Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Lesebefehle (Seite 1 von 134)

Linke Politik unmöglich machen

Erster Schritt: Vernichtung der SPD – Zweiter Schritt: Linke Mehrheiten sabotieren

Es gibt etwas, was faschistoide Tech-Oligarchen und linke Sekten verbindet: die Apokalypse-Sehnsucht. Wer nicht auf mich hört, mich nicht versteht, ist verantwortlich für den Untergang der Welt. Und des Kapitalismus. Denn beide sind ja identisch. Die seltsamsten Bündnisse kommen so zustande, und die seltsamsten Ansichten erfolgreicher demokratischer Bewegungen. Weiterlesen

Abgründige Widerlichkeit

Dem „Spiegel“ ist zu diesem Wochenende das Agendasetting mal wieder klassisch „gelungen“ – Wäre ich Rudolf Augstein, wäre das der Moment, in dem ich meinen Laden dichtmachen würde

Dagegen sind die von mir beklagten Intendanten-Waschlappen ja geradezu Waisenknaben. Und ich frage mich, wer eigentlich für die Medienberatung einer Wahlsiegerin zuständig ist. Wenn Sie hier nicht weiterlesen wollen – was Bodo Ramelow zu der Angelegenheit im konkurrierenden „stern“ sagt, findet in allen Punkten meine Zustimmung. Weiterlesen

Wer solche Intendanten hat …

… braucht keine Feinde mehr

Wurde die „Fürsorgepflicht“ des Arbeitgebers irgendwann abgeschafft? Wenn es nach den öffentlichen Eindrücken geht, die der amtierende Bundeskanzler zu verbreiten versucht, hat es sie nie gegeben. Und die Mehrheit der Bevölkerung hat kein Jura studiert. Und selbst wenn – die Mehrheit der Jurist*inn*en hat das Thema gewiss umschifft, weil sich nur mit dem Asylrecht noch weniger Geld verdienen lässt.

Als ich noch jung war, war dieser alte Wehrmachtsangehörige und vergebliche NSDAP-Angehörige, WDR-Intendant. Und das sehr lange, 1961-76. Weiterlesen

Nicht mehr sicher?

All der Reichtum – wo soll er nur hin?

Als ich noch jünger war, und Wahlkampf machte, habe ich Informationen meiner Partei auch in „keine Werbung“-Briefkästen gesteckt. Es war unvermeidlich, dass mich ein renitenter Anwohner hier an der Grenze von Combahnviertel und Schwarzrheindorf (über 40% für Grüne) dabei „erwischte“. Ich antwortete mit dem Grundgesetz, und wenn ihm das nicht passe, könne er ja in eine Diktatur auswandern – die Auswahl sei reichlich. Weiterlesen

Parabéns Brasil!

Die beste Nachricht des Monats ist aus Amerika

Das ist die beste Nachricht des Monats. Der Faschist Bolsonaro wurde knapp verhindert, gegen die geballte Propagandamacht der USA, ihrer IT-Konzerne und der herrschenden Klasse Brasiliens. Wer zu wenig wusste, wie ich und die Mehrheit europäischer Medienkonsument*inn*en, kann davon nur überrascht sein. Es gab aber Gründe, die Ähnlichkeiten mit europäischen Verhältnissen haben, ihnen womöglich nur voraus sind. Weiterlesen

Sachlich wie immer

Berichte und Analysen aus Frankreich, EU, Westfalenstadion und Borussia-Park

Die Reflexe stimmen. Sie bleiben so schlecht, wie sie immer waren. Die „alten“ und „neuen“ – in der Regel asozialen – Massenmedien springen an bei Sex&Crime, Mord&Totschlag – und wenn das alles nicht geboten wird, dann wenigstens Feuer&Sachbeschädigung, jedenfalls „geile Bilder“ müssen es sein. Nichts davon, das wissen Sie, bekommen Sie hier. Hier nur Leseempfehlungen, Buchstaben, und davon viele hintereinander. Warnung: ganze Sätze und Gedanken! Weiterlesen

Sarichdoch

Die Kapitalquellen des angeblichen „Milliardärs“ Trump jetzt als Buch

Wenn die FAZ online mit ihrer Furcht vor „linken Ökonominnen“ aufmacht, verspricht es, ein guter Tag zu werden. Der kürzlich von Christoph Habermann rezensierte und gelobte Tom Krebs wird zitiert: „Der neoliberale Kapitalismus ist am Ende“. Und im Feuilleton wird sogar von „Sehnsucht nach dem grossen kommenden Aufstand“ fantasiert. Alles Paywall. Besteht das Grosskapital also aus Hosenscheissern? Schön wärs. Weiterlesen

Die grosse Plünderung

„Vertrauen wächst nicht nach“ (Winfried Kretschmann)

Eine angebliche Initiative „Gen Z steht auf!“ macht deutsche Medien und Sicherheitsbehörden ganz wuschig. Ein bisschen Randale wie in Frankreich – bei wem mögen sie es bestellt haben? Es wäre so eine schöne Bescherung. Die Initiator*inn*en wollen das ausdrücklich nicht, sorgen aber auch nicht für Transparenz, wer sie sind. Bei mir erregt das eher Misstrauen. Weiterlesen

Charakterfrage

Mitgefühl ist keine Bürgerpflicht

Wer, wie die SPD, so viel Schaden hat, muss für keinen Spott mehr sorgen. Gerade deswegen sind mir in der gestrigen Publizistik ein paar schwer geniessbare Werke aufgestossen. Keins dieser Beispiele ragt auch nur an Jürgen Trittin heran. Giftiger als bei ihm geht es eigentlich nicht, nämlich streng politisch und inhaltlich. Mit einem konstruktiven Schluss, über den sich mit einigem Recht streiten lässt. Es geht also. Jürgens Analyse wird abgestützt durch einen Blick auf die politische Welt da draussen, den der Weltstadtbürger Robert Misik in der taz wagt. Weiterlesen

Warnung vor dem Platzen

Vor dem Platzen der KI-Blase schnell noch die dummdeutsche Regierung über den Tisch ziehen

Die IT-Oligarchen dieser Welt lesen mutmasslich kaum deutsche Medien – Verdummungsgefahr. Aber für das Lesen haben sie gewiss ihre Leute. Die werden ihnen gesteckt haben, dass es in bürgerlich-demokratischen Systemen nur wenige Regierungen gibt, die noch schwächer sind als die deutsche. Aber Deutschland ist nicht arm. Schrieb ich schon, wie reich es ist? Ja richtig: 9.490.000.000.000 €. Das wäre doch Verschwendung, da nicht das eine oder andere „Sondervermögen“ abzugreifen, bevor es zu spät ist. Weiterlesen

„Ballastexistenzen“

Sie versucht gar nicht erst den Eindruck zu erwecken, an der Faschismusdiskussion teilnehmen zu wollen. Und doch tut sie es. Lea de Gregorio/DLF: „Wie das Leistungsprinzip den Sozialstaat zu verändern droht – Der Sozialstaat steht unter Druck: Kürzungen bei Gesundheit, Pflege und Inklusion folgen einer alten Logik – der Macht des Stärkeren. Woher kommt dieses Denken, und welche Gesellschaft entsteht, wenn Leistungsfähigkeit über Teilhabe entscheidet?“ Der sonntägliche „Essay&Diskurs“-Impuls für eine inhaltliche politische Debatte, der durch die näherkommende DLF-Programmreform mit dem Tode bedroht ist. Weiterlesen

Schlechte Scherze dürfen nicht alles

Was ist Satire?

Einerseits ist das Geschmackssache. Und jede‘ Jeck is anders. Also Ende der Debatte? Nein keineswegs. Wer nach „unten“ tritt, macht keine Satire, sondern schlechte und dazu noch billige Scherze. Das ist weder kritisch noch lustig. Ausser für „die da oben“. Die lachen sowieso zuviel. In eine fachliche Diskussion gehören zusätzlich Fragen des Handwerks. Ist eine Pointe gut oder schlecht? Ist eine gute Pointe dennoch schlecht gesetzt? Wie ist das Agendasettung zu beurteilen? Wie der Vortrag, die Erzählweise. das Timing? Die Recherche? Das Zusammenspiel eines Ensembles? Darüber ist unendlicher Streit möglich. Und nötig. Solange „wir hier“ eine Demokratie sind. Weiterlesen

