Bisweilen wird Wladimir Putin, insbesondere wenn Donald Trump sein Amt aufgibt, als weltweiter Anführer des bösen Populismus angesehen. Aber ist er überhaupt einer? Der Sichtweise Roland Bathons/telepolis folgend ist er gerade keiner, sondern ein klassischer Konservativer, der Herrschaft so beibehalten will, wie sie ist, und diesem Ziel alles unterordnet. Die mittel- und westeuropäischen Rechten, oder auch Trump: mit denen spielt er nur, um seine Herrschaft zu sichern, gegen die Konkurrenz, in welchem grossen oder kleinen Ausland auch immer. “Populismus” als Instrument, nicht als Zweck. Bathon analysiert das schlüssig, ich neige dem zu.
Stefan Krempl/heise-online referiert den Stand der politischen Debatte um den Datenschatz, der in der industrialisierten Landwirtschaft angehäuft wird. Der agrarlobbyistische Bauernverband verkauft seine Mitglieder und deren Dateneigentum an das Agro-Grosskapital offensichtlich so billig, wie Dritte-Welt-Potentaten ihre Untertanen.