Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Schalke 04 (Seite 1 von 5)

Schalke fördert Borussia

Als Fan von Borussia Mönchengladbach muss ich leidensfähig sein. Wie jeder Fussballfan. Die, die nie leiden, sind keine Fans, sondern Opportunisten. Wir Borussen-Fans haben die letzten Spielzeiten besonders gelitten. Trainer Rose, Hütter, Farke – oder war es umgekehrt? – da war keine gute Zeit dabei. Der Letzte, mit dem sich gute Erinnerungen verbinden, war Lucien Favre. Und der hat von sich aus gekündigt.

Gute Erinnerungen habe ich dagegen an meinen Heimatverein FC Schalke 04, Extradienst-Gastautor Ludger Volmer ist dort sogar Mitglied. Weiterlesen

Emotionale Macht

Der Meister feuert seine Führungskräfte. Der Verlierer wird von einer 25.000-Menschen-Tribüne, der grössten Europas, so deftig gefeiert und geknutscht, dass die geknutschten Millionäre allesamt in Tränen ausbrechen. In Bochum feierten sie ihre Unabsteigbaren mit einem Platzsturm – dort wurde nicht nur metaphorisch, sondern ganz echt geknutscht und getatscht. Eine fünfstellige Zahl Schalke-Fans feierte im feindlichen Leipzig ihre Absteiger. Und auch in den vollen Stadien von Köln und Mönchengladbach (je über 50.000), deren Teams eine Saison absolviert haben, die nur als Gurke zu bezeichnen ist, übernahmen die Fans die Regie und feierten sich selbst. Weiterlesen

Willi Lippens – Pelé 2:1

1966 war die erste TV-WM in England. Von den WMs zuvor gab es nur Erzählungen, Legenden. Sie sprachen sich auf allen Schulhöfen herum. Jeder (Mädchen nicht mitgemeint, die durften nur zugucken) wollte Pelé sein. Aber niemand schaffte es. Lag es daran, dass er ein Schwarzer war? Die biologistisch-rassistischen Theorien der Nazis waren auch über 20 Jahre danach noch “Volkswissen”. Ich freute mich, ihn endlich mal in unserem erworbenen Schwarz-Weiss-Fernseher sehen zu können. Daraus wurde nichts. Weiterlesen

Frieden durch Geschäft

mit Update nachmittags: Werte-Umleitung

Die Mörder des Fussballs sind überall – sie kreisen sogar über der U17 der Mädchen

Ist er jemals totzukriegen? Eher kollabiert menschliches Leben auf der Erde insgesamt, als dass der Fussball stirbt. Doch Zweifel müssen erlaubt sein. Wie viele Tode ist der FC Schalke 04 gestorben? 1965 war ich sicher, dass es mit ihnen zuende ist. Klarer Absteiger – doch irgendjemand findet immer eine Lösung. Seitdem waren sie mindestens ein halbes Dutzend weitere Male pleite (mitsamt ihrer Stadt Gelsenkirchen). Die windigsten Gestalten von Eichberg bis Tönnies versuchten sich seiner zu bemächtigen. Und er ist immer noch da – und Christian Streich, Guru aller, die den Fussball noch lieben, sorgt sich.

Nun droht die Nominierung der Fifa zum Friedensnobelpreis. Weiterlesen

Meine Gorbi-Erinnerung

Abtritt ohne Krieg – das schafft nicht jeder

mit Update am späten Abend

Als Michail Sergejewitsch Gorbatschow Boss der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wurde, arbeitete ich noch im Koordinierungsbüro der Friedensbewegung in Graurheindorf, und war im Begriff Bundesgeschäftsführer der Jungdemokraten zu werden. Mir sagte sein Name erstmal nichts. Es konnte nur besser werden. Sein Vorgänger Konstantin Ustinowitsch Tschernenko hatte wie Blei auf seinem Land und der internationalen Politik gelegen. Dessen Vorgänger Juri Wladimirowitsch Andropow schien zuvor zu früh gestorben. Weiterlesen

Binäres und Bigotterie

Heute musste ich aus dem Kriegs-Sonderprogramm des DLF fliehen und wählte “WDR Cosmo” als Exil – das Programm für die wenigen Weltbürger*innen NRWs. Dort machte frau sich Gedanken, ob frau “jetzt noch” Karneval feiern “dürfe”. Die jungen Leute und der Schulunterricht – das war schon immer eine problematische Geschichte. In den Lehrplänen existiert der Jemenkrieg mutmasslich nicht. Der gegenwärtige, nur einer von vielen in diesem ärmsten Land der Welt, dauert seit 2015 an. Weiterlesen

Feiglinge

In Forschungseinrichtungen, Pharmakonzernen, Regierungsbürokratien, Nachrichtenagenturen und Medienhäusern der christlich dominierten, reichen kapitalistischen Ländern weicht in dieser Woche der Arbeitsstress dem Feiertagsstress. Es werden keine neuen Erkenntnisse produziert, weder von der Forschung noch von Politik und Medien. Sondern die alten wiedergekäut, wahrscheinlich bis Neujahr. Omikron dient als Projektionsfläche. Niemand weiss irgendwas Verbindliches. Darum lässt sich alles vermuten. Dabei werden offensichtliche Unstimmigkeiten produziert. Egal. Erstmal Weihnachten. Weiterlesen

Theweleit-Unsinn

mit Update 29.10.
Einige Hinweise für ernsthaftes Interesse am VfL 1900 Borussia Mönchengladbach
Bis heute habe ich den in NRW arbeitenden Sportjournalisten Daniel Theweleit für einen kompetenten (und gut schreibenden) Fussballjournalisten gehalten. Als Gladbach-Fan bin ich es ausserdem gewöhnt, bevorzuge es sogar gegenüber kompetentem Interesse, wenn was-mit-Medien-Leute das Sportmodell Borussia Mönchengladbach nicht verstehen und ignorant verharren. Denn das ist Teil des Sportmodells. Ein Medieninteresse wie in Barcelona, München, Hamburg, Frankfurt oder Berlin würde die Preise verderben und die Entwicklung von Teamgeist erschweren.. Wenn die Konkurrenz doof bleibt, ist sie besser auszuspielen (wie gestern). Dazu leistet Herr Theweleit heute seinen “solidarischen” Beitrag in der FAZ. Weiterlesen

Schalke / “Asien” / Gates

Vor drei Jahren habe ich mich gemässigt aufgeregt über eine in meinen Augen blasierte Gelsenkirchen-Story in der nahe der polnischen Grenze ansässigen taz. Die Blauen mussten erst absteigen, damit die Redaktion das angerichtete Malheur endlich reparieren liess. Andreas Wyputta machte es selbst, und kann es auch. Danke vielmals.
Wenn ich mir für die nächste Saison was wünschen darf, dann, dass mein Verein Borussia Mönchengladbach den gleichen Weg in die zweite Liga geht. Weiterlesen

Verkaufsstrategie

Ist Berlusconi für die Grünen? / Wird die DFL unverkaufbar?
RTL hat kürzlich auf die PR-Pauke gehauen, weil sie angeblich der ARD das Projekt “Klima vor 8” weggeschnappt hatten. Jetzt macht Pro7Sat1 Lärm damit, dass sie die erste Kanzlerkandidatin der Grünen exklusiv interviewen würden. Beide haben es nötig. Bertelsmanns RTL hat 2021 einen TV-Marktanteil von 7,6% (in den 90ern war das mal knapp das Dreifache), und Pro7, das das Interview senden will, hat einen Marktanteil von 3,9%. Es stellen sich also viele Fragen, wer von den Beteiligten wie wenig nachgedacht hat. Weiterlesen

100 und 80

Im Fussball war das meiste früher besser: Alfred Preissler & Horst Trimhold
Diese Woche ertappte ich mich dabei, dass die Champions League und die Europa League ihr Viertelfinale spielten. Und ich habe nicht nur nichts gesehen; es interessierte mich auch nicht. Der einst profitträchtige Verkauf ans Pay-TV rächt sich jetzt angesichts verschlossener Fussballkneipen grausam: die teuersten Fussball-“Events” verschwinden in einem grossen dunklen Aufmerksamkeitsloch und werden der Vergessenheit übergeben. Hier soll es um welche gehen, die nicht vergessen sind. Weiterlesen

Stürzende Männer

mit Update nachmittags
Reichelt, Tönnies, Stegemann, Rose
Viele was-mit-Medien-Leute grübeln, was beim sich-das-Maul-zerreissen über den Springer-Milizionär Julian Reichelt (Video 8 min) nun gerecht und ungerecht, sachlich und unsachlich sei. Wer diese Debatte in den Krieg der Geschlechter einordnet, kann gerne und noch lange weitergrübeln. Ich biete eine einfachere Erklärung. Jetzt ist März. Die ivw-Staistik über verkaufte Auflagen im 1. Quartal kann noch etwas dauern. Vielleicht ungefähr so lange, wie die gegenwärtig laufende Springer-interne Compliance-Untersuchung über Reichelt. Weiterlesen

Die sich treiben lassen

Ambros Waibel/taz, eingedeutschter Italiener, wundert sich, wohin das weltberühmte deutsche Organisationstalent verschwunden ist. Viele Bundesbürger*innen wundern sich mit. Hätten Sie den Beueler Extradienst gelesen, wäre ihnen zumindest das Wundern erspart geblieben. Italiener wie Deutsche verstehen sich gleichermassen auf unappetitliche Verknüpfungen von Fussballentertainment und Politik. Darum will ich die Sache hier noch mal am Beispiel der Kolumne des hochgeschätzten Kollegen Martin Krauss/taz kurz erläutern.
Zunächst: alles, was Krauss schreibt ist richtig. Es bedarf jedoch zweier Ergänzungen. Weiterlesen

Einsamkeits-Pandemie

Zu den Kollateralschäden der Corona-Pandemie gehört die beschleunigte Ausbreitung von Einsamkeit, verbunden mit einer Unterbrechung des Erlernens von sozialem Verhalten. Das erklärte heute morgen, als Sie wahrscheinlich noch geschlummert und geträumt haben, Dr. Susanne Bücker von der Ruhruni Bochum im DLF. Das Interview (Audio 13 min) ist nicht nur hörenswert, weil das Thema mehr öffentliche Aufmerksamkeit verdient.
Das Besondere ist seine inhaltliche und rhetorische Stringenz. Weiterlesen

“Fettnäpfchen-Triple” in der Blase

FR und FAZ überholen taz links
Die SZ berichtet heute, dass das Coronavirus gekommen sein könnte, um zu bleiben. Was für eine Überraschung. Also, ich meine damit, dass die SZ das jetzt schon publiziert. Haben Sie irgendwas mitbekommen, dass die Politik dem Rechnung trägt? Irgendwelche öffentlichen Signale, oder gar praktische Konsequenzen? Für entsprechende Hinweise wäre ich dankbar. In meiner Wahrnehmung herrscht seit einem Jahr vor: noch 2, 3 Wochen, dann haben wirs “hinter uns”. Geglaubt habe ich das nie. Weiterlesen

Wie wird mann*frau ….

… EU-Kommissions-Chefin?
Die ehemalige “Zensursula” und “Flinten-Uschi” hat innerhalb kürzester Zeit mit ihren deutschen Berliner Sitten und Gebräuchen den Rest von Europa, also alle ausser Deutschland, gegen sich aufgebracht. Der Brüssel-Korrespondent der taz Eric Bonse berichtet darüber (+ Kommentar). Aber wer sonst? “Das Grundgesetz in die Gesellschaft hineintragen” (70er Jahre Jungdemokraten) würde bedeuten, Pressefreiheit nicht nur zu haben, sondern auch zu nutzen.
… Demonstrant*inn*en-Jäger? Weiterlesen

Kleine Freuden

mit Update nachmittags
Der erste “Lockdown” war irgendwie netter. Das Wetter war (viel) schöner, mann und frau konnten mehr rausgehen, es gab mehr menschlichen Kontakt. Und die Infektions- und Todeszahlen waren niedriger. 7-Tage-Inzidenz in Bonn steht heute auf 162,7, die Infektionsfälle stiegen von 47 auf 74 (von Montag zu Montag). Was bleibt an kleinen Freuden?
Die Mahlzeiten. Weiterlesen

Wankende Riesen

Das dicke Ende kommt noch. Die Wirtschaftskrise, die auf die Coronakrise folgt, wird gewaltig sein. Erste Zeichen sind schon zu erkennen, während das Virus noch gar nicht weg ist. Die kleinen Zusammenbrüche sind überall sichtbar, aber werden von der breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommen, weil sie – aus volkserzieherischen Motiven? – (noch) nicht breitgetreten werden. Das Eiern der Ministerpräsident*inn*enkonferenz mit der Bundeskanzlerin, und die hier und hier spürbare Erregung des rechtschaffen-ehrlichen Bodo Ramelow (Die Linke), verraten, dass die schon eine innere Ahnung von dem haben, was kommen wird, aber sich nicht trauen, und noch keine Idee davon haben, wie sie darüber sprechen sollen. Weiterlesen

Trend zur zweiten Liga

Fußball zeigt: Virus geht nicht vorbei
Diese Saison ist von einem rätselhaften Virus infiziert. Auf nichts ist mehr Verlass. Sogar der Fußballkonzern aus dem süddeutschen Raum benötigt wieder, wie gestern in der 93. Spielminute, Elfmetergeschenke. Zuviele Arbeitsplätze und Investitionen wären sonst bedroht. Diese alltägliche Selbstverständlichkeit täuscht nicht darüber hinweg: immer weniger funktioniert, immer mehr geht in die Hose. Weiterlesen

Abstiegskampf

Von Günter Bannas
Die Bundesliga-Saison beginnt am kommenden Wochenende vor weitestgehend leeren Tribünen, was ein Zeichen ist: Die Beziehungen zwischen Politik und Sport, wer wen hofiert, wer um wessen Gunst buhlt, haben sich in ihr Gegenteil verkehrt. Selbst das schöne Abschneiden des deutschen Fußballs in Europa hat daran nichts geändert. Bis zum März, in den Vor-Corona-Zeiten, war der Sport in der Position der Stärke. Weiterlesen

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