Die entsprechende Recherche von netzpolitik.org und dem Bayrischen Rundfunk hatte ich als Leser schon vor längerer Zeit wahrgenommen. Maximilian Zierer, Florian Heinhold und Rebecca Ciesielski haben es im Auftrag vom Bayrischen Rundfunk, der Deutschen Welle und Arte nun auch filmisch eindrucksvoll umgesetzt:
“Gefährliche Apps – Im Netz der Datenhändler – Apps sammeln detaillierte Standortdaten. Die Informationen landen in einem weltweiten Netzwerk aus Datenhändlern und Werbefirmen. Sie verraten Wohnorte und Arbeitsplätze – bis hin zu Bordellbesuchen oder Klinikaufenthalten. Die Dokumentation zeigt, wie leicht Nutzer ins Visier von Stalkern, Kriminellen oder Geheimdiensten geraten können.” Verfügbar bis 14.7.
Ich schliesse daraus, dass es instinktiv eine grandios gute Idee von mir war (und ist), dass mein Smartphone in der Regel zuhause auf dem Sofa liegt, wenn ich meine Wohnung verlasse. Und ich fast durchgehend auf das Laden von Apps verzichte, weil die alle spionieren (wollen). Daten sind halt zu wertvoll. Und, wie der Film eindrucksvoll zeigt, unter Umständen tödlich.
Einen Schutz oder auch nur das amtseidlich geschworene “Abwenden von Schaden” von uns ist von der gegenwärtigen Datenschutzpolitik unserer Regierungen und Parteien nicht zu erwarten. Sie betreiben das Gegenteil. Auch das unterschlägt diese gute Filmarbeit nicht. Dafür werden unsere Publikationspartner von netzpolitik.org hier mal angemessen präsentiert. Danke.

Ich hatte so lange kein Smartphone, bis mich die Bundesregierung in Gestalt des BMBF zwang, eins anzuschaffen, weil ich mich sonst als stv. Projektleiter eines Projetes im Rahmen des “Bildungsraum” nicht hätte mittels 2-Faktor Identifizierung auf die gemeiname Arbeitsplattform der Projekte hätte einloggen können. Ein typisches Beispiel, wie gut gemeinte IT-Sicherheit – es sollte keine unbefugte Person auf Daten zugreifen können – ins Gegenteil umschlägt – eine befugte Person musste sich einen kleine/n Datenstaubsauger/-schleuder anschaffen, die APP “Identificator” installieren und jede Menge personenbezogener Daten preisgeben, damit sie in einem bestimmten Projekt weiter ihrer Arbeit nachgehen kann. Schöne neue Datenwelt.