Atommächte schwanken – Despoten “geniessen” das Vakuum
mit Update später Abend
Seit vier Jahren lässt die Welt nervös bis zum Anschlag die Knallchargen-Performance des Versagers und Losers Donald Trump über sich ergehen. Als “mächtigster Mann der Welt” könnte er dem Klimawandel ein schnelles Ende bereiten, indem er uns alle mit “seinen” Atomwaffen in die Luft jagt. Es ist zu hoffen, dass er selbst noch zu sehr am Leben hängt, um das zu tun. Stattdessen hat er in seiner ersten Amtszeit “nur” ein umfangreiches System kollektiver internationaler Rüstungsbegrenzungs- und -kontrollabkommen in die Luft gejagt. Andreas Zumach hat darüber hier regelmässig berichtet.
Diesem Vorbild eifert der nicht minder lächerliche Boris Johnson nach. Der übrigens, das sollte niemand vergessen, auch über solche roten Knöpfe verfügt. Einiges ist über seinen Drogenmissbrauch von Jugend an bekannt, in seinen Eliteinternaten haben die verzogenen Jungs nie was anbrennen lassen. So regiert er seitdem auch. Beide, Donald und Boris, haben es zu unansehnlich hohen Corona-Todesraten gebracht, da hat selbst Markus Söder Mühe mitzuhalten. Aber Menschenleben sind für die beiden Rabauken Nebensache. Die Bundesregierung, hier vertreten durch einen CDU-Europaabgeordneten und einen SPD-Staatsminister, kann es immer noch nicht fassen.
Durch die Jahrzehnte war das Vereinigte Königreich (UK) in der EU ein zuverlässiger Rechtsausleger für eine neoliberale grosskapitalfreundliche Wirtschafts-, Industrie-, Finanz- und Sozialpolitik. Und jetzt wollen sie von kollektiven Vertragssystemen, überstaatlicher Zusammenarbeit, von jeglicher multilateraler Kooperation nichts mehr wissen, torpedieren minimalste Vertrauensbildung, als seien sie immer noch ein Empire, das sich das leisten kann. Sind sie nicht.
Aber wer wird das ausbaden müssen? Die Eliteschüler nicht; die können zum Verleben ihrer Renten und Pensionen ja in die Karibik oder nach Monaco abhauen. Kann sein, dass sie Rest-England in kürzester Zeit zu einem Failed State umbauen. Ist ihnen halt egal.
Zwei schwankende Atommächte. Wer sorgt noch für kollektive Sicherheit?
Andere Despoten ziehen ihre praktischen Schlüsse daraus. Recep T. Erdogan versucht in politische Vakuums reinzustossen. Nach Söldnerentsendung nach Libyen und seinen missratenen Besetzungsversuchen in Syrien steigt er nun in Aserbaidschan ein, und versucht den ihn gelegentlich demütigenden stärkeren Wladimir Putin zu provozieren. Putin ist einerseits gewiss nervenstärker, hat aber andererseits sicher auch nicht mehr Skrupel, um zu zeigen, wo es aus seiner Sicht langzugehen hat … Für Rüstungsindustrien, auch die deutsche, sind das Festveranstaltungen (natürlich immer mit “Social Distancing”). Nur schade, um die vielen Menschenleben, die dafür geopfert werden.
Und merken Sie nicht auch, wie “es” unserer mitteleuropäischen Puppenstube näherkommt?
Update spätabends: mitten unter uns der Informations-Krieg – hier eine aktuelle Darstellung vom Stand der Gefechte.