Gestern: Schwarze Boxer und Käse
Ursula Trüper hat eine schöne kleine Geschichte geschrieben: “Black History Month: Der wirkliche Mister Amerika – Schwarze Boxer waren in den USA stets eine Provokation für die rassistische Mehrheitsgesellschaft – und Vorbilder für den Kampf um Gleichberechtigung”. Schade eigentlich, dass die in ein paar Tagen in einem Paywall-Archiv verschwindet. Und einen schweren Fehler habe ich entdeckt, in Fussnote 18.
Für jede Ehrung von John Carlos bin ich zu haben. Vor über 8 Jahren machte Sport inside (WDR) dieses Interview mit dem alten Mann. Dieses Foto von der Siegerehrung 200m der Männer wurde zu einer Ikone der Olympischen Spiele 1968 in Mexiko, sowie der Bürgerrechtsbewegung in den USA. Nur ist der Silbermedaillengewinner der weisse Mann links im Bild, der Australier Peter Norman. Carlos gewann “nur” Bronze in glatten 20 Sekunden. Ich war 11, und seitdem bin ich Fan dieser alten Männer – beispielgebend.
Käse – Veganer*innen bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!
Florian Schwinn ist einer der Autor*inn*en, die Florian Rötzer von telepolis zu overton mitgebracht hat. Ein Erfolgstransfer. Florian Schwinn hat Ahnung von Nahrungsmittelerzeugung und Landwirtschaft, ist neugierig und kann gut schreiben. Nehmen Sie das:
“Alles Käse – Die Geschichte, die zu dieser Kolumne geführt hat, beginnt – wie sich das beim Obertitel »Führerschein für Einkaufswagen« gehört, mit einem Einkaufswagen. In den konnte ich an jenem Tag nicht das legen, was dort hineinsollte. Ich schaute die reichhaltige Käsetheke im Bioladen durch und fragte dann: Gibt’s keine »Blaue Stunde«? Antwort: Die machen die nicht mehr. Wie bitte? Mein Lieblingskäse wird nicht mehr produziert. Warum nicht? Antwort: Keine Ahnung.”
“Blaue Stunde” – nicht nur eine Galerie in der Bonner Nordstadt (Dorotheenstr. 37, da gibt es auch Käse!), sondern ein Käse – den würde ich sofort probieren, Preis egal.

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