Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Katzen & Sex

Sex wird allgemein ĂŒberbewertet. Das bestĂ€tigt eine neue Studie, ĂŒber die Werner Bartens in der SZ berichtet. Die Deutschen tun “es” weniger als einmal die Woche. Die MĂ€nner gehen angeblich doppelt so oft fremd wie die Frauen; dann mĂŒssen sie wohl in der HĂ€lfte der FĂ€lle in den Puff gehen. 8% der Frauen machen es lesbisch, aber nur 5% der MĂ€nner schwul – beim gesellschaftlichen Radau, den sie machen, ist es – gefĂŒhlt – eher umgekehrt.

Zu Katzen gibt es heute nichts Neues. Sie essen genauso gerne Fisch wie ich. Heute kam am Tisch die Frage auf, ob wir damit unsere Wahlplakate auf den Teller bekommen. Die sind ja nicht mehr aus gekleistertem Papier, sondern aus wetterfestem Kunststoff. Und wir wissen ja, das Zeug schwimmt am Ende alles im Ozean, die Fische verderben sich daran ihre Verdauung und dann kommen sie auf unseren Teller. Aber nein, das mag zwar alles stimmen, aber mit den formschönen Plakaten, die uns das stĂ€dtische Leben Ă€sthetisch versĂŒssen, ist es ganz anders.

Dann hier noch die unwichtigen Themen:
Ambros Waibel, kalabrischer N’Drangheta-Kenner bei der taz, hat herausgefunden, warum Trump unser Wohlbefinden steigert.
Ulrich Horn analysiert, dass Niedersachsens MP-Weil dem Kanzlerkandidaten wie ein Stein um den Hals hĂ€ngt, dabei wĂ€re es auch ohne schlimm genug. Der VW-Konzern ist lĂ€ngst moralisch zu einem “Fass ohne Boden” fĂŒr die Sozialdemokratie und die IG Metall geworden. Die meisten erinnern sich noch gut an die “Lustreisen” nach Brasilien. Aufsichts- und BetriebsrĂ€te hĂ€tten dort einiges gehabt, um das sie sich hĂ€tten kĂŒmmern können.
Im Attac-Blog ĂŒbt ein Gastautor Kritik am Online-Polit-Unternehmen Campact. Ich habe schon viel darĂŒber Raunen gehört, u.a. dass bestimmte Energiebranchen die Plattform als Spender*in instrumentalisieren gegen konkurrierende Erzeuger*innen; hier wird nun mal eine öffentliche nachvollziehbare strategische Kritik artikuliert. Offen bleibt die selbstkritische Frage, die attac sich stellen mĂŒsste: es war einst als globalisierungskritische Bewegung genauso “in” wie heute Campact, ist aber dann unter Wahrnehmbarkeitsschwellen versunken. Warum? Wie konnte das passieren?

1 Kommentar

  1. Herr Koslowski Holger

    Da rĂ€cht es sich kolossal nicht mit am Tisch gesessen zu haben: NatĂŒrlich sind unsere im Gegensatz zu den der Mitbewerbenden aus Pappe und Papier.

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