Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Digitaler Wochenrückblick 1. März 2026 – Die Loslösung!

Heute ist nicht nur der 1. März, sondern auch der erste Sonntag im Monat – und das ist: „di.day“ , wobei „di“ für „Digital Independence“ steht, es bedeutet so viel wie „digitale Unabhängigkeit“. Das wollen wir doch? Oder? Beim letzten digitalen Wochenrückblick mit dem Zusatz: Der Umstieg haben wir bereits erfolgreich eine neue Mailadresse angelegt. Die Loslösung beginnt heute!

Zuvor noch eine eindringliche Warnung, denn nach dem Willen der nordamerikanischen Regierung sind alle Aktivitäten, die darauf abzielen, die Nahrung für die Tech-Konzerne, selbst zu behalten, mit allen Mitteln zu bekämpfen. Reuters berichtete letzte Woche: Weiterlesen

Dante im Gesundheitsamt

Etwas hinterm Neumarkt liegt in Köln die Lungengasse. Das ist eine jener schmalen Altstadtgassen, die nach dem Bombenkrieg so armselig und billig wieder aufgebaut worden sind, dass selbst von Hässlichkeit zu sprechen zu kräftig scheint. Dort, ausgerechnet dort, an der Lungengasse Nr. 8, bin ich an eine Haustür geraten und vor der Tür in eine Szene, wie sie kein anderer so dramatisch zu schildern weiss wie Dante im dritten Gesang des Inferno: Weiterlesen

Donner über dem Brocken

Pistorius läßt tieffliegen

Spätestens bei der  “Zeitenwende” setzt bei den Regierenden und denen, die sie eigentlich kontrollieren sollten, möglicherweise  dauernd oder auch nur zeitweise der Verstand  aus. Anders kann ich mir so etwas wie die Unterstützung des israelischen Völkermords im Gaza nicht erklären. Auch diese irrsinige Aufrüstung gegenüber Russland ist für mich  nicht erklärbar. Faktengestützt ist da gar nichts. Es fällt mir schwer, mich mit  Leuten wie Friedich Merz  und  Boris Pistorius.   (oder wie der heißt)  sachlich zu befassen. Doch manchmal gehts nicht anders. Weiterlesen

Journalismus ist möglich

Sogar bei taz und faz – drei Perlen aus zehn Tagen – und bei der letzten die Frage, warum sich niemand aufregt

Majid Sattar war 2010-18 Korrespondent der FAZ im Berliner Parlamentsbüro, das damals noch vom konkurrenzlos fabelhaften Günter Bannas geleitet wurde. Obwohl selbst am Niederrhein geboren, kann er mit Bannas’ rheinisch temperierter Ironie nicht ganz mithalten. Das kompensiert er mit umso ausgeprägterer trockener Sachlichkeit. Und politischer Umsicht. Seit 2018 korrespondiert er nun bereits für die FAZ aus Washington, und diese Woche ist ihm ein – für dieses Blatt – sensationell gutes Werk gelungen. Weiterlesen

Gebildet

Die Agenda 2030, die 2015 von der Weltgemeinschaft verabschiedet wurde, ist ein globaler Fahrplan für nachhaltige Entwicklung, der wirtschaftlichen Fortschritt, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz verbindet. Kernstück sind die siebzehn Ziele, die bis 2030 Armut beenden, Ungleichheiten verringern und den Klimawandel bekämpfen sollen. Eines dieser Kernziele ist eine chancengerechte und hochwertige Bildung für alle Menschen. Weiterlesen

Die große Heuchelei

Deutsche Erinnerungspolitik: Die Erinnerungskultur in diesem Land wird genau durch jene zerstört, die vorgeben, sie zu verteidigen: die politische Kaste der Scheinheiligen.

Weil ich der Erinnerungskultur seit jeher eng verbunden bin, neige ich dazu, sie trotz mancher Verunstaltungen zu verteidigen. Zuletzt hat sich in mir indes ein wachsender Widerwille aufgebaut, ein Widerwille gegen die flagrante Heuchelei, die sich vor allem in der politischen Klasse ausbreitet und das Gedenken von innen her moralisch zersetzt.

