen uneinig. Intelligente Gegenkräfte, zu einer entsprechenden Analyse fähig, können das u.U. taktisch ausnutzen. Wenn Sie die irgendwo sehen, sagen Sie mir bitte Bescheid. Weiterlesen

Qualitätsjournalismus, deutscher

“Lieber zwei als eine KI”

mit Update 19.5.

Einer der bestbezahlten deutschen Medienmanager in öffentlichen Anstalten, der langjährige Tagesschau-Chef (2003-19), Kai Gniffke, heute Intendant des SWR und Mörder der “Eisenbahnromantik”, wollte mal wieder öffentlich bemerkt werden. Die Katholiken von der gleichnamigen Nachrichtenagentur versuchen damit Abos zu werben. Wandern wir also kurz digital in der Deutschen liebstes Auswanderungsland Schweiz rüber, wo der gleiche Inhalt frei zugänglich ist: Weiterlesen

Die Verbotspartei

Nein, die Grünen sind nicht gemeint. Obwohl auch Grüne der hier vorzustellenden und zu kritisierenden Position anhängen. Sie spielen aber faktisch nur eine geringe, weniger als eine Nebenrolle. Denn es geht um Regierungshandeln. Und wo sind die Grünen noch in der Regierung? Bundesländer, durch die der Rhein fliesst, fallen mir ein. Worum es geht, ist aber keine Ländersache: das berühmte “Social-Media-Verbot” für Kinder und Jugendliche. Weiterlesen

Geschäft mit Empörung

Ein Wind weht durch die asozialen Netzwerke und die nur noch wenig unterscheidbaren sonstigen Medien. Und ausnahmsweise, fast schon sensationellerweise wurde diese Agenda von den drei Parteien SPD, Grüne und Linke gemeinsam und gleichzeitig gesetzt. Wo wären wir jetzt, wenn sie das schon getan hätten, als sie noch eine Mehrheit im Parlament hatten? Vergossene Milch. Gegen das Netzwerk des faschistoiden Oligarchen Musk konnten sie sich einigen. Und kassieren nicht wenig Gegenwind von den Rechten. Und den Dummen. Nicht alle sind beides. Leider. Weiterlesen

Angsthasenfernsehen

Den Begriff verwendet Lukas Respondek. Den kannte ich noch nicht. Den Kerl. Den Begriff sehr wohl, schon lange. Beide vereint entdeckte ich bei einem weiteren Grimmepreis-Juror Klaus Raab/MDR-Altpapier: Frank Elstner und die Frage: War das Fernsehen früher besser? – Fernsehen sei einfach geil, befand die Moderatorin Linda Zervakis bei der Verleihung der Grimme-Preise. Sie hat natürlich Recht. Wenn man von bestimmten Entwicklungen und den ungeilen Teilen des Programms absieht.” Weiterlesen

“Wenn wir nicht mehr da sind, wird keiner mehr gerettet”

Wollen Sie sich Ihr Wochenende verderben? Dann lesen Sie das:

René Martens/MDR-Altpapier: Eine alte Frage des Kriegsjournalismus – ‘Die Leute haben keine Ahnung, was mit dem Körper eines Kindes passiert, das bombardiert wird’, sagt ein auf die Behandlung kriegsversehrter Kinder spezialisierter Chirurg in der ARD. Dennoch muss man versuchen, dieses Leid zu vermitteln. Aber wie? Wie berichtet man generell über Krieg, ohne die Opfer zu Objekten zu machen?” Weiterlesen

Schneller Schaden

“Diese Öffentlichkeit … nimmt gerade schneller Schaden, als Demokratien darauf reagieren können … als hätte das Universum das alles noch mal auch für die Begriffsstutzigsten unter den Hominiden auf den Punkt gebracht, indem es Habermas sterben ließ.”

Ob “Abwickeln” oder “Vollenden” – jetzt ist er tot. Und der rettende Prophet kommt weder in seiner noch in anderer Gestalt. Die offene und entscheidende Frage wird auch nach diesem Text offenbleiben: wer ist die*der politische Träger*in, um die Demokratie angesichts der ihr drohenden Einsturzgefahren adäquat zu sanieren? Die Wenigen, die sich überhaupt dafür interessieren, erkennen die Gefahren immer genauer. Haben aber keine Antwort auf diese Frage. Weiterlesen

Dumme sehen dumm aus

Clowns machen das deutsche Feuilleton kenntlich: brav Knochen abnagen und weiterschlafen

Martin Sonneborn und Adolf Winkelmann werden vom FAZ-Feuilleton gefeiert, selbstverständlich nur hinter digitalen Mauern. Sollte sie das beunruhigen? Das müssen sie selbst entscheiden. Winkelmann wird immerhin von Harald Staun porträtiert, einem der wenigen intellektuell geschäftsfähigen Autor*inn*en dort. Vor 15 Jahren habe ich Winkelmann selbst interviewt, weil ich sein Lebenswerk sehr verehre. Schön, dass er noch lebt. Aber es geht weit dümmer, als diesen Systemclowns Beachtung zu schenken. Weiterlesen

Die meisten wissen es längst

Medienkritik wird dadurch nicht überflüssig – eher im Gegenteil

Einerseits ist es ermüdend. Nicht zum ersten Mal schreibt Christiane Voges/telepolis: Ukraine-Krieg und Iran-Krieg: Wie Medien mit zweierlei Maß berichten – Ein Essay über Framing, Wortwahl und Doppelstandards: Warum der Ukraine-Krieg klar benannt wird – und der Angriff auf Iran sprachlich verschwimmt.” Ermüdend für mich als Bescheidwisser, vielleicht auch für sie als Autorin (bei dem bescheidenen Honorar). Überflüssig ist es nicht. Weiterlesen

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