Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Ist Trump unzurechnungsfähig?

Donald Trump hat sich immer wieder als unberechenbarer, für politische Kehrtwendungen und scheinbar zu irrationalen Handlungen fähiger Präsident erwiesen. Sein absurdes Verhältnis zu Wladimir Putin, das in ebenso widersprüchlichem Handeln gegenüber der Ukraine und ihrem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gipfelte, wie die eigenartige Entstehung von Sinneswandeln, etwa, wenn Trump wie in Alaska direkt auf Putin traf, gaben Anlass zu Spekulationen über seine mentale Beeinflussbarkeit oder gar geistige Gesundheit. Nun hat es wieder so einen Fall gegeben. Weiterlesen

Auferstanden aus Ruinen

Es ist traurig, aber wahr: Deutschland ist nicht mehr das idyllische Schlaraffenland von einst mit festen Öffnungszeiten und einem Wellness-Bereich, in dem die Schmorgurken blühen, sondern Deutschland ist eine Danger–Zone, in der es als gemeingefährlich gilt, Bombenanschläge auf Rüstungsbetriebe nicht nur zu planen, sondern auch in die Tat umzusetzen. Das macht Angst. Weiterlesen

Die Uefa überholt die EU

In der Infantino-Opposition wird erstmals Politikfähigkeit sichtbar – da kann die deutschgeführte EU noch was von lernen

Seit langem werden die Avancen der Uefa-Oligarchen, insbesondere wenn sie sich gegen die Korruptions-Weltmeister der Fifa richten, von den fachkundigen SZ-Mitarbeitern Thomas Kistner und Johannes Aumüller mit journalistischer Solidarität begleitet. In der SZ-Paywall machen sie die Strategie der Uefa, die es mittlerweile tatsächlich gibt, sichtbar. Weiterlesen

Trivialisierung der Krise

mit Update mittags

“El Niño” ist es ganz sicher nicht (die Trivialisierung), sondern könnte ihr eher den Namen verleihen (der Krise). Davon wollen aber hierzulande weder die herrschenden Medien, noch die Mehrheit der (noch) Wählenden, noch gar die Regierung irgendwas wissen. Eine AfD/CDU-Verbindung wäre sicher das Ideal für eine Ignoranzkoalition. Aber die SPD tuts auch – angeführt vom angeblich “beliebtesten Politiker” dieses Landes. Weiterlesen

Nächste Ösi-Perle

Uli Brée, Drehbuchautor u.v.m. ist gebürtig aus Dinslaken, wie meine Haushaltshilfe. Ich war dort nur ein einziges Mal, bei einer Strassenbahnrundfahrt durch Duisburg. Oder endete die nicht in Walsum? Jetzt nicht abschweifen. Brée jedenfalls haute irgendwann ab Richtung Wien. Und 2018 wurde er Österreicher. Weil er sich mit zahllosen Drehbüchern verdient gemacht hat, um die Kultur, und so … Meinen Geschmack hat er mit den “Vorstadtweibern” (2015 ff.) getroffen. Und nun mit den “Biestern” (2024 ff.) schon wieder. Weiterlesen

Laaangweilig

Krankheit Monopolismus: der deutsche Profifussball wirtschaftet sich selbst ab

Gestern duellierten sich die Herren-Teams der teuersten deutschen Fussballkonzerne vor 80.000 Zuschauer*inne*n. Es ging aus wie immer. Um es nicht allzu sadistisch zu gestalten, wurde in der 2. Halbzeit in homöopathischen Dosen Spannung simuliert. Kollege Theweleit/FAZ-Paywall fasst es so zusammen: “Den Bundesligafreunden, die einen offenen Meisterschaftskampf herbeisehnen, bleibt damit nur, sich der Hoffnung hinzugeben …” Das ist aber ein böses Vermarktungsproblem. Weiterlesen

Aufruf zu digitalem Ungehorsam

Überwachung ist ein mächtiger Zensor, der uns gehorsam werden lässt. Selbst dann, wenn sie gar nicht stattfindet. Deshalb ist jetzt die Zeit für mehr Kritik und Aufmüpfigkeit.

Was würden Sie tun, wenn in Ihrem Wohnzimmer ein kleines Fenster installiert wäre, durch das ein Mitarbeiter des Staatsschutzes Sie jederzeit beobachten könnte?

Ich würde aufhören, Brecht zu lesen und stattdessen würde ich lieber eines von Benthams Büchern nehmen. Ich würde den Fernseher abstellen, wenn in einer Doku gezeigt wird, wie Terroristen mit Hausmitteln eine Bombe bauen konnten. Ich würde keine Wikipedia-Artikel mehr über Verschwörungsmythen, Waffen oder Anschläge lesen. Und ich würde aufpassen, welche Worte ich wähle, wenn ich die Bundesregierung im Gespräch mit Freunden kritisiere (Mehrzweckeier würde ich aus meinem Wortschatz streichen – Shoutout an Langenscheidt).

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Kapitaldrache will Bundesliga fressen

Die europäische Infantino-“Opposition” sind billige Kulissenschieber – sie übertreffen den Mafia-Gianni sogar noch

“Grosse Schnauze und nix dahinter” haben wir früher auf dem Schulhof im Ruhrpott zu solchen billigen Wichten gesagt. 14 Mrd. schwer sollen die aktuellen korrupten Fifa-Deals mit den Medien dieser Welt sein. Allein 1 ganze Mrd. will sich unsere Zwergstaats-Bundesliga in die Taschen stecken (grosse Taschen!) – von einem Trump- und Epstein-Buddy. Was sonst? Weiterlesen

Kompetenz und Ansehen

Welche*r Politiker*in bringt noch beides zusammen? Warum soll der Kanzler aus dem Urlaub kommen? Wer vermisst ihn (ausser clicksüchtigen Medien)?

Es war wieder ein “Politbarometer”. Ganz vorne ein Boris aus Osnabrück mit +1,3, ganz hinten eine schweizerische Alice mit -2,5, hinter dem Kanzler mit -1,9. Nur 3 von 10 mit Pluswerten. Und der Boris nützt seiner ehemaligen Volkspartei (12%) überhaupt nichts. Es wird offenbar von der Konkurrenz mehr geliebt, als von den eigenen Leuten. Wie auch der Cem (2. Platz). Es gibt zwei Katastrophen, gegen die die alle sich nichts zu unternehmen trauen. Weiterlesen

Ein Leben jenseits vom Verbrennungsmotor?

Der erste Impuls für diesen Artikel war meine Tankrechnung. € 276,82 kostete mich der Sprit, den ich bei etwa 1.300 km Strecke verballerte, um im Juli von Bonn aus eine Freundin am Bodensee zu besuchen. Dabei hatte ich den “effizienten Diesel” genommen und nicht den Benziner. Eine Freundin aus der Nachbarschaft war auch am Bodensee mit ihrem neuen Elektroauto. Wir sind etwa gleich viele Kilometer gefahren und sie hat € 38,24 bezahlt an der Ladesäule. Weiterlesen

“Reformen” (IV)

Der geplante und in Teilen schon begonnene Umbau des Sozialstaats ist weder sozial noch gerecht.

Jana Forsten, 41 Jahre, lebt im Südwesten Brandenburgs und arbeitet bei Ikea in Berlin-Tempelhof

“Ich habe mich für eine Vier-Tage-Woche entschieden, da bei mir noch drei Stunden Fahrt pro Tag hinzukommen. Ich bin eine der wenigen, die Vollzeit bei Ikea arbeiten kann, 37 Stunden pro Woche, macht für mich 9,15 Stunden am Tag. Wer in Teilzeit bei uns arbeitet, muss oft aufstocken. Da kommen Aussagen wie Lifestyle-Teilzeit nicht gut an. Es sollte meiner Meinung nach auch ein Recht auf Vollzeit-Arbeit geben, jeder sollte so arbeiten können, wie es ins Leben passt. Dann hat man auch mehr Motivation für die Arbeit. Weiterlesen

Manches dauert länger

Sie haben es getan. Wirklich – nach nur rund zwei Jahren des Mahnens und Bittens, und erst nachdem ich die ebenfalls zunächst recht widerspenstige Bezirksverwaltungsstelle in Beuel gebeten hatte, sich bei den Stadtwerken für die Säuberung der Kunst am Bau in der U-Bahnhaltestelle Ramersdorf zu verwenden, haben die SWB reagiert und die paar hundert gelben Kacheln an der Außenwand des Bahnsteigs der Linie 62 in Fahrtrichtung Oberkassel reinigen lassen. Weiterlesen

Der Wahrheit verpflichtet

Dieser Auszug aus dem neuen Newsletter des Demokratischen Salons (den vollständigen Text lesen Sie hier) informiert Sie über die von Anfang Juli bis Mitte August 2026 veröffentlichten Texte. Wie üblich finden Sie dort weitere Leseempfehlungen und Hintergrundinformationen sowie auf einer eigenen Seite, nach Orten sortiert, Vorschläge für den Besuch von Veranstaltungen und Ausstellungen.

Vielleicht lohnt es sich, angesichts der Lage, in der wir zurzeit Politik erleben und zu gestalten versuchen, Goethes Faust wieder zu lesen, möglichst beide Teile. Weiterlesen

Floating the zone

with shit, lautete die erfolgreiche Parole der faschistischen Trump-Berater. Nach diesem Vorbild funktionieren schon länger deutsche Meinungsumfragen, und hier mit dem Schwerpunkt der Sonntagsfrage: “Was würden sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundes-/Landtagswahl wäre?” Das wird gerne falsch als “Prognose” verwertet, ist aber nur ein mehr oder weniger genaues “Stimmungsbild”. Geld verdienen die das betreibenden Marktforschungsunternehmen, die oft fälschlich “Umfrageinstitute” genannt werden, damit nur geringfügig. Es ist ihre Art PR. Weiterlesen

“Reformen” (III)

Der geplante und in Teilen schon begonnene Umbau des Sozialstaats ist weder sozial noch gerecht.

Jorun Bärisch, 59 Jahre, Medizinische Technologin in der Nuklearmedizin des Berliner Uniklinikums Charité

“Was haben wir nicht alles gemacht, um die Kürzungen im Gesundheitswesen zu verhindern! Viele Stunden saßen meine Kolleg*innen und ich im Bus zur großen Demonstration bei der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover, der leider auf der Autobahn steckenblieb. Präsent waren wir dort trotzdem: per Videoschalte auf der großen Kundgebungsleinwand – eine tolle Aktion. Weiterlesen

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