Die in Berlin

… und in Döseldorf und in Beuel: sie werden es nicht mehr lernen

Mit Update nachmittags

Zu den Vorteilen meiner Mediendiät gehört, dass ich vieles nicht mehr mitkriege. Es wäre schlecht für meinen Blutdruck und mein gefährdetes Herz. Das spüren auch die in Berlin. Wenn sie noch in ihren Körper hineinhören. Viele lenken sich lieber davon ab – es kann zusätzlich beunruhigen. Am Fall der Bärbel Bas rückte dieser Zusammenhang mal wieder in die Schlagzeilen. Mich hat das nicht mehr intensiv beschäftigt, weil ich das alles schon kenne. Doch die folgende Kolumne enthielt für mich noch bemerkenswerte Neuigkeiten: Weiterlesen

Wider die Marktgläubigkeit

Ein Aufruf zur wirtschaftlichen Vernunft – Tom Krebs: Kapital und Krise. Wie Deutschland aus der Wirtschaftskrise findet und wie nicht

I.

Wenn Ökonomen – Frauen sind in den öffentlich wahrgenommenen Wirtschaftswissenschaften noch immer eine kleine Minderheit – sich zur Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik äussern, hört man immer wieder die gleichen Formeln: Zu viel Sozialstaat und zu viel Regulierung, zu wenig Wettbewerbsfähigkeit und zu hohe Löhne mit den Beiträgen zu den Sozialversicherungen. Kurz gefasst: Zu viel Staat, zu wenig Markt. Weiterlesen

Lächerliche Hilflosigkeit

Die Infantino-Gegner machen die gleichen Fehler wie die europäische Aussenpolitik

„Die größten Abstriche sind im Bereich ‚Global Europe‘, also bei der internationalen Zusammenarbeit, Entwicklungspolitik und humanitärer Hilfe geplant“. Das schreibt der fachkundige Eric Bonse in der taz. Und dass das aber dem Blackrock-Merz und u.a. „Niederlande, Schweden und Österreich“ bei weitem noch nicht genug ist. So macht mann sich in der Welt da draussen Freund*inn*e*n. Weiterlesen

Billiges Drehbuch

Räuberpistolen zwischen den USA und dem Saud-Clan

„Alles beim Film“ sei „gelogen“ sagt Christian Tramitz (altersweise 71), Hubsi-Darsteller in der Endlosserie „Hubert und/ohne Staller“, mit dem ich quasi zusammenwohne, im Paywall-Interview der SZ. Dieses Wissen erleichtert die unterhaltsame Lektüre einer Räuberpistole, die sich heute über die Agenturen weltweit verbreitet, und von Roland Lindner in der FAZ paywallbefreit so referiert wird: Weiterlesen

„Dämme der Bürgerlichkeit“

Suchanzeige – sind noch welche da?

Jürgen Trittin vermisste sie in seinem gestrigen Text in der FAZ. René Martens/MDR-Altpapier hat ein regelrechtes Suchkommando zusammengestellt, kann aber noch keinen Erfolg vermelden:

„Anders Breivik lächelt wieder – Seit Donnerstag sondieren Linke, Grüne und SPD in Berlin die Bildung einer gemeinsamen Regierung. Für Springer-Autoren ein Anlass, in der Berichterstattung über die Partei die Linke eine weitere Eskalationsstufe zu zünden. Außerdem im Fokus: das Fortwirken rechtsextremer Terrorideologie.“ Weiterlesen

Superpower Suicide

Timothy Snyder über die strategische Schwächung der USA durch die Trump-Administration

Nach der Wiederwahl Trumps und der Bildung seiner Regierung rutschte mir einmal der Satz aus dem Mund, dass es sich absehbar um die größte politische Gurkentruppe handele, die einem auf hochrangiger politischer Ebene in jüngerer Zeit begegnen konnte. Wir nähern uns der Hälfte der nach der Verfassung der USA vorgesehenen Amtszeit der Mannschaft und die Befürchtung hat sich übererfüllt. Weiterlesen

Nichts ist mehr sicher

Gegen den Pazifik kommt keine*r an

Seine Fläche „beträgt … rund 35 Prozent der gesamten Erdoberfläche oder die Hälfte der Meeresfläche der Erde und damit mehr als die Fläche aller Kontinente zusammen ausmacht“ sagt Wikipedia. Aber die lügt ja, wissen die Superintelligenzen Donald Trump und Elon Musk. Die ihnen folgen, fühlen sich besser. Weiterlesen

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