Thema: RWE

Buchkritik: “Energiewende in der Wüste”

Von , am Dienstag, 11. Juni 2019, in Allgemein.

von Gert Samuel
Rot-Weiß Essen kickte im Mittelfeld der Regionalliga West, ohne Chance auf einen Aufstieg in die 3. Bundesliga. Dennoch wird dieser Traditionsclub aus dem Ruhrgebiet mehr Fans in Essen und bundesweit haben als der Essener Energieriese mit den drei Buchstaben.
Abhilfe tut da Not, gerade in Zeiten von (verschlafener) Energiewende und Forderungen nach einem schnellen Ausstieg aus der dreckigen Braunkohlenutzung. Weiterlesen

Habeck / Schalko / BSC-RWE 3:1

Von , am Samstag, 23. Februar 2019, in Beuel & Umland, Fußball, Genuss, Medien, Politik.

Das DLF-Interview der Woche mit Robert Habeck wird zwar erst morgen früh gesendet, ist aber schon online nachles- oder hörbar. Bitte hier entlang.
“M” von Fritz Lang hat Filmgeschichte geschrieben. Der Österreicher David Schalko, von dem ich aufgrund von Werken wie “Braunschlag” oder “Altes Geld” sehr viel halte, hat sich an eine aktualisierte Neuverfilmung von “M” gewagt. Sie ist wohl so gefährlich, Weiterlesen

E-World und Schüler*innen-Streik

Von , am Sonntag, 10. Februar 2019, in Beuel & Umland, Politik.

Von der Messe Essen nach Düsseldorf, Rathausplatz
von Gert Samuel

Am Dienstag startete in der Messe Essen die dreitägige „E-world energy & water“, Europas Leitmesse der Energiewirtschaft. Ich besuchte den 23. Fachkongress Zukunftsenergien der EnergieAgentur.NRW. Hauptredner war nicht wie in den Vorjahren Andreas Pinkwart, Weiterlesen

RWE – der Trump unter den Energiekonzernen

Von , am Sonntag, 11. November 2018, in Beuel & Umland, Fußball, Politik.

Ärger bei SC Fortuna Köln
Fortuna-Köln-Fans waren schon immer irgendwie anders. Anders als die Masse der FC-Fans. Der mir bestbekannte ist mein Freund Wolfgang Grenz, im Hauptberuf langjähriger Asylreferent von Amnesty International und für wenige Jahre auch Generalsekretär der deutschen Sektion. Ein annähernd britischer Humor, voll von selbstironischem Sarkasmus. Verabredungen im Stadion funktionierten immer; es war so leer, das Individuen auch aus grösseren Distanzen gut zu identifizieren waren. Das Gerede von der “grossen Familie” – hier stimmte es. Lange Zeit. Doch die Zeiten sind schnelllebig geworden.
Ein Transparent, das obige Beschreibung der Fortuna-Fans absolut angemessen repräsentiert, Weiterlesen

Noch dümmer, als Merkels Dieseltrick

Von , am Samstag, 27. Oktober 2018, in Politik.

Die “Kohlekommission” tagte und gebar eine Lachnummer. Während sich die CO² Wolken über Deutschland zusammenballen und die Großstädte im Dieseldunst ersticken, sitzt in den Regierungssesseln eine Koalition, die die Wählerinnen und Wähler für dumm verkauft. Während längst offensichtlich ist, dass es für die Autokonzerne ein Klacks wäre, eine seit zwölf Jahren im LKW und seit zwei Jahren in den USA in PKW eingeführte Technik nachzurüsten, die im übrigen bei den meisten Fahrzeugtypen bereits einbaufertig in den Ersatzteilregalen der Hersteller liegt, trickst die Kanzlerin “herself” mit fadenscheinigen Änderungen des Bundesimmissionsgesetzes herum – wir haben das hier schon gewürdigt.

Was gestern noch im Wahlkampf-schwangeren Hessen seinen Weg in die Zeitungen fand, aber nicht über die Landesgrenzen hinaus berichtet wurde, ist die Tatsache, Weiterlesen

Braunkohlebagger fressen Windkraftanlagen

Von , am Montag, 22. Oktober 2018, in Beuel & Umland, Politik.

von Florian von Sothen
Der Hambacher Forst ist mit dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster einstweilen außer Gefahr. Nördlich, am selben Braunkohleloch, liegt Keyenberg. Bis zum Jahr 2023 sollen Keyenbergs Einwohner weichen. Neben Häusern, Kirchen und Menschen will RWE auch die dortigen sieben Windkraftanlagen weg haben, um den Standort tiefer zu legen. Weiterlesen

Der Wahnsinn vom Hambacher Forst

Von , am Freitag, 5. Oktober 2018, in Allgemein, Politik.

