Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Wofür haben wir die EU?

Wundersame Bahn CXIX

mit zwei Updates nachmittags: populärster Eisenbahner Europas / unvollständige taz-Oligarchen-Recherche

Tolle Reportage von Yves Bellinghausen/Berliner Zeitung: 119 Stunden und 16 Minuten: Eine Zugreise von Istanbul nach Lissabon – 939,23 Euro inklusive Hotelübernachtungen, um das europäische Streckennetz zu testen? Man muss schon ein radikaler Eisenbahner sein, um so zu reisen.” Weiterlesen

Diskurs-Korridor

Dank an die Berliner Zeitung, die ihn jedenfalls nicht verengt. Johannes Varwick, der in Kürze bei der Tagung “Politisch liberal, radikal und für Frieden in Europa!” am 25./26.August 2022 in Berlin auftreten wird, schreibt dort: Ukraine-Krieg: Warum ich keine Angst habe, Beifall von der falschen Seite zu bekommen – Die Debatte um den Krieg in der Ukraine wird immer giftiger. Kritische Stimmen werden mundtot gemacht oder auf schwarze Listen gesetzt. Unser Autor hat es erlebt.” Weiterlesen

Relaunch

Manche denken an Toblerone. Bei mir kein Gedanke. Ich esse nur qualitativ hochwertige Schokolade. Ich dachte eher an Paramount (“Der Pate”). Stecken Sie all diese Bilder weg, die Sie auf Ihrer persönlichen Festplatte im Kopf gespeichert haben. Es ist Zeitenwende. Der neue Berg sieht jetzt so aus. Schön ist was Anderes. Das denke ich oft, wenn wieder irgendwo verrückte Designer*innen “moderne” Relaunchs machen. Weiterlesen

DB legt Beuel still

Wundersame Bahn CXVII

Wer in den letzten Jahren den Zustand des Beueler Bahnhofsgebäudes gesehen hat, konnte es schon ahnen. Die Deutsche Bahn AG hat sich strategisch schon lange aus Beuel verabschiedet. Dass dort noch ein echter Mensch – der Letzte im ganzen Bahnhof – Fahrkarten verkauft, war dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg zu danken. Der darf sich das hier aber so wenig gefallen lassen, wie die Oberbürgermeisterinnen von Bonn und Köln. Weiterlesen

Sommer ’22

In der strategischen Sackgasse? – “Politisch liberal, radikal und für Frieden in Europa!” am 25./26.August 2022 in Berlin

Die angeblich “menschenrechtliche Außenpolitik” von Bundesregierung und EU befindet sich in einer Sackgasse. Zwar gelingt es weiterhin, für die Unterstützung der Ukraine auch mit schweren Waffen die in der Bevölkerung notwendige Rückendeckung zu erreichen – dafür sorgte schon Putin selbst mit Ausfällen, wie dem Angriff auf die Hafenstadt Odessa, trotz Abkommen über den Getreideexport. Aber eine Strategie, Europa aus der Krise zu führen, ist im heißen Sommer 2022 weit und breit nicht zu erkennen. Auch die Pressekonferenz des Kanzlers hat nichts dergleichen erkennen lassen. Weiterlesen

Hitzefrei (II)

Dieses Mal ist es vorsorgend. Der Nachtschlaf hat bisher noch geklappt, das frühmorgendliche Aufwachen zum kühlen Durchlüften ebenfalls. Aber wer über 30 Grad noch arbeitet, hat ein Recht auf einen Zuschlag. Den zahlt mir keine*r. Darum: erneut hitzefrei für mich.

Autor*inn*en, die es dennoch fertigbringen zu schreiben, werde ich weiterhin einstellen. Aber für eigene Texte wird mein Hirn jetzt zu matschig. Ich melde mich unterhalb 30 Grad wieder. Weiterlesen

Genauso beschissen

mit Update 13.8.

Skandale in einem Lokalradio kommentieren? Hatte ich bisher keine Lust. Aber wie bei Waldbränden hat es sich schnell ausgeweitet zu einer Debatte über Medien im öffentlichen Besitz. Kein Wunder, die meisten Verlagsmedien in Milliardärsbesitz kacken alle ab, in unterschiedlicher Geschwindigkeit, aber kontinuierlich. Die wollen halt möglichst viel ins Nirwana mitnehmen. Die deutschen Linken und Liberalen waren bisher doof genug, die Grundsatzdebatte über öffentliche Medien zu scheuen oder gar zu ignorieren. Zur Strafe wird sie nun von Rechts aufgezogen. Weiterlesen

Mit Nazis demonstriert man nicht

Der Westend-Verlag hat ein Online-Magazin etabliert, das auf den ersten Blick auf mich so wirkt, als hätten sich dort ein paar telepolis-Vertriebene versammelt. Die Details dahinter verborgener Streitigkeiten lassen sich für mich nur vermuten, sind aber an politischer Relevanz diesen Gedankenaufwand kaum wirklich wert. Entscheidend ist, was unten rauskommt. Und da bin ich ausgerechnet bei einem der bisher von mir am meisten respektierten Autoren, Thomas Moser, gestolpert. Weiterlesen

Kapitalvernichter

Der grösste Kapitalvernichter ist der Krieg. Aber erklären Sie das mal dem Kapital. Ähnlich wie deutsche Politik für die Gefahren der Atomenergie, ist das Kapital zu doof zu verstehen, das deutsche besonders, wie das vergangene Jahrhundert bewiesen hat. Direkt nach dem Krieg als Kapitalvernichter folgen die Grosskapitalisten. Elon Musk ist so einer, der heute die Schlagzeilen beherrscht, weil er rund 7 Mrd. ins “Trockene” bringt, bevor seine Teslablase platzt. Aber ich habe hier noch einen für Sie. Weiterlesen

Nukleares Kamikaze wieder da!

Wer kennt sie nicht, die amerikanischen Filmstreifen aus dem Kalten Krieg? “Duck and Cover” – was haben wir in der Friedensbewegung gelacht über diese absurden, die Gefahren des Atomkriegs verharmlosenden Streifen. Ich erinnere noch das “ABC-Handbuch” meines Bruders, der 1962 – anders als ich 1974 – nicht verweigerte, sondern bei der Bundeswehr Grundwehrdienst ableistete. Ein Feldrain, eine Mauer und noch besser eine Abdeckung aus Wellblech wurden da ernsthaft als Lebensrettend gegen den Atomblitz dargestellt. Die Kubakrise war allgegenwärtig, seitdem bevorrateten meine Eltern Konserven für 14 Tage – bis zu ihrem Lebensende. Weiterlesen

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