Der General-Anzeiger berichtet heute ĂŒber die Empörung der Mieter*innen in den Hicog-Siedlungen in Tannenbusch und Muffendorf. Es ist gut, wenn die Leute sich organisieren und LĂ€rm machen. In diesem Fall geht es um die schlechte Organisation der bundeseigenen Bundesanstalt fĂŒr Immobilienaufgaben (BIMA), der von bisherigen Bundesregierungen Renditeoptimierung aufgetragen war, also das Gegenteil von Mieterorientierung und sozialer Verantwortung. Ist das jetzt Seehofer, der neue “Bauminister”, der das Ă€ndern mĂŒsste? Oder bleibt es Bundesfinanzminister Scholz, der BIMA-Einnahmen kassieren will, als Hamburger BĂŒrgermeister seine Wahl aber noch mit Wohnungsbau gewonnen hatte?
Das einfachste wĂ€re, die BIMA schenkt ihre schwer verkĂ€uflichen und sanierungsbedĂŒrftigen Siedlungen an die kommunalen Wohnungsbausgesellschaften, in Bonn also an die Vebowag. Und die macht zĂŒgig fertig. FĂŒr uns Steuerzahler*innen wĂ€re das von der einen in die andere Tasche. Geld wĂŒrde nicht fließen, und es wĂŒrde endlich vorangehen.

Einen guten Überblick ĂŒber die aktuellen wohnungspolitischen Kontroversen gibt der Journalist Rainer Balcerowiak, von dem ich ein lesenswertes BĂŒchlein ĂŒber Weingenuss besitze, bei hintergrund.de