Nehmen wir Julia Klöckner, immerhin mit dem zweithöchsten Rang im Staate ausgestattet. Als Präsidentin des Bundestags gab sie zum Holocaust-Gedenktag zunächst einen Erinnerungsbefehl für Migranten aus, um dann mit einer Spritztour in den Gazastreifen ihre Empathielosigkeit zur Schau zu stellen. Weiterlesen

Eigentum verpflichtet

Bundestag und Bundesregierung sollten mehr auf das Bundesverfassungsgericht hören

I.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat in seiner Festrede zum „Tag der deutschen Einheit“ am 3. Oktober 2025 in Saarbrücken die Frage gestellt: „Was wollen wir für ein Land sein?“

In seiner in vier Punkte gegliederten Antwort war viel von Freiheit, von Demokratie und Rechtsstaat die Rede. Der Sozialsaat kam nicht vor, an keiner Stelle der Rede. Weiterlesen

Wie den Krieg in Europa beenden?

– und wann?

Vier Jahre nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine ist die Aussicht auf Waffenstillstand oder Frieden in weiterer Ferne, als jemals. Trotz Scheinverhandlungen der Oligarchen und Antidemokraten Putin und Trump, bei denen zwei Atomwaffenbesitzer über das Schicksal Europas und der Ukraine entscheiden, ohne dass Europa, um dessen Interessen und Sicherheit es existenziell geht, in irgendeiner Weise am Verhandlungstisch vertreten wäre, Das ist nicht unverschuldet, zumal Europa seine diplomatischen Kanäle nach Russland in der Einschätzung, dass Putin eben ein Despot sei, der sowieso keinen Frieden wolle, noch mit den USA und einem Joe Biden im Rücken abgebrochen hat. Das mag 2024 noch eine tragfähige Einschätzung gewesen sein, aber leider erweist sich diese Position heute angesichts der offensichtlichen Kumpanei von Trump und Putin für die EU als Bumerang. Denn in Wirklichkeit geht es in der Ukraine um Europäische Interessen und Freiheiten und dass zwei Despoten mit ähnlichen Interessen gegenüber Europa über die Ukraine verhandeln, ist so absurd wie unerträglich. Weiterlesen

Kommentar zur desaströsen Heizungspolitik

Die “Grüne Quote” des neuen Heizungsgesetzes ist eine Farce. Die heutigen Eckpunkte  des Klimaschutzgesetzes für Gebäude widersprechen schon heute den Klimazielen der EU und dem Klimaschutzabkommen von Paris. Selbst die Energiewirtschaft hat in ersten Stellungnahmen dieses ideologiebehaftete Vorhaben in Zweifel gezogen. Denn die Initiatoren, vor allem die SPD, die das Gebäudemodernisierungsgesetz Robert Habecks mit beschlossen hat, ist bis zur Selbstverleugnung auf Tauchstation gegangen. Weiterlesen

E-Fuel-Strategie für die Heizung?

Die “Tinte” des letzten Artikels wäre unter analogen Umständen noch nicht “trocken” gewesen, da stellten Jens Spahn und Mathias Miersch sowie CSU-Mann Alexander Hoffmann heute Abend die Eckpunkte des neuen “Gebäudemodernisierungsgesetz” – das alte hieß übrigens genauso – vor. Wichtigster Eckpunkt: Die Quote von 65% erneuerbarer Energien bei der Gebäudeheizung wird fallen. Es gibt keine Beratungspflicht mehr und Gas- und sogar Ölheizungen werden weiter eingebaut  Man behilft sich wie bei E 5 und E 10 Superkraftstoff mit Beimischungszwang. Dem Erdgas aus schmutzigem Fracking-Flüssiggas der USA soll nun zentral gesteuert ein Anteil von Biogas zugemischt werden – lächerliche 1 Prozent. Woher der kommen soll, konnte Jens Spahn auf Frage der ARD nicht beantworten und verwies auf “vielfältige Anbieter”. So sieht echte Kompetenz aus. Weiterlesen

Diese Koalition ist ihr eigenes Problem

Die Koalition betreibt eine widersprüchliche und rückwärtsgewandte Politik. Katharina Reiche ist eine Lobbyistin der Energieindustrie. Die strategische Ausrichtung ihrer Energiepolitik wird das Land – wenn sich die vorgelegten Gesetzentwürfe so durchsetzen – nicht weiter bringen, sondern uneinholbar zurückwerfen. Ihre gerade vorgelegte Strategie, die Entschädigungen für Ökostromanbieter, deren Strom nicht angenommen wird, weil wieder einmal französischer Atomstrom das Netz verstopft, wird nicht nur den Ausbau der Erneuerbaren aufhalten, sondern auch vielen Gemeinden schaden, die in Windkraft- oder Solaranlagen investiert haben, um autarker zu werden und sich damit eigene Einnahmen für kommunale Zwecke verschafft haben. Und das ist nicht der einzige Bereich, in dem sie daran geht, die Wirtschaft zu behindern und zu schädigen. Weiterlesen

Digitalen Wochenrückblick 22. Februar 2026 – Der Umstieg!

Wer will schon digitale Souveränität, wenn er selbst was tun muss? Kein Googlemail oder outlook-Opfer will die Komfortzone verlassen, alles so schön kuschelig und vorgewärmt. Nichts fehlt, was ein Warmduscher zum Überleben braucht. Der will noch nicht mal ausprobieren, wie sich ein anderer Wasserhahn anfühlt, es könnte kalt über ihn abrieseln. Und wenn es schiefgeht, steht er im Regen. Sie wahrscheinlich auch.

Legen wir die Regenschirme weg, die sind nicht notwendig, das Wasser habe ich vorgewärmt, deshalb können wir die Maus elegant über den Bildschirm schubsen.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, mit der Zukunft fertig zu werden: Weiterlesen

Einfach weiter so?

Der möchtegern-Diktator, Donald der erste, ist vom Supreme Court, dem amerikanischen Verfassungsgericht gestoppt worden, seine selbstherrlich per Dekret erhobenen Zölle wurden aufgehoben. Die Gewaltenteilung hat funktioniert, obwohl Trump dachte, dass die drei Verfassungsrichter, die er in seiner ersten Amtszeit ernannt hat, als seine Vasallen handeln und seine rechts- und verfassungswidrigen Dekrete durchwinken würden. Seine Erklärung danach ist mehr als entlarvend: Er sei von gewissen Personen bitter enttäuscht. So spricht ein Mafia-Boss. Weiterlesen

„KI“, Kybernetik, Faschismus und wie man eingreifen kann

Während in vielen Ländern die extreme Rechte auf dem Vormarsch ist und sich der Klimawandel vollzieht, scheint eine vielversprechende Zukunft vor uns zu liegen: Laut Elon Musk, Sam Altman und einigen anderen „Tech-Bros“ besteht diese darin, den sterbenden Planeten zu verlassen und ins All zu gehen. Mit Hilfe von etwas, das sich „A(G)I“ nennt. Aber was für eine Zukunft wird uns da versprochen? Und was ist der Zusammenhang zwischen den Machtzyklen der Eigentümer von Tech-Unternehmen und Menschen, deren Weltanschauung als faschistisch bezeichnet werden kann? Da wir die Macht durch Daten in die Hände einiger weniger verlagert haben, ist es wichtig zu untersuchen, welche Ideen diese wenigen in ihren Köpfen haben. Dieser Vortrag wird die Wurzeln des heutigen Tech-Faschismus und seine Liebe zur Technologie untersuchen. Weiterlesen

Kapitel 3: Die Grammatik der Freiheit

Die Luft im Seminarraum 302a der Humboldt-Universität war von jener besonderen Zähigkeit, die nur in Gebäuden entstehen kann, in denen seit Jahrzehnten über die Welt nachgedacht wird, ohne die Fenster weit genug zu öffnen. Es war eine Mischung aus abgestandenem Filterkaffee, dem metallischen Geruch von dreißig gleichzeitig arbeitenden Laptops und der stickigen Wärme, die von der alten Gussheizung ausging. Früher hätte Clara diese Atmosphäre als bedrückend empfunden – ein Spiegelbild ihres eigenen Wartestatus, gefangen zwischen Befristungsverträgen und der ständigen Sorge, den hohen Erwartungen der Fakultät nicht zu genügen.
Doch heute war etwas anders. Weiterlesen

Blattkritik – Tagesschau

Die ARD-aktuell-Redaktion in Hamburg irrt, wenn sie meint zumutbarer werden zu müssen – sie organisiert ihren Abstieg

Die Tagesschau in der ARD gibt es seit 1952. Seitdem wurde ihr von was-mit-Medien-Fuzzys beständig nachgesagt, sie sei “zu steif”, “zu konservativ”, “zu brav” und selbstverständlich “zu langweilig” und “zu unlocker”. Gleichzeitig war und ist sie die meistgeguckte Nachrichtensendung des German Television. Allerdings: dass sie das immer noch ist, liegt auch daran, dass die anderen Nachrichtensendungen anderer Sender auch immer weniger geguckt werden. Immer mehr Menschen vermeiden all die schlechten Nachrichten. Weiterlesen

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