Wenn ein schlechtes Produkt durch intelligentes Marketing dennoch gute Geschäfte machen lässt, dann klopfen die was-mit-Marketing-Leute sich gegenseitig auf die Schulter und köpfen das eine oder andere Fläschchen Schaumwein. Das sollten sie aber nur tun, wenn sie ungefähr in meinem Alter sind. Denn mittelfristig graben sie sich mit solchen Ruhmestaten selbst das Wasser ab. Leute in meinem Alter, und wir sind viele, buchen sie als schaumschlagende Gelegenheitslügner ab, denen ich niemals einen Gebrauchtwagen, bzw. in meinem Fall: ein Fahrrad, abkaufen würde.
Ich finde es grossartig, dass es Leute wie Markus Feilner gibt, die sich nicht nur damit auseinandersetzen, sondern sich richtg (publizierende) Arbeit machen: einen Dreiteiler über das windige Geschäftsmodell der “Luca-App”. Es lässt tief blicken. Nicht nur über die Täter. Wer sich “Fantastic Capital Beteiligungsgesellschaft UG” nennt, den würde ich niemals über meine Türschwelle lassen; sogar am Telefon lege ich sofort wortlos auf. Anders die Politiker*innen und was-mit-Medien-Nasen in Berlin-Mtte. Die umschwirren solche Blender wie einst die dummen Motten auf der Kennedybrücke die alten Laternen. Weil Feilner nur im Nischenmedium telepolis schreibt, glauben die vielleicht, es ignorieren und weitermachen zu können. Wenn sie schlau sind, packen sie dagegen jetzt schnell und geräuschlos ihre Sachen zusammen.
Wie soll ich denen in der Pandemiepolitik noch trauen? Ich weisses doch auch nicht …
Und wenn Sie gerade dabei sind: auch was Ulrich Heyden zur Ukraine-Krise schreibt, finden Sie nur noch in Nischenmedien. Bei mir macht es ihn glaubwürdiger, und ich danke für seinen intellektuellen und politischen Fleiss.