Das schönste – und erfolgreichste – Gesicht Deutschlands in der Welt ist leider nicht das seiner dilettierenden Aussenministerin, sondern sie ist schwarz: Malaika Mihambo. Unter Ausschluss der deutschen Öffentlichkeit ist sie ein weiteres Mal Weltmeisterin geworden. In Eugene/USA. Die Welt verneigt sich und Deutschland bemerkt nichts.

SZ und FAZ haben alle ihre Mihambo-Berichte digital eingemauert. Die WAZ hat ausnahmsweise mal eine gute Story von Björn Goldmann online zugänglich gestellt. German Television sendete in der Nacht, unbemerkt (gut 200.000 Zuschauer*innen). So leisten sie alle zusammen ihren Beitrag zur Marginalisierung der Leichtathletik.

Ausser Frau Mihambo. Ein Phänomen an Nervenstärke, das ich in der deutschen Politik (und Diplomatie) schmerzlich vermisse. Dass sie unter so grossem Stress so viel Stärke zeigen kann, spricht sehr für die Professionalität ihres Umfeldes, das ich hier schon beschrieben hatte.

Kompliment meine Damen, auf Euch kann das Land stolz sein. Umso grösser die Vorfreude auf die Fussballerinnen. Mittwoch 21 h. Selbst wenn sie verlieren: Niederlagen gegen Frankreich sind keine Schande. Im Gegenteil: oft genug in der Geschichte war es besser so.

Lesen Sie auch den Nachruf unseres Freundes André Dahlmeyer auf Uwe Seeler (ausnahmsweise mal ohne Junge-Welt-Paywall).

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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