Viele Gastronomien haben zu. Andere versuchen mit Ausserhausverkauf die Unterlippe ĂŒber der Wasserkante zu halten. Die GĂ€ste an der Ausgabe kommen auch bei 2 m Abstand gut ins GesprĂ€ch, viele froh ĂŒber die Gelegenheit, und ĂŒberwiegend guter Stimmung. Dabei tauchte ein Thema auf, von dem ich schon öfter aus diversen Quellen gehört habe. Der Trinkgeld-Betrug (am Gast).
Nach dem, was ich von Eingeweihten (ehem. ServicekrĂ€fte, und ihre Freund*inn*e*n) höre, wird in der Mehrheit der Beueler Gastronomiebetriebe das Trinkgeld vom Arbeitgeber beschlagnahmt. Das finde ich als Gast zutiefst unanstĂ€ndig. Ich habe VerstĂ€ndnis dafĂŒr, wenn das Trinkgeld in eine gemeinsame Kasse wandert, an der auch das schuftende KĂŒchen- und Tresenpersonal beteiligt wird. Dass der EigentĂŒmer das als Bonus zum ausgedruckten Verkaufspreis einsteckt, kann ich als Gast nur als kriminell empfinden. Vieles in der deutschen Gastronomie soll ja im Kern anderen Zwecken dienen. Aber so weit will ich gar nicht spekulieren.
Meine Empfehlung: sprechen Sie – nicht im Verhörton, sondern freundlich – mit Ihrer Bedienung, wie das in ihrem Lokal geregelt ist. Auch wenn nicht offen gesprochen werden sollte, wird die Reaktion schon informativ fĂŒr Sie sein. Und ziehen Sie Ihre eigenen SchlĂŒsse.
Wenn wir es denn eines Tages wieder dĂŒrfen …