Zunächst für die Grundlage Ihrer philosophischen Bildung: aus seinem Bildungsprogramm wiederholte der NDR eine alte und eine junge Folge von “Neues aus Büttenwarder”. Zwar mag “Der Bär steppt” ein Klassiker sein, aber mich als von Trüffeln Drogenabhängiger spricht “Trüffel” (ohne Jan Fedder, mit Axel Milberg) mehr an. Wie gut, dass ich gerade heute ein grosszügiges baugleiches Gericht im l’Olivo genossen hatte und mich mit vollem Bauch weiterbilden durfte. Der NDR hält die wiederholten Folgen ein Jahr in seiner Mediathek verfügbar.
Weniger kulinarisch, dafür aber handwerklich solide Krimiunterhaltung lieferte letzte Nacht ZDFneo mit “Hidden Agenda”. Meine ersten Eindrücke der Anfangsfolgen deckten sich mit den positiven Besprechungen in taz und FAZ. – ebenfalls komplett Mediathek-verfügbar, allerdings nur drei Monate.
Der beste Philosoph und Erklärer des Fussballs in seiner ganzen soziokulturellen Bedeutung ist der Weltmeister von 1986, Jorge Alberto Francisco Valdano Castellano. Er gab der SZ ein aussergewöhnlich lesenswertes Interview, das die dankenswerterweise nicht hinter ihrer Paywall vermauert hat. Valdano ist weniger Systemkritiker als ich, dafür war er ja sogar einige Zeit Sportdirektor bei Real Madrid (1995-2004) und ist als Medienplayer auch heute noch Teil des fussballökonomischen Komplexes. Er ist aber immerhin voll auf Ballhöhe, auch und gerade was den deutschen Gespensterfussball betrifft. Nicht empfehlen mag ich dagegen den erneut hochintriganten Favre-Kommentar von Freddie Röckenhaus – alles gut verkleidet, aber in seiner Tiefe kaum zu fassen ….