Seit Wochen hat die NRW-Landesregierung aus CDU und FDP die energiepolitische Steinzeit unterstützt – jenseits jeder ökologischen Vernunft, obwohl absehbar ist, dass die Bundesrepubik bei einem “Weiter so” die selbst gesteckten Klimaziele von Paris verfehlen wird. Offensichtlich ist, dass RWE mit der Braunkohle schon lange nicht mehr in der Grundlast unersetzlich ist, sondern die praktisch “umsonst” erzeugten Millionen Kilowattstunden nutzt, um sie auf dem Strommarkt millionenschwer zu verscherbeln. Weil CDU und vor allem die FDP und ihr Wirtschaftsminister Pinkwart, der sich gerne “Innovationsminister” nennen lässt, was die erneuerbaren Energien betrifft, so gar keine innovativen Ideen aufbringen und auch keine innovativen Einfälle für die Arbeitsplätze im Braunkohlerevier entwickelt hat, galt unter der neuen Koalition Weiterlesen

NRW: Mit List und Tücke für Konzerne gegen das Klima

Von , am Freitag, 14. September 2018, in Politik.

Der Sachverhalt ist an sich eine Provokation: Der bisher heisseste Sommer der Klimaaufzeichnungen. Während Satellitenaufnahmen der schrumpfenden Poleisschollen, das Sterben der Gletscher in den Alpen, und anderen Hochgebirgen zeigen, verbrennen RWE, Vattenfall und co. in Deutschland wider alle Vernunft klimaschädliche Braunkohle. Die Kraftwerke, die mit Braunkohle befeuert werden, sind die dreckigsten CO² Scheudern des Planeten. Selbst manches chinesische Steinkohlekraftwerk arbeitet mit höheren Wirkungsgraden als Braunkohleöfen in der Lausitz und im Rheinland. Dabei werden diese eigentlich gar nicht mehr gebraucht, um die Energieversorgung zu gewährleisten, sie dienen ihren Eigentümern lediglich dazu, billige Extragewinne aus Exportstrom für die Konzerne auf Kosten der Umwelt liefern. Würden sie abgeschaltet, hätte die GroKo nicht das Problem, dass Deutschland die Klimaschutzziele für 2020 nicht mehr erreichen kann.
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Wasser-Stress im wasserreichen Kontinent

Von , am Freitag, 14. September 2018, in Politik.

Konflikte ums Wasser in Lateinamerika – ein Überblick
Von Diego Andrés Martínez Zambrano

Die Konflikte ums Wasser in Lateinamerika haben in den letzten Jahren eindeutig zugenommen. Außerdem sind sie immer komplexer geworden, mit enormen Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Zunahme der Konflikte hängt mit der neoliberalen Politik und der internationalen Arbeitsteilung zusammen, vor allem aufgrund der steigenden Zahl an extraktivistischen Großprojekten, die eine intensive Nutzung von Naturressourcen mit sich bringen. Weiterlesen

Wem gehört der Fussball? – ein Tageserfolg von Andy Rettig

Von , am Freitag, 23. März 2018, in Fußball.

Es ist immer eine Freude und verschönt einem den Tag, lange Gesichter von den Bayernbossen oder dem DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zu sehen. Wer sich mit Kapital besäuft, darf den Kater nicht fürchten. Obwohl sie im Geld schwimmen und sie über Infrastrukturen verfügen, in denen sie den Arsch hinterher getragen kriegen, waren die Vereinsbosse zu doof, ihre Mitgliederversammlung professionell vorzubereiten. Ausser Andreas Rettig.

Den habe ich noch im Stadion an der Menzenberger Straße in Bad Honnef selbst spielen gesehen. Der selbstgebackene Streuselkuchen der Vereinsfrauen dort war allein schon immer einen Sonntagnachmittags-Ausflug wert. Lange spielte der ortsansässige FV, mit Spielern wie Hermann Hummels (dem Vater von Mats), Arno Glesius und eben auch Andy Rettig einen sehenswerten Fussball Weiterlesen

Liegts am Wetter? Oder am Alter?

Von , am Mittwoch, 13. Dezember 2017, in Genuss, Medien, Politik.

von Michael Kleff (z.Z. New York, sonst Beuel)

Die Israel-Lobby in Deutschland hat wieder einmal erfolgreich den Antisemitismus-Hammer herausgeholt. Auf Initiative einer Kölnerin rückte der WDR davon ab, ein Konzert des Ex-Pink-Floyd-Musikers Roger Waters zu präsentieren. Kurz danach beendeten auch der BR und der SWR ihre geplante Kooperation mit dem Veranstalter der Waters-Konzerte. Der Grund: Seine Unterstützung der sogenannten BDS-Bewegung (kurz für „Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen“), die sich gegen die aggressive Politik Israels gegen die Palästinenser richtet. In der Petition wird Roger Waters als „Judenhasser“ bezeichnet. Nun lässt sich sicher über die Radikalität mancher BDS-Aktivitäten streiten, doch die ständige Gleichsetzung von israelkritischen Positionen mit Antisemitismus ist damit nicht zu rechtfertigen. Weiterlesen

Laubbläser in Marl – eine Assoziationskette

Von , am Mittwoch, 15. November 2017, in Fußball, Genuss.

Gestern war ein schöner Abend für Fans von Borussia Mönchengladbach. Unser Mannschaftskapitän Lars Stindl schoss, wie es sich dramaturgisch gehört, nur 7 Minuten nach seiner Einwechslung in der letzten Sekunde der Nachspielzeit das 2:2, nach einer Özil-Götze-Stindl-Kombination mit exzellenter künstlerischer B-Note. Stindl lieferte einen weiteren durchschlagkräftigen Beleg für seine Bewegungsintelligenz und Teamfähigkeit. Er ist zu einem wirklich grossen Spieler gereift und dürfte, Verletzungsfreiheit und das Stattfinden des Turniers vorausgesetzt, bei der WM in Moskau sicher dabei sein. Danach wird sich dann eine Käuferschlange vor dem Büro von Max Eberl bilden.
Nach dem Spiel begrüßte der ARD-Sportschauclub (“Wir sind ja hier unter uns”) Borussias Vorstandsmitglied und einstigen Wundertrainer Hans Meyer (75). Er musste keine aktuellen Geschäftsgeheimnisse ausplaudern, weil sich seine Befragung auf sein epochales Wirken in Jena/DDR konzentrierte.
Was hat das mit der Überschrift zu tun? Weiterlesen

NRW: Energiewirtschaft = wichtigste SPD-Basis bröckelt

Von , am Dienstag, 13. September 2016, in Politik.

Wie fast die gesamte Landespolitik erregte auch dieser Vorgang kaum öffentliche Aufmerksamkeit: die NRW-Energiewirtschaft implodiert, und keiner nimmt Notiz. Die zwei wichtigsten Machtsäulen der traditionellen SPD-Seilschaften in NRW, die Konzerne Eon und RWE spalten sich auf. Und die “Steinkohlen und Elektrizitäts-AG” Steag kündigt gleichzeitig den Rausschmiss von 1.000 Beschäftigten an. Alles ein gutes halbes Jahr vor einer mal wirklich wichtigen Landtagswahl, der von NRW im Mai 2017.

Diese Vorgänge haben ökonomisch eine Tiefenwirkung, die dem Niedergang von Kohle und Stahl in NRW durchaus ähnlich ist. Es geht um ähnlich viele Arbeitsplätze und es geht um Elitennetzwerke Weiterlesen

Gerät Solarworld zwischen die TTIP-Räder?

Von , am Donnerstag, 14. Juli 2016, in Beuel & Umland, Politik.

Erst zog die CDU-FDP-Bundesregierung gegen die Branche der erneuerbaren Energien in den innenpolitischen Krieg. Sie wollte die alten Energiekonzerne, die so viele deutsche Politiker versorgt haben, verteidigen. Letzteres hat nicht geklappt. RWE, Eon und ähnl. sind nicht mehr weit vom Kollaps entfernt. Die deutsche Solarbranche immerhin wurde aber auch erledigt. Eine der wenigen Ausnahmen Weiterlesen

Gute oder schlechte Nachricht? – Funke-Gruppe baut in Essen

Von , am Dienstag, 5. Juli 2016, in Beuel & Umland, Medien, Politik.

Für Ruhrgebietskinder verbindet sich mit der WAZ eine alte Hassliebe. Mit Dankwart Bumskopp hat man Lesen gelernt. Den Cartoon auf der Seite “Aus aller Welt” gibt es heute noch. Verschwunden sind Detektiv Rip Korby und irgendwas für Mädchen, das ich vergessen habe. Unvergessen sind die Sportressortchefs Wilhelm Herbert Koch (“Anton sachte Czerwinski für mich”) und Hans-Josef Justen. Und für mich mein Hassgegenstand Wulf Mämpel, Lokalchef erst in Gladbeck, dann in Essen, die Personifizierung des arroganten rechtssozialdemokratisch fixierten Pressemonopols.
Sozialdemokratisch ist an der WAZ und ihrem Konzern heute nichts mehr. Weiterlesen