Und: Verwesungsgeruch im DFB-Keller
Ob es eine gute Idee ist, das Urheberrecht an ihren eigenen Aussagen an einen Verlagskonzern mit dem Zweck der Gewinnerzielung zu verschenken, das wird die zukĂŒnftige Bonner OB Katja Dörner bald mit ihrem Presseamt und ihren Mitarbeiter*inne*n erörtern mĂŒssen. So geschah es diese Woche mit einem Interview, das sie dem zur Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft mbH (Rheinische Post Mediengruppe) gehörenden General-Anzeiger Bonn gab. Ich habe es dann von meinem Bistro-Wirt fĂŒr mich zurĂŒcklegen lassen, um es zu lesen. Viele Bonner*innen haben diese Möglichkeit nicht. Eine Kurzversion, immerhin, ist in der taz erschienen, ohne Paywall.
Leichen im Keller des DFB
Auf die merkwĂŒrdigen Beziehungen des Deutschen Fussballbundes (DFB) zur Medienagentur Infront habe ich hier gelegentlich hingewiesen. Deutsche FinanzĂ€mter haben einen steuerrechtlchen Grund identifiziert, im Archivkeller des DFB noch einmal grĂŒndlich aufzurĂ€umen. Die Hoffnung auf gewichtigeren Beifang ist vielleicht nicht unbegrĂŒndet, spekulieren z.B. auch die Sportkorruptionsexperten der SZ. Bei Al Capone wurde es damals auch so gemacht, um ihn zu kriegen.
Update mittags: prĂ€gnante Stellungnahmen des DFB “Videobeweis – Polizist stand im Abseits” und eines bundesweit bekannten Steuerkriminellen “Wer sowas macht, gehört hinter Gitter, und zwar lange!”