DuMont macht dicht

Von , am Dienstag, 26. Februar 2019, in Beuel & Umland, Medien.

So schnell kommt die satirische Fiktion nicht hinterher. Wenn der Alte tot ist, versuchen sich die Erb*inn*en zügig in die Büsche zu schlagen. Die Neussers (Bonner General-Anzeiger) sind schon weg, haben sich von der “Rheinischen Pest” auszahlen lassen. Die Kölner DuMont-Schauberg, lange im Verdacht, den General-Anzeiger fressen zu wollen, geben nun selbst auf. Das Branchenmagazin Horizont (nur Paywall) berichtet, Agenturen haben es abgeschrieben. Überbringer ist der ehemalige Stadt-Anzeiger-Chef Uwe Vorkötter.
Köln droht so ein Desaster, das das Ruhrgebiet schon lange durchlebt. Riesenballungsraum, Angeberei und Selbstüberschätzung unbegrenzt, aber nicht in der Lage eine ausserhalb der Stadtmauern ernstzunehmende Tageszeitung zu machen, eine Stimme der Stadt und Region weniger. Wer mag die DuMont-Marken kaufen? Funke-Mediengruppe, Madsack, SWMH, FAZ? Oder entscheiden gar die Düsseldorfer die Schlacht bei Worringen für sich? Dann müsste der Kölner Stadtrat wohl komplett zurücktreten und nach Frankreich auswandern.
Der Kölner an sich braucht eigentlich keine Zeitung. Er hat ja den FC. Und den WDR, der die Karnevalssitzungen überträgt. Dann noch dieses Bier, das nichts tut, nur spielen will. Mehr braucht mann nicht.
Update abends: recherchiert hat die Horizont-Meldung zu DuMont die nach meiner Wahrnehmung Recherchestärke, seriöse Ulrike Simon, die darüber mit dem DLF/@mediasres sprach.

2 Kommentare zu “DuMont macht dicht

  1. André Dahlmeyer

    “Der Kölner an sich braucht eigentlich keine Zeitung. Er hat ja den FC. Und den WDR, der die Karnevalssitzungen überträgt. Dann noch dieses Bier, das nichts tut, nur spielen will. Mehr braucht mann nicht.”
    Großartig!
    (P.S.: Ich bin Siegburger.)

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