Küppi verweist heute auf Schwatzgelb. Wenn ich es vergleiche: so viel professioneller gemacht als seitenwahl.de, wie der BVB kapitalkräftiger ist als meine Borussia. Aber auch besser?
Daniel Theweleit beschreibt die Gesamt-Gemengelage beim BVB: „Krank und vergiftet“. Und diese Haltung des Schwatzgelb-Fans kann ich hundertprozentig nachvollziehen. So gings mir im Borussia-Park in der vorigen Saison auch schon. Der Andere hier hat natürlich leider genauso Recht. Kein Trost in unserer Verzweiflung: im guten, armen Amateurfussball iss auch scheisse.
Wenn wir in Rechnung stellen, dass der BVB börsennotiert und viele hundert Mio. € umsatzstark ist, dann muss es doch auch Aussenstehenden eine Lehre sein, mit welch einfachen Mitteln eine Erfolgssträhne von einer professionellen Grossorganisation zu Schanden geritten werden kann. Gemeinsame Ziele, gemeinsamer Wille, Teamgeist, was einst stark gemacht hat, was noch vor Kurzem europa-, im Falle des BVB sogar weltweit (USA bis China) bewundert wurde, und sogar an der Übermacht des Fußballkonzerns aus dem süddeutschen Raum gekratzt hat – wo ist es hin?
Die Parallele zu den Bonner Grünen? Siehe oben bei Theweleit. Bei der letzten OB-Wahl nah am Finaleinzug (22,1%). Bei der Kommunalwahl ehrenvoller Dritter (18,6%, zum zweiten Mal infolge, nach Schwarz-Grün!). Und was machen sie jetzt? Das können Sie heute in der (noch) immer öffentlichen Fraktionssitzung um 18 h im Alten Rathaus studieren.
Eine Gemeinsamkeit beider Fälle: es ist die (gewählte) Führung, die es nicht kann.
Viel Arbeit für die Organisationssoziologie.
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