Können wir jetzt endlich Sport sehen? Eine naive Frage in dieser Zeit. Zwar ist das Transferfenster im Profifussball (31.1.) jetzt endlich zu. Aber der Leistungssport wird ein Spielball von Entertainmentökonomie und Politik bleiben. Was sich derzeit rund um die Olympischen Winterspiele – haben mich noch nie interessiert – abspielt, ist vermutlich nur ein lauer Vorgeschmack darauf, welche Ränkespiele zur WM im Sommer in Russland bevorstehen.

Christian Eichler (FAZ) bilanziert die fussballerische Seite rund um die Aubameyang-Affäre. Seine Beschreibung ist richtig. Und wird Figuren wie Martin Kind, Christian Seifert u.a. darin befeuern, die Bundesliga stärker für Investoren zu öffnen. Leute wie ich und etliche meiner Freund*inn*e*n wären dann weg.

Wohltuend ist es und ein wenig stolz macht es mich, wenn Christoph Kramer, Leistungsträger meiner seit 1965 gewählten Lieblingsmannschaft, so ein grundsympathisches und vernünftiges Interview (WAZ) zum aktuellen Geschehen gibt. Ist er selbst so schlau, oder seine Berater? Nee, Letztere können es kaum sein, hatten sie ihm doch einen Vertrag eingebrockt, der ihn ein Jahr zwang, für Bayermonsanto zu spielen.