Fußball zeigt: Virus geht nicht vorbei
Diese Saison ist von einem rätselhaften Virus infiziert. Auf nichts ist mehr Verlass. Sogar der Fußballkonzern aus dem süddeutschen Raum benötigt wieder, wie gestern in der 93. Spielminute, Elfmetergeschenke. Zuviele Arbeitsplätze und Investitionen wären sonst bedroht. Diese alltägliche Selbstverständlichkeit täuscht nicht darüber hinweg: immer weniger funktioniert, immer mehr geht in die Hose.
Da sind zunächst als erste Vorboten ausfallende Spiele, nicht wegen Regen, sondern wegen Virus. HSV-Aue, und in Italien das Spitzenspiel Napoli-Juve. Das ist erst der Anfang. Superspreader werden die Champions und die Europa League der Uefa, die, weil es um zuviel TV-Geld geht, trumpartig durchgezogen werden sollen.
Derweil produzieren einstige Spitzenteams sportliche Katastrophen: nach dem 2:8 von Barca in der CL, das seitdem mit der nachfolgenden Messi-Krise nicht mehr auf die Beine kommt, folgten in der Vorwoche Niederlagen des süddeutschen Konzerns und des BVB, ein 2:5 von Guardiolas ManCity, und am jüngsten Wochenende ein 1:6 von ManU und ein 2:7 von Liverpool. So wie diese Fußballkonzerne wird dort auch das Land regiert (Audio 5 min). Im Hintergrund Virusinfektionen, die entweder gemanagt oder vertuscht werden müssen, Totalüberwachung von Spielern und Staff, bei denen selbstverständlich ständig Fehler passieren. Wer soll dabei noch anständig und unverkrampft einen guten Fußball spielen?
Die Ersten und Einzigen, die von Anfang an Recht behalten haben, waren und sind die radikalsten Ultra-Fans. Auf sie wollte keine*r hören.
Konsequenz: New York City, Madrid, Paris gehen in den nächsten Lockdown. Der Regierungsapparat den USA bricht zusammen. Die CDU würfelt auf dem Weg in die zweite Politik-Liga ihren Vorsitz und Kanzlerkandidatur digital aus.
Und auch im Fußball geht der Trend zur Zweiten Liga. Dort sind die Stadien so mässig gefüllt, dass Abstandsgebote eingehalten werden können, und das sportliche Geschehen ist spannender als ganz oben, wo sich Investitionen rentieren müssen. S04 und FC Köln setzen sich an die Spitze derer, die dorthin wollen – wenn sie nicht wg. Insolvenz gleich ins Amateurlager durchstarten. Insolvenz – ich verrate Ihnen was – wird der heisse Scheiss der nächsten Monate.
Nein, wie Donald Trump wieder alle Trends setzt, das ist kein schöner Anblick.