Bonner/Beueler Kleinunternehmen in der Krise (im Radio)
Das DLF-Wochenendjournal (samstags 9:10 h, oder zum Nachhören) ist durchgehend guter Radiojournalismus, vielstimmig, informativ und atmosphärisch dicht. So auch heute: Stephan Beuting berichtete über Bonner Kleinunternehmen, teilweise sogar von unserer schöneren Rheinseite, wie sie durch die Coronakrise gekommen sind (Audio, 40 min.); einen der Porträtierten kenne ich persönlich. Beuting besuchte seine Protagonisten im Abstand von vier Wochen, um Stimmungsschwankungen einzufangen.
Es wird Sie nicht überraschen: die Stadtverwaltung Bonns schnitt in der Reportage nicht besonders gut ab. Die Eindrücke, die in der Reportage vermittelt werden, decken sich mit denen, die ich aus der Beueler Geschäftswelt höre. Bis heute ist es in Beuel immer noch nicht möglich, als Fussgänger*in die vielgepredigten “Sicherheitsabstände” einzuhalten, weil die SUVs auf den Gehwegen parken müssen (nicht nur in der Friedrich-Breuer-Strasse). Das Einzige, was wirklich “gut” funktioniert, ist das Bussgeldeintreiben bei Kleingewerblern, die Fehler beim “Hygienekonzept” machen (vielleicht, weil sie Fan des “falschen” Fußballvereins sind?).
Meine private Buchhaltung ergibt, dass ich seit zwei Monaten meine Privatausgaben fast vollständig zur Rettung Beueler Kleingewerbes, insbesondere solchem aus der Branche der Kulinarik, investiere. Das ist am Ende zum besten Beuels, und auch zu meinem eigenen. Glücklich die Betriebe, die freundlichere Vermieter*innen haben, als es die Stadt Bonn ist.