Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bonn (Seite 1 von 33)

Verdreifachung der Reisezeit

Wundersame Bahn CLXX – Zwischen Duisburg und Düsseldorf

Dass die Bahn bauarbeitet, auch und gerade am Wochenende, ist gut und bemerkenswert. Mein Vater gestern beim Anblick von Gleisarbeiten an der Essener Stadtbahn: “Guck’ mal, eine Baustelle, an der gearbeitet wird.” Der gute Mann ist 91. Und selbst ich muss mich immer wieder fragen, welche segensreichen Folgen solcher Bauarbeiten ich überhaupt noch erleben werde. Wir in Bonn haben jeden Glauben an die S13 schon fahren lassen … Weiterlesen

Beinahecrash im Combahnviertel

Gestern war ich – als unbeteiligter Fussgänger – live dabei: bei einem Beinahecrash von Fahrrädern an der Kreuzung Prof.-Neu-Allee/Kaiser-Konrad-Str./Rheindeich. Kürzlich war ich schon mal als Radfahrer beteiligt, als aus allen vier Richtungen gleichzeitig Fahrräder kamen, und ich der Einzige war, der eine Fahrtrichtungsänderung anzeigte. Gestern kam, vom Rheindeich aus gesehen, von rechts ein – also vorfahrtsberechtigtes – Auto, das aber nicht zu sehen war, von links ein Fahrrad mit Anhänger, und vom Deich zwei Fahrräder, die ungebremst geradeaus auf die Kreuzung fuhren. Weiterlesen

Besondere Ehrung für ADFC

Vor einigen Tagen lag die Flugschrift einer Oppositionsgruppe aus dem Bonner Stadtrat bei mir im Briefkasten, deren Namen ich schon wieder vergessen habe. Aber so viel Fairness muss sein: weniger rechts als die CDU ist sie nicht (rücksichtslose Obdachlose, gequälte Autofahrer etc.). Das Ding mutet optisch an, wie die Schülerzeitungen, die ich in den 70er Jahren gemacht habe. Ist aber inhaltlich viel origineller. Weiterlesen

Häuser besetzen

Früher war nicht alles schlechter. Zum Beispiel wurden auffällig leerstehende Häuser besetzt. Sogar in Bonn. Ich erinnere mich an zwei konkrete Fälle: in der Münsterstrasse (City) und in der Kirschallee (Südstadt). Erstere initiierte die damalige Student*inn*engruppe “Lust”, mit der mein Liberaler Hochschulverband zeitweilig eine Listenverbindung zur Studierendenparlamentswahl einging. Ihr Wortführer, mit dem ich sehr gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten konnte, war Martin Schmidt-Roßleben. Wenig später wurde er ein führender Mitgründer der Beueler Brotfabrik, siedelte später nach Potsdam über, wo er u.a. das hier machte. 2016 ist er leider zu früh verstorben. Weiterlesen

SWB-Chef – 373.000 Euro im Jahr

Die Bonner Stadtwerke – und nicht nur die – haben finanzielle Probleme. Bedingt durch die Ausfälle in Folge des 49-Euro-Tickets. Die Fahrpreise sollen um 10 Prozent erhöht werden. Gleichzeitig erhält der Chef der Stadtwerke Olaf Hermes 400.000 Euro im Jahr, macht 33.333,33 im Monat. Marco Westphal, Arbeitsdirektor und Geschäftsführer der Stadtwerke-Holding erhält 294.000 im Jahr, davon 49.000 als erfolgsabhängige Tantieme. Anja Wenmarkers Geschäftsführerin der Stadtwerke Bonn Verkehrs GmbH, bekommt 265.529 Euro im Jahr. Weiterlesen

Lob der Stadtverwaltung

Nachtschicht beim Emails-beantworten zum Verkehrschaos auf Gehwegen

Neulich an der Kreuzung Rheindeich/Kaiser-Konrad-Str./Prof.-Neu-Allee: aus jeder Richtung ein Fahrrad. Ich das Einzige, das eine Abbiegeabsicht nach links vom Rheindeich in die Kaiser-Konrad-Str. anzeigt (= ausgestreckter Arm). Eine*r biegt rechts ab, eine*r biegt links ab, nur eine*r fährt geradeaus. Ich überquere die Kreuzung als Letzter. Das ärgert mich nicht. Was mich ärgert ist, wenn eine*r seine Abbiegeabsicht nicht anzeigt. Radfahrer*innen regen sich zurecht auf, wenn Autos das nicht oder zu spät tun (in der Kurve statt vorher). Weiterlesen

Parken in Beuel

Oft genug habe ich bekannt, und bekenne erneut: in erster Linie bin ich Fussgänger, in zweiter Linie Radfahrer. Seit 1977 bin ich Beueler. Seit 1978 habe ich mein Auto abgeschafft. Seit 1999 lebe ich in einem Haushalt ohne Auto. Und ich kann versichern: das war eine gute Zeit. Sie soll für den Rest dieses Lebens noch besser werden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, den mit stehendem Blech verunstalteten Stadtteil aufzuwerten. Da bin ich für. Weiterlesen

Beueler Parkplätze

Gehts ihnen endlich ans Blech?

mit Update 9.8.

Schön wärs. Jedenfalls sieht jede vollgeparkte Strasse sch….e aus. Und davon haben wir in Beuel viele, fast alle. Nun lädt die Stadtverwaltung zu einer Veranstaltung ein, Mittwoch 16.8., 18 h: Bürgerbeteiligung zum Parkraumkonzept Beuel-Mitte – Die Bundesstadt Bonn lädt zu einer Bürger*innenbeteiligung in Form eines gemeinsamen Workshops zum Parkraumkonzept für den Bereich Beuel-Mitte ein.” Weiterlesen

Beschleunigung

Was geht schneller: Beethovenhalle sanieren oder Linie 66 beschleunigen? – Wundersame Bahn CLXII

In der Politbranche, der ich selbst in meinem Berufsleben angehörte, hiess eine Weisheit, “Grausamkeiten” immer am Beginn einer Wahlperiode zu begehen, auf dass sie zum Wahltermin nicht mehr in Erinnerung seien. Ich wäre allerdings auch dafür gewesen, die einfachen Dinge, die jede*r im Alltag schnell bemerkt, und deren symbolischer Wert darum nicht zu unterschätzen ist, sofort anzupacken. In der Kommunalpolitik ist nun Halbzeit. Weiterlesen

Anlieger frei auf der Adenauerallee

Soso, die SPD in Bonn hat also weiteren Beratungsbedarf und hat zur Einschränkung der Autospuren auf der Adenauerallee viele Fragen an die Stadtverwaltung gerichtet. Das ist ja auch eine schwierige Entscheidung, wenn es darum geht, den innerstädtischen Autoverkehr zu reduzieren. Der Zusammenhang zwischen Benzinverbrennern und Klimawandel hat sich aber möglicherweise bis zur SPD-Ratsfraktion rumgesprochen. Nehme ich an. Wenn das so sein sollte, wäre es doch nützlich einmal darüber nachzudenken, wie man die Menschen, die unsinnigerweise täglich schön hintereinander von Bad Godesberg oder Remagen oder von Siegburg nach Bonn fahren und abends das gleiche wieder zurück, in die parallel und oft halb leer verkehrenden Stadtbahnen bekommt. Weiterlesen

„Das waren 56 Jahre Diktatur“

Welche Spuren hat die DDR bei denen hinterlassen, die nach der Wende in Ostdeutschland aufgewachsen sind? Das fragt Anne Rabe in ihrem neuen Roman. (Interview: Lena Fiedler / Fluter.de)

Als die Mauer fällt, ist Stine, die Protagonistin in Anne Rabes Roman „Die Möglichkeit von Glück“, drei Jahre alt. Die Spuren, die die DDR in ihrer Familie hinterlassen hat, überschatten ihre Kindheit und Jugend. Als Stine älter wird, will sie das Schweigen in der Familie brechen: Woher kommt all die Gewalt, die ihr Leben und das ihrer Freund*innen dominiert? Weiterlesen

Ich wars nicht

“Service unavailable” beim General-Anzeiger

Nicht, dass es ich es am Wochenende furchtbar vermisst habe. Aber der Bonner General-Anzeiger war für Otto Internetnormalnutzer noch weniger nutzbar, als sonst mit der Paywall seiner Konzernmutter “Rheinische Post”. Ich selbst gehöre derzeit eher zu den Nachrichtenmüden, von denen in einer Studie des Reuters Institute die Rede ist, und über die Sebastian Köhler/telepolis berichtet: Wollen wir vom Krieg in der Ukraine nichts mehr wissen? – Oxford-Reuters-Studie sieht Vertrauen in Leitmedien auf Rekordtief. Mediennutzer sollen nachrichtenmüde sein. Das gilt allerdings nicht für alle Informationsangebote.” Weiterlesen

Stadtrundfahrt im Dunkeln

Ehrenfeld ist immer eine Reise wert – Wundersame Bahn CLIV

Jetzt im gefühlten Sommer – was gibt es Schöneres, als mit klugen, netten, attraktiven Menschen laue Abende mit bester kulinarischer Begleitung im immer “brodelnden” Kölner Stadtteil Ehrenfeld zuzubringen? Um Mitternacht ist der Bahnsteigbetrieb im Bahnhof Ehrenfeld lebhafter als zu tageshellen Arbeitszeiten. Wenn dann die Regionalbahn aus Mönchengladbach vor der Zeit eintrifft – dann kann wieder irgendwas nicht stimmen. Weiterlesen

Betonklötze

Es war einmal eine Altstadt – Bad Godesberg

„Nicht die Bomber der Royal Air Force haben Bad Godesberg zerstört wie so viele andere Orte, nicht die heftigen Kämpfe um das Rheinland im Frühjahr 1945, vor denen es wundersam verschont blieb. Es waren die Stadtplaner. Jahrzehnt um Jahrzehnt, seit 1960, haben sie ihre Innenstadt verhunzt im Namen des Fortschritts und der Moderne. Wer heute durch die City wandert, gewinnt den Eindruck, diese sei eine Art Strafkolonie für die unbegabtesten Architekten der Nachkriegszeit gewesen.“ So stand es 2015 in der Süddeutschen Zeitung aus der Feder von Joachim Käppner. Weiterlesen

Einmal Aachen – Bonn

Kann länger dauern – Wundersame Bahn CLI

Ich war gestern in Aachen. Auf der Hinfahrt hielten sich die Verspätungen bei der Bahn im üblichen Rahmen. Ich rechne je Entfernung und abhängig von der Zahl der notwendigen Umstiege mit ein bis zwei Stunden zusätzlich, jedenfalls wenn ich am Zielort einen Termin einhalten möchte. Aber die Rückfahrt. Pünktlich um 21.00 h war mein Modell-Termin beendet. Doch von der Hochschule zum Bahnhof, das kann in Aachen abends bisschen dauern. Am Bahnhof bin ich um kurz vor 22 Uhr. Wahrscheinlich wäre ich zu Fuß schneller gewesen – aber nach drei Stunden Modell stehen bin ich zu müd, fahre also mit dem Bus. Weiterlesen

Vernunft geht von Bonn aus

Das Mediengewese um die Friedensbewegung

Ostern ist nachrichtenarm. Darum schaffen es die Ostermärsche der Friedensbewegung immer in die Nachrichten. Die Redaktionen sind wegen der Feiertage leergefegt. Die Agenturen übernehmen. Und die Feiertagsdienste in den öffentlichen Medien, Radio und TV. Zeit zum Recherchieren haben die nicht. Sie brauchen eine Verantwortungsadresse, der sie glauben. Der clevere Willi van Ooyen installierte jedes Jahr zu Ostern im Keller des IG-Metall-Hauses in Frankfurt/Main eine Telefonzentrale, in der alle lokalen Ostermarsch-Meldungen zusammenliefen, redigiert und an die deutschen Medien weiterverteilt wurden. Drei Jahre (1987-89) war ich dabei. Weiterlesen

Alternative Wahrheiten

Beim Bonner Datenschutz

Martin Böttger, der Herausgeber dieses Online-Mediums, hat neulich die kühne Behauptung aufgestellt, ich würde mit meinen Anfragen an alle möglichen Ämter und Mandatsinhaber “eine recht bescheidene Beliebtheit generieren”. Martin Böttger ist ja unbestreitbar ein kluger Analytiker. Das könnte stimmen. Nehmen wir zum Beispiel den Bonner Datenschutzbeauftragten, laut seinem Briefbogen ein Mann namens “Herr Schell”. Mit dem verbindet mich ein inzwischen einige Monate andauernder Email-Austausch. Ergänzt mit – seitens des Datenschützers richtigen Briefen. Doch so eine richtige Freundschaft scheint daraus nicht zu erwachsen. Vielleicht habe ich auch ihn – mit meinen Fragen ganz leicht, also nur so ein bisschen genervt. Weiterlesen

Gefahrenabwehr

Beinahecrash am Adenauerplatz – täglich / Wundersame Bahn CXLV

Schülerverkehr, Umsteigesituation. Die 66 kommt über die Kennedybrücke und fährt in die Haltestelle Richtung Siegburg ein. Die Türen für Umsteiger*innen liegen hinten, bei der doppelspännigen langen Bahn am anderen Ende als der*die Pilot*in. Sie*er muss versuchen, das Geschehen über Spiegel (und Kameras?) zu erfassen, gleichzeitig Gefahren und Hindernisse in Fahrtrichtung wahrnehmen. Hilfspersonal gibt es nicht. Die Türen schliessen automatisch. Wenn alle Türen geschlossen sind, und es die Ampelschaltung erlaubt, ist das für die*den Pilotin (Männer mitgemeint) das Abfahrtssignal. Weiterlesen

Holzbänke sind besser

Wundersame Bahn CXLII

Ich gehöre zu den Menschen, die – wenn ihnen an einer Haltestelle etwas auffällt, die Stadtwerke informieren. Hier mal freiliegende Kabel, weil irgendwelche, in ihrem Alltag nicht ausgelasteten oder zutiefst – von was und wem auch immer – frustrierte Jugendliche, wieder einmal die Informationstasten zertreten haben, die sich in der Sitzhöhe von Rollstuhlfahrern an den Haltestellen befinden. Meine Erfahrungen mit den Menschen im Beschwerdemanagement sind einfach nur super. Stets hilfsbereit sowie Kunden – und Lösungsorientiert. Weiterlesen

Design statt Zweckmäßigkeit

Neue Haltestellen bei der SWB – Wundersame Bahn CXLII

Stahl und Glas, kombiniert mit kaum nutzbaren Bänken aus Gusseisen. Kalt und abweisend, dafür aber formschön, das sind die neuen Haltestellen der SWB. Wo früher solide gemauerte Wartehäuschen standen, die vor Wind und Wetter schützen und deren Bänke mit Sitzen aus solidem Holz bestückt waren, stehen heute diese Dinger, die vor nichts schützen, mit Bänken auf denen man die meiste Zeit im Jahr nicht sitzen kann. Auf Holz kann man selbst bei Minustemperaturen sitzen und es heizt sich längst nicht so auf wie Eisen. Doch Holzbänke sind bald überall in Bonn nur noch Geschichte. Darüber, dass man in diesen Wartebereichen Wind und Wetter – und vor allem Regen ausgesetzt ist, hat meine Kollegin Annette Hauschild hier erst kürzlich berichtet. Weiterlesen

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