Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Genuss (Seite 1 von 60)

WM-Beginn zeitgemäss – Medien propagandabereit

Der Beginn der Fußball-WM verläuft derzeit berechenbar. Mafiaboss Infantino und Mafiaboss Trump feiern den Start der “Brot und Spiele”-Veranstaltung. Auf 7,7 Milliarden Euro schätzen Fachleute die erwartbaren Gewinne der FIFA. Was die wohl damit machen? Ein großer Teil davon stammt aus den Lizenzgebühren, die die öffentlich-rechtlichen Medien bezahlt haben und gemäß ihrem Auftrag berichten, als sei ihre Aufgabe von einem Propagandaminister verordnet worden. Weiterlesen

Mehr als ein Vinicius

Die rassistischen deutschen  “Innovations”-Schwätzer bremsen die gesellschaftliche Entwicklung – bringt sie selbst Profitinteresse nicht zur Vernunft? Oder ist es Apokalypse-Angst?

In der Schweiz stimmen sie heute über ihren eigenen Rassismus ab. Möglich, dass er eine Mehrheit hat. Wie wäre es wohl bei uns? Ein Fussballer gab heute uns und unseren türkischen Freund*inn*en eine harte Antwort. Sehen Sie hier, was ich mir heute morgen nach dem Aufwachen mit Vergnügen angesehen habe. Weiterlesen

Ehrenrettung und später Respekt

WMs waren schon immer ein deutscher Medienkrieg – 1994 von Springer gegen den konservativen Hans-Hubert Vogts – hauptsache ein Opfer

Hans-Hubert Vogts war vielleicht der wichtigste Spieler in der über 125-jährigen Geschichte von Borussia Mönchengladbach. 1965-1979 spielte er nur für diesen Verein, darin dem legendären, beliebten und gefeierten Uwe Seeler ähnlich, der – mit materieller Hilfe des Adidas-Konzerns – nie seinen HSV verliess. Ich gestehe: auch ich war eher der Netzer/Heynckes-Fan, und wusste immerhin, dass wir einen wie Vogts eben auch immer brauchten. Weiterlesen

Das Privileg des Alters

In einem Gespräch mit einer gleichaltrigen Freundin stellte ich gestern beim Mittagessen die steile These auf, dass “wir” – zu unserem grossen Glück – die Klimakatastrophe “nicht mehr erleben” werden. Mmh, obwohl ich es durchaus für realistisch halte, dass mein persönliches Ableben in einem der kommenden Hitzesommer stattfinden wird. Letzterer Verdacht wird ganz aktuell durch die laufenden Motoren verstärkt, die im Beueler Combahnviertel die Atemluft aromatisieren, in dem irrigen, aber unausrottbaren Glauben, dem allgegenwärtigen Autostau dadurch einige Sekunden Lebenszeit abzuringen. Wie kommichdrauf? Weiterlesen

Selbstreferentielles Pathos

Bei Wenders bin ich immer eingeschlafen – Frau Kinski nackt gabs im Tatort, oder?

In meiner WG (1977-1998) gab es einen Wenders-Fan. Wenn der sich an der TV-Fernbedienung durchsetzte, war für mich das Einschlafen in der gemütlichen Sperrmüll-Sitzgarnitur in unserem auch im Hochsommer gut gekühlten TV-Keller nicht zu verhindern. Für WMs und EMs ging ich in die Kneipe. Eine Frau Kinski nackt habe ich in irgendeinem Herrenmagazin als Jugendlicher gesehen, es war aber wohl eine Stiefmutter von Nastassja. Die Familie war offenbar sehr exhibitionistisch orientiert. Sie hatten wohl nichts anderes gelernt und brauchten das Geld. Und eine Hauptrolle im damals schon erfolgreichen Strassenfeger “Tatort” half gewiss aus dem Gröbsten raus. Weiterlesen

Frauen büssen Männermurks

Warum nur?

Das (zweite) Frauenteam von Borussia Mönchengladbach unterlag gestern den Spitzenreiterinnen der Regionalliga West, den Frauen aus der Stadt mit dem Colonius (ebenfalls zweites Team des Vereins), und muss nun die Liga verlassen. Nach unten. Seit den Nullerjahren spielt die erste Auswahl Zweite Liga, wenn auch nur mit grösster Mühe. Eine der Spielerinnen lernte ich persönlich kennen, als sie Praktikum bei den Grünen im NRW-Landtag machte. Danach ging es in den Fahrstuhl … Weiterlesen

Sinnfrei durch Wiesen

Ich hatte gestern Zeit und fand die Idee gut, gegen die Gaskraftwerkspläne der Umsetzerin der eon-Gaskraft-Pläne, Katherina Reiche, vor Ort in Hamm zu demonstrieren. Die Demonstration sollte zu einem Gelände führen,  wo eines der neuen Gastkraftwerke gebaut  werden soll. Inhaltlich ging es um Ersatz fossilen Brennstoffen durch  Wind und Sonne, also erneuerbare Energie. Inhaltich war die Demo also in Ordnung. Deshalb habe ich hier  auch dafür geworben. Obwohl ich sonst längere Fußstrecken möglichst vermeide, jedenfalls dann wenn  alternativ  Bahnen oder Busse zur Verfügung stehen, waren rund  4 Stunden Fußmarsch für mich eine echte Herausforderung. Das reicht mir wieder für ein Jahr. Weiterlesen

Besser als Bayern

Wie es besser geht als bei den Bayern, das wussten wir im Ruhrpott schon, als ich dort aufwuchs (1957-1976). Gestern wussten es Mikel Arteta und der FC Arsenal des Trump-Finanziers Stan Kroenke. Sie zeigten, wie mann gegen die Qatar-Milliarden spielen muss. Schön ist was Anderes. Und ein aus Leverkusen zugewanderter angeblicher “Hoffnungsträger” liess sich im entscheidenden Moment, kurz vor dem Pausenpfiff intelligent freigespielt, abgrätschen. Weiterlesen

Kapitel 17: Die Anarchie der Präsenz – Der Brief und die gläserne Decke

Der Morgen nach der Cage-Aufführung lag über dem Institut für Soziologie wie ein schweres, samtenes Tuch. Clara saß in ihrem Souterrain-Büro, das Licht einer einzelnen Schreibtischlampe warf lange Schatten über die Regale des Archivs. Auf der Glasplatte ihres Tisches lag ein unscheinbarer, cremefarbener Umschlag. Er war handbeschriftet, in einer Klaue, die so eilig und zugleich so präzise wirkte, dass Clara sofort wusste: Dies war kein gewöhnlicher Behördenbrief. Weiterlesen

Schröder liefert

Nein nicht der Ex-Bundeskanzler – Sie können sich beruhigen: Borussia Mönchengladbach

Die FAZ fragt, wo ein gewisser Bernd Neuendorf ist. Wer will das wissen? Ich kenn’ keinen. RWE bleibt in der 3. Liga. 15 Spieler sollen gehen. Wie soll so ein Team entstehen? Eine Frage, die meinen Opa interessierte, der 1974 starb, und mir die Fussballmacke vererbte. Aber nicht RWE (darunter leidet Küppi). Auf seinem Schwarz-Weiss-Fernseher sah ich 1965 sonntags in der Regionalliga West Günter Netzer (17 Tore), Jupp Heynckes (24 Tore), Bernd Rupp (25 Tore) und im Tor den Ex-Schalker Manfred Orzessek zaubern. Sie machten mich süchtig. Und ich bereue immer noch nichts. Weiterlesen

“Ich funktioniere weiter”

Unmittelbar nach seiner Absendung durch den Deutschlandfunk war dieser Text sofort Gesprächsthema in meinem Freund*innenkreis:

Mariel McLaughlin: Ich bin dann mal tanzen! – Wie wir uns der dystopischen Gegenwart stellen – Klimakatastrophe, Kriege und Wiedererstarken autoritärer Ideologien – die Gegenwart trägt dystopische Züge. Und wir gehen shoppen, belegen Achtsamkeitsseminare oder schuften für die teure Miete. Können wir uns daran gewöhnen, in zwei Welten zu leben?” Weiterlesen

Das amüsiert mich

Mitleid! – FAZ verteidigt den armen Merz gegen die böse Merkel (inkl. Wundersame Bahn CCXLV)

Mann gönnt sich ja sonst nichts. Wenn es für Linke in Deutschland schon lange nichts mehr zu lachen gibt – ausser hoffentlich in New York – dann gönnte ich mir bei meiner jüngsten Bahnreise wenigstens für 11 Mark eine gedruckte FAS, die ich einstmals achtete, als sie noch sonntags erschien, einen ernstzunehmenden Sportteil und ein interessantes Feuilleton hatte. Die Jüngeren können das nicht wissen, war ‘ne schöne Zeit. Weiterlesen

Kapitel 16: Die Liturgie des Schweigens – 4’33” im Souterrain

 Clara saß an ihrem Schreibtisch, vor sich eine Schale mit den Überresten jener gelben Tulpen, die nun endgültig ihren Dienst getan hatten. Erik war gerade eingetroffen, den Kragen seines Mantels noch hochgeschlagen, und legte ein zerknittertes, silbernes Bonbonpapier auf die Tischplatte. Es war ein Fundstück vom Gehweg vor der Philharmonie – ein Symbol des „Attentats“, wie sie es nannten.

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