Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: TV (Seite 1 von 82)

Der Star ist die Stadt

Hongkong in “Strangers” – nach 8 Jahren frei verfügbar

Kann mann oder frau den Brit*inn*en neokolonialen Blick zum Vorwurf machen? Vermutlich den meisten nicht, was können sie dafür? Aber feststellen darf mann oder frau ihn durchaus. “Der Chinese”, ist der nicht irgendwie rätselhaft? Das wird doch hierzulande ganz ähnlich gesehen, Nichtwissen, Ahnungslosigkeit auf diese Weise als vorgebliches Wissen verkleidet. Immerhin spart “Strangers” auch nicht mit kritischen Blicken auf die postkoloniale Politik britischer Botschaften, Konsulate und Diplomat*inn*en. Sehr gut ansehbar also. Weiterlesen

Der beste Kommentar zur Ungarn-Wahl

Selbstverständlich ist meine Meinung in Anbetracht meiner persönlichen Mediendiät unmassgeblich. Aber ich habe keinen Zweifel, dass dieser Ihre Aufmerksamkeit verdient:

Antonia Groß/MDR-Altpapier: Ungarn, Peter Magyar und die ‘sozialen’ Medien – Am Sonntag hat die ungarische Wahlbevölkerung Viktor Orbán nach 16 Jahren die Regierungsverantwortung abgenommen. Soziale Netzwerke haben eine große Rolle beim Wahlsieg des neuen Ministerpräsidenten gespielt. Ist das eine gute Nachricht?”

Kriegsökonomie = Katastrophe

Alle wissen es. Aber wieviele wollen das sehen?

Es gibt nicht mehr viele, die dort Bildmaterial herstellen. Und noch weniger, die es senden. Arte hat es am Wochenende getan:

Konfliktzone – Globale Krisen kurz erklärt: Huthi-Rebellen im Jemen: Terroristen oder Freiheitskämpfer? – Der Jemen ist eines der ärmsten Länder der Welt – und ein zentraler Krisenherd im Nahen Osten. Die Miliz der radikal-islamischen Huthis kämpft seit Jahren um die Vorherrschaft im Land. Weiterlesen

The Big Deal + Original-Protest

Der grösste Medien-Macht-Deal – er ist nicht von Springer

Der Nordkorea-Experte Mathias Döpfner hätte sooo gerne kulturellen Anschluss an das, was er für die Weltherrschaft hält: die Make-America-Great-Again-Welt (“Trump zuhören!”). Für “One Billion $” (zu deutsch nur eine Milliarde) hat der das Online-“Eliten”-Organ Politico gekauft. Bzw. seine betagte Geschäftspartnerin, die ihn machen lässt. Nun kamen nochmal über 600 Mio. für eine Zeitung dazu, den britischen “Telegraph”. Weiterlesen

Trümmerfrauen?

“Der DFB hat 70 Jahre gebraucht, bis er den Frauenfussball offiziell anerkannt hat. Und die Bundesliga hat 63 Jahre gebraucht, bis zum ersten Mal eine Frau als Cheftrainerin auf der Trainerbank in der Männerbundesliga sitzen wird.”

mit Update nachmittags

So startete Arnd Zeigler gestern sein kleines Fachmagazin im WDR-Dritten. Freund Küppi war es vorbehalten, unter Auslassung spielentscheidender Buchstaben, auf Sabrina Wittmann (FC Ingolstadt) hinzuweisen, die “schon” seit zwei Jahren als Profitrainerin in der Dritten Liga amtiert, und bei Küppis RWE an diesem Wochenende drei Punkte ablieferte (1:4). Weiterlesen

Bequemer Pessimismus

Lutz Heuken war nach meiner Lesererinnerung in seinem Berufsleben, das sich bei der einst wichtigen und mächtigen WAZ abspielte, ein durchgehend anständiger Journalist. Unvergesslich bleibt mir, dass er sich Ende der 90er als Ressortchef und Leitartikler gegen den “völkerrechtswidrigen” (zit. der damals amtierende Kanzler Schröder) Kosovo-Feldzug der seinerzeit rot-grünen Bundesregierung und der Nato ausgesprochen hat. Auch heute gibt er im “Blog der Republik” seines früheren Arbeitskollegen Alfons Pieper Einschätzungen zum Ausdruck, denen ich und viele meiner Freund*inn*e*n folgen können. Darum benenne ich hier heute für mich eine Ausnahme. Weiterlesen

Dumme sehen dumm aus

Clowns machen das deutsche Feuilleton kenntlich: brav Knochen abnagen und weiterschlafen

Martin Sonneborn und Adolf Winkelmann werden vom FAZ-Feuilleton gefeiert, selbstverständlich nur hinter digitalen Mauern. Sollte sie das beunruhigen? Das müssen sie selbst entscheiden. Winkelmann wird immerhin von Harald Staun porträtiert, einem der wenigen intellektuell geschäftsfähigen Autor*inn*en dort. Vor 15 Jahren habe ich Winkelmann selbst interviewt, weil ich sein Lebenswerk sehr verehre. Schön, dass er noch lebt. Aber es geht weit dümmer, als diesen Systemclowns Beachtung zu schenken. Weiterlesen

Die meisten wissen es längst

Medienkritik wird dadurch nicht überflüssig – eher im Gegenteil

Einerseits ist es ermüdend. Nicht zum ersten Mal schreibt Christiane Voges/telepolis: Ukraine-Krieg und Iran-Krieg: Wie Medien mit zweierlei Maß berichten – Ein Essay über Framing, Wortwahl und Doppelstandards: Warum der Ukraine-Krieg klar benannt wird – und der Angriff auf Iran sprachlich verschwimmt.” Ermüdend für mich als Bescheidwisser, vielleicht auch für sie als Autorin (bei dem bescheidenen Honorar). Überflüssig ist es nicht. Weiterlesen

Die Männerkrise

Männer machen ihre Fakten selbst

Nach heutiger Durchsicht diverser Onlinemedien war nur ein menschenrechtlich adäquater Schluss möglich: der der exzellent gealterten Oberhausener Kabarettistin Gerburg Jahnke: “Ich bevorzuge für Männer die Gartenhaltung.” Hier alles nachzuhören beim alten Fritz (71, genauso gut gealtert), Sie werden es nicht bereuen. Und ein bemerkenswerter menschenrechtlicher Fortschritt gegenüber diesen bedauernswerten Ex-Artgenossen. Weiterlesen

Die starke Frau dahinter

Der München-“Tatort” wäre ohne sie nicht das geworden, was er war – aber wer erinnert noch an sie?

mit Update 7.4.

Ohne solche Redakteur*inn*e*n wäre das TV schon lange tot. Sie haben es gross gemacht, zum zeitweise zentralen und mächtigsten Medium der BRD, das auch in der DDR ausgiebig konsumiert wurde. Das German Television. Sie sind heute fast vergessen, weil sie uneitel kreative Arbeit gemacht haben: Stoffe entwickeln, Bühnen bauen, das Senden gegen ignorante kenntnisfreie Chefs durchsetzen, sich still freuen, wenn sich Erfolg einstellt und Stars geboren werden. Horst Königstein (NDR) war so einer, Heidi Steinhaus (WDR, Schimanski-“Tatorte”, noch nicht mal mit Wikipedia-Eintrag) und ganz sicher auch Silvia Koller, ohne die es die gegenwärtigen Oster-Feierlichkeiten nicht geben würde. Aber wer erinnert an sie? Weiterlesen

Die Revolution ist hier

Böhmermanns ZDF-Magazin Royale war es schon vor zwei Jahren aufgefallen (nicht mehr online). Nun hat es auch das “Netzwerk Recherche” gemerkt. Wo sich Lokalmedien zurückziehen, weil die verlegenden Milliardärsfamilien es nicht mehr für rentabel halten, da finden sich grosszügig bespendete Faschisten, um in die Lücke, bisweilen blutig und/oder feurig, hineinzustossen. Lobenswert: beim Netzwerk haben sie, Thomas Schnedler und Malte Werner, sich richtig Arbeit gemacht. Danke, das ist wichtig. Und es gibt hier eine kompakte Würdigung: Weiterlesen

Es geht auch fair

Florian Opitz macht am “Fall Özil” Deutschland nackig – “Alle haben verloren” (Per Mertesacker)

Florian Opitz ist mir schon mehrmals als intelligenter Dokumentarfilmer aufgefallen. Ich war erst widerwillig, mir ein x-tes Mal die Dramen um den supertalentierten Fussballer aber politisch immer miserabel beratenen Mesut Özil anzusehen. Als ich feststellte, dass Opitz das gedreht hat (Produktion: Flare Film), entschloss ich mich doch dazu. Und habe es nicht bereut. Weiterlesen

Sargnagel ist keiner

Ösi-Perle belebt Lebensgeister – mit fünf Jahren Verspätung

Deutsches Fernsehen wie Deutsche Bahn: Übergaben aus der Schweiz oder Österreich gelingen immer nur mit satter Verspätung. So wie die späten Staffeln der “Vorstadtweiber” erst kürzlich dem in den Sendern für debil gehaltenen deutschen Publikum zugemutet wurden, so ist vor einigen Tagen nun auch “Sargnagel – der Film” mit fünf Jahren Verspätung bei 3sat eingetroffen. Verfügbar bis 28.9. Weiterlesen

Wie sicher ist die WM?

Die Antwort finden Sie hier nicht – die ist unsicher

Weniger als 10% der Staats- und/oder Regierungsführungen dieser Welt sind von einer Frau besetzt. Das entsprechende Staatsamt von Mexiko könnte nach meiner unmassgeblichen persönlichen Schätzung darunter das Schwierigste sein. Logisch also, dass eine Frau das aufräumen soll: Claudia Sheinbaum Pardo. Wenig überraschend, dass die mit ihrem Testosteron-Defizit von ihrem Verstand überwältigt wird, und von allen Kolleg*inn*en in vergleichbarer Position, also unter maximaler Bedrohung, den cleversten Umgang mit dem “mächtigsten Mann der Welt” gefunden hat. Weiterlesen

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