Der Unterschiedsspieler Jonas Hofmann
Gegen Freitagsspiele hat es noch nie Fanproteste gegeben, im Gegenteil. Selbst im Sommer sind diese Abendspiele Flutlichtspiele. Die Atmosphäre wird von den Fans beherrscht. Nach einem Sieg gegen einen Aufbaugegner aus Süddeutschland, wie gestern in Mönchengladbach geschehen, erwartet einen ein entspanntes Wochenende. Mann freut sich auf die folgenden Spiele. Insbesondere sollte die andere Borussia heute gegen die Bullen nachlegen, damit sich die ganze Anstrengung auch gelohnt hat.
Was mag es bedeuten, dass Max Eberl gerade jetzt einen Sabbath-Monat genommen hat? Meine Vorschläge für wegweisende Entschlüsse: zieh’ Deinen Superjob bis zur Rente durch, Du findest keinen Besseren; und hol’ den Lucien in den Vorstand, setze ihn neben Hans Meyer – er könnte als früherer Hospitant bei Guardiola in Barcelona schon im Champions League Achtelfinale gegen ManCity weiterhelfen.
Und Jonas Hofmann (Vertrag bis 2023) braucht ein neues Preisschild. Es sind nicht nur seine Tore (gestern 2). In seiner jüngsten Verletzungspause, die sind leider nicht selten, holte die Borussia in 6 Spielen nur 7 Punkte; in den 9 Spielen, in denen er dabei war, waren es 17. Bei 90 Minuten Einsatz ist Hofmann in der Regel der Mann mit der höchsten Laufleistung. Gestern waren es 12,37 km. Da kann die Verletzungsanfälligkeit nicht wundern.
Unter Trainer Marco Rose spielt die Borussia ihren seit langem besten Fussball. Es ist eine verdammte Schande, dass es keine*r sehen kann. Wo würde das alles hinführen, wenn die Fans dabei sein dürften? Mit zunehmenden Erfolgserlebnissen, wachsender Erfahrung und Selbstsicherheit werden Supertalente wie Embolo, Plea und Thuram (die letzten beiden fehlten gestern!), und natürlich auch Hofmann, in der Chancenverwertung noch zulegen. Dann ist alles möglich.
So, wie gestern ein Gegner in angeblicher Superform mit einer Niederlage nachhause geschickt wurde, so könnte das auch gegen ManCity, die ebenfalls gegenwärtig einen “Lauf” haben, gelingen. Beim 1:1 in der letzten Begegnung 2016 im Borussia-Park war ich dabei: ManCity eher faul und lustlos, Stindl flog vom Platz, auf unserer Trainerbank sass André Schubert, der mit dem grünen Kapuzenpulli. Fürs Viertelfinale hätten wir uns dann das Los Liverpool redlich verdient. Damit Hofmann noch mal Jürgen Klopp vorspielen kann. Dieser angebliche Supertrainer liess ihn 2014 zu Mainz 05 gehen, weil er bei der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA keine Verwendung für ihn hatte.