Es wird alles teurer, sehr viel teurer, denn die ganze Jahresproduktion 2026 für alles was mit Speichermedien und Hauptspeicher zu tun hat, geht in die KI-Rechenzentren. Wer jetzt einen Laptop braucht, um mit einem neuen Windows Briefe und Mails zu schreiben, vielleicht sogar im Internet surfen will, greift tiefer in die Tasche – und das für eine lahme Plastikflunder, die mit den Annehmlichkeiten von Microsoft nochmal zäher wird.

Vorteil: Es ist Windows drauf, sonst nix. Den alten Laptop mit Linux zu beleben, wäre möglich, leider viel zu anstrengend.

Aber es ist keinesfalls notwendig für ein günstiges und qualitativ hochwertiges Gerät tiefer in die Tasche zu greifen. Ein hochauflösendes helles Display, das Gehäuse aus Aluminium, geräuschloser Betrieb, keine Lüfter und ein Prozessor, der Dampf macht. So etwas gibt es nur von Apple. Wie? Und das in billig? Ja, hier, Apple MacBook Neo – hier draufklicken!

Da fallen gerade mal knapp 700 Euro aus der Tasche, Studenten zahlen 600 Euro. Vor allem, Windows wird nicht gebraucht!

Nick Wu (Chief Financial Officer) von ASUSTek (das ist der fünftgrößte PC-Hersteller der Welt) stöhnt denn auch: „… angesichts der traditionell sehr hohen Preise von Apple – ist die Einführung eines derart erschwinglichen Produkts sicherlich ein Schock für den gesamten Markt.Tadä!

Wer bereits ein iPhone in der Tasche hält, weiß, wie elegant alles zusammenspielen kann und mit einem MacBook Neo wird es noch komfortabler. Alle anderen müssen den Umstieg nicht fürchten. KI belästigt nicht sinnbefreit (wie der CoPilot), sondern arbeitet geräuschlos, da wo sie gebraucht wird und Apple sagt: „Diese KI ist im Mac integriert und verarbeitet deine Anfragen direkt auf deinem Gerät. So kennt sie zwar deine persönlichen Daten, sammelt sie aber nicht.“ Das macht Microsoft ganz ganz anders, aber Du hast ja nichts zu verstecken…

Oder vielleicht doch? So ein paar olle Mails wollen noch geholt werden. Im letzten Wochenrückblick hatten wir die Mails von Google in den Thunderbird gebracht, auch haben wir zuvor eine Adresse bei mail.de eingerichtet.

Nach der Klickorgie für Google sieht es bei Microsoft nochmal düsterer aus, derweil Microsoft alles in eigene proprietäre Formate gepackt hat. Wer aus purer Verzweiflung „Outlook-Mails nach Thunderbird umziehen“ in der Suchmaschine eingetippt hat, dem verzeihe ich, wenn sie oder auch er sagt, das mache ich nicht. Um so besser hier weiterzulesen!

Im ersten Schritt müssen wir Microsoft-Format wieder in die normale Welt zurückbringen. Das ist die erste Hürde, aber eine ganze Vielzahl von unterstützenden Programmen sehen das als Geldquelle – merkst Du aber erst, wenn es installiert ist und Du gemolken werden sollst. Erst einmal Finger weg!

Werfen wir einen Blick auf „OutlookViewer“ das es kostenlos gibt) und installieren dieses Programm. Beim Start zeigt es sofort alles, was es in Outlook gefunden hat.

Im Menü wählen wir für den Export das Format „EML“, das ist zwar auch von Microsoft, aber Thunderbird kann damit umgehen, so einigermaßen. Wichtig an der Stelle: Wir merken uns die Stelle auf der Festplatte, wo der OutlookViewer die EML-Dateien ablegt! Viel besser noch, wir legen uns vorher schon einen Ordner an, und geben diesen Pfad beim Export an – das erleichtert das Wiederfinden ungemein.

Wie gehen wir vor? Na, Thunderbird starten. Das ist relativ einfach, auch für blutige Anfänger! Danach suchen wir auf unserer Festplatte den Ordner, in dem wir die EML-Dateien abgelegt haben. Geschickterweise legen wir das Thunderbirdfenster gleich neben das Fenster mit den EML-Dateien.

Jetzt nicht wild rumklicken und nach „Import“ suchen, so nicht! Im Fenster mit den exportierten EML-Dateien erkennen wir die Ordnerstruktur von Outlook wieder – die gibt es im Thunderbird nicht. Wir helfen nach und legen in Thunderbird einen neuen Ordner an, das sollte ohne Anleitung jede und jeder hinbekommen. Der erste Ordner, den wir in der Dateiverwaltung mit den EML-Dateien wahrscheinlich erkennen, könnte „Posteingang“ (o.ä.) sein. Diesen Ordner legen wir in Thunderbird neu an, zum Beispiel „Posteingang Outlook“.

Mit „Control A“ selektieren wir alle EML-Mails in dem Ordner „Posteingang“ und schliddern gekonnt mit der Maus rüber zu Thunderbird, lassen die Maustaste aber NICHT über dem neuen Ordner „Posteingang Outlook“ los, SONDERN bereiten die Landung in der Nachrichtenliste vor, lösen uns an dieser Stelle von der Maustaste und: der Import startet!

Weil uns Microsoft immer so viel Arbeit machen möchte, wie möglich, müssen wir für jeden Ordner, den wir retten wollen, diese Schritte wiederholen. Also erst in Thunderbird den Ordner anlegen, dann die EML-Dateien aus dem betreffenden Ordner in der Dateiverwaltung mit „Control A“ selektieren und über dem Nachrichtenfenster (!) die Maus wieder loslassen.

Gutes Gelingen.

Damit wären alle Mails bei uns angekommen, wir überzeugen uns in Outlook davon, alles gelöscht zu haben und schließen diese Datengrube für immer.

Fragt sich, warum es so kompliziert und umständlich sein muss, wieder an die eigenen Daten zu kommen. Die Antwort kennt Google und Microsoft sehr genau, die verstecken es in ihren Datenschutzerklärungen. Bei allen anderen Mailprovidern ist ein Umzug schnell gelöst!

Eine mindere geistige Regsamkeit mag dazu beitragen, sich nicht auf Linux einzulassen. Aber seit heute ist bekannt, dass ein Apple MacBook Neo günstig ist, Hardware und Software brillant aufeinander abgestimmt und verdammt einfach in der Bedienung. Drunter läuft übrigens ein kommerzielles BSD-Unix

Bleibt als Erkenntnis an dieser Stelle: wer sich auf proprietäre Formate einlässt wird ausgeblutet, einfach mal vorher draufsehen.

Die Mails sind gerettet, einen unschätzbaren Wert hat auch das Adressbuch und der Kalender – das müssen wir noch holen, nächste Woche.

 

Über Christian Wolf:

Avatar-FotoChristian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist)