Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Lesebefehle (Seite 2 von 134)

Wohnen

Die Klassenfrage unserer Zeit

Seit mehreren Tagen keimte in mir das Bedürfnis, Jacobin zu beschimpfen. Kein Text war mehr öffentlich zugänglich, ohne – wie bei den meisten feudalkapitalistischen Datenkriminellen – seine persönlichen Daten kostenfrei abzuliefern – die harte Währung der Digitalisierung. Heute endlich fand ich zwei Texte zugänglich, die ich Ihrer persönlichen Weiterbildung dringend empfehle. Weiterlesen

Dieses Land

Wo es hier im Westen am kaputtesten ist

„Dieses Land kriegt wirklich gar nichts mehr hin“ meldet eine sog. tageszeitung heute. Als ich lesen lernte, waren Tageszeitungen noch dazu da, neue Nachrichten zu verbreiten. Diese altbekannte Klage von Bahnpassagier*inn*en haben wir in den letzten 10 Jahren in mittlerweile 267 Folgen ausführlich behandelt. Und sind noch nicht fertig damit. Schalten wir mal um in den grössten urbanen Ballungsraum dieses Landes, und dort zum grössten und mächtigsten Medium (oder ist das nicht auch schon veraltet?). Das macht seine Online-Seite heute mit dieser ersten Meldung auf: Weiterlesen

Erinnern – Gedenken – Zukunft 

Der Newsletter des Demokratischen Salons für Oktober und November 2026 (den vollständigen Text lesen Sie hier) informiert Sie über die zwischen Mitte August und Ende September veröffentlichten Texte. Wie üblich finden Sie Leseempfehlungen und Hintergrundinformationen sowie auf einer eigenen Seite, nach Orten sortiert Vorschläge für den Besuch von Veranstaltungen und Ausstellungen. Weiterlesen

„Telosschwund“

Sind die „in der mediatisierten Öffentlichkeit stattfindenden Diskurse … keine offenen mehr“?

Mit der drohenden Programmreform des Deutschlandfunks ist bald Schluss mit diesem schwer verdaulichen Zeugs, auf das ich Sie im Folgenden ein letztes oder vorletztes Mal hinweisen will. Ich beginne mit Thomas Assheuer. Ich war Fan von ihm, als er 1991 in der damals noch lesenswerten Frankfurter Rundschau als stürmisch-kritischer kämpferischer Linksliberaler die alten SPD-nahen Strukturen seiner Redaktion aufmischte. Wir hatten sogar mal einen kurzen Briefwechsel. Oder war es Email? Vergessen, ist 30 Jahre her. Weiterlesen

Die von gestern

Die politische Medienfrage aller Fragen ist, warum die europäischen öffentlichen Medien, die sogar über eine eigene gemeinsame Organisation verfügen, seit Jahrzehnten zu doof dazu sind, ein „soziales Netzwerk“ (ohne „a“!) zu bauen. Die Einen mögen auf die EU verweisen, die ja ebenfalls für Vieles zu doof ist. Ich zermartere mir dennoch immer noch den Kopf, was die Gründe für dieses Versagen sein können. Weiterlesen

Gegen Rechts

Aber wie soll das gehen?

Wenn Sie hier schon länger mitlesen, wissen Sie, dass hier keine fertigen Rezepte geliefert werden. Über Vorschläge und Denkanstösse, um die wir „ehrlich bemüht“ sind, kommen wir in der Regel nicht hinaus. Hier kriegt ja auch niemand Geld dafür, wie bei den „Profis“ (zit. nach einem Gebrauchtwagenverkäufer). Über die jüngsten deutschen Landtagswahlergebnisse ist längst hinreichend gejammert worden, wenn auch noch nicht von jeder*m. Im Folgenden erste Besserungsvorschläge. Weiterlesen

Unbewegliche Parteien werden bewegt

Anlässlich einer ZDF-Dokumentation mit dem angeberischen Titel „Inside CDU“ hat nachdenkseiten-Redