Die EU schiesst lieber Eigentore beim Impfen
Wenn es noch Beweisen bedurfte, dass es sich beim Impfen um Politik statt “Wissenschaft” handelt, dann rührt die Europäische Union dafür nun schon seit Monaten penetrant die Trommel. Ein Abladen all dieses Unrats beim Brüsseler Sündenbock ist dennoch nicht angebracht. Im 2. Halbjahr 2020 war es die deutsche Bundesregierung, die im Europäischen Rat nicht nur, wie auch sonst immer, das grosse Wort führte, sondern auch formal den Vorsitz innehatte. Bei den Fachminister*inne*n ein gewisser Jens Spahn.
Von dem Desperado Boris Johnson hat sich diese Hilfsschulklasse vom Festland schon nach Strich und Faden über den Tisch ziehen lassen. Boris hat schon Pubs und Fussballstadien öffnen lassen. So einem sind Wahlsiege kaum noch zu nehmen – es sei denn er schiesst seinerseits noch eine Eigentorserie, das Talent dazu hat er ja.
Zusätzlich macht der andere Oligarchendesperado Wladimir Putin die EU nun seinerseits zu einem Affenkäfig (Audio 7 min). Er registriert seit langem, er ist ja nicht doof, dass die Brüsseler Führung der EU an guten Beziehungen zu Russland nicht interessiert ist. Darum verweigert er den Informationsaustausch nicht nur über Nawalny oder die Ukraine, sondern auch über Sputnik V. Wenn die EU das Zeug haben will, soll sie doch alleine prüfen, bis ihr die Impfstoffe ausgehen. Da Putin und seine Freunde des Lesens mächtig sind, wissen sie sehr gut, welchen Regierungen der EU der Impf-Arsch auf Grundeis geht. Denen machen sie Angebote, die die nicht ablehnen können.
Und das schönste Fest daran: die Bundesregierung gehört dazu.
Eine Pointe dieses Szenarios ist, dass im neuen Kalten Krieg gegen Russland der EU-Austreter, Boris Johnsons zerfallendes UK, schon seit Jahren eine ungehinderte Führungsrolle spielt, hinter der die deutsche Aussenpolitik immer brav hinterhertrabt. Nein, Zufälle sind was anderes.
Eine Pandemie ist weltweit. Sie ist erst zuende, wenn sie überall zuende ist (Globalisierung, Handelsströme, Migration, Geschäfts- und Urlaubsreisen, Mutationen). Das interessiert hier aber gar nicht. (Was macht eigentlich die Bundeswehr in Mali den ganzen Tag?) Es geht um Politik. Und die Sorte Geschäfte, die mann sich von Konfrontation verspricht. Erraten Sie selbst, welche.