Zu den Kollateralschäden der Corona-Pandemie gehört die beschleunigte Ausbreitung von Einsamkeit, verbunden mit einer Unterbrechung des Erlernens von sozialem Verhalten. Das erklärte heute morgen, als Sie wahrscheinlich noch geschlummert und geträumt haben, Dr. Susanne Bücker von der Ruhruni Bochum im DLF. Das Interview (Audio 13 min) ist nicht nur hörenswert, weil das Thema mehr öffentliche Aufmerksamkeit verdient.
Das Besondere ist seine inhaltliche und rhetorische Stringenz. Da kann die Mehrheit der gewöhnlich an diesem Sendeplatz befragten Politiker*innen noch was lernen. Aufnahme ins Rhetorik-Curriculum ist unbedingt zu empfehlen. Das morgens um 6.50 h zu hören, wenn ich noch gar nicht sprechen kann, ist besonders schockierend. Meinem früheren Chef und Mitautor Roland habe ich immer empfohlen, es am Vorabend aufzeichnen zu lassen.
Ein Licht gegen die Einsamkeit von Schalke zündet ein Franzose namens Kruschinski an. Er arbeitet an der Wiederbelebung eines beinahetoten Gelsenkirchener Stadtteils, und hat heute, am Tag eines Gespenster-“Derbys”, 0 Fieber – wie alle, die ich dazu befragt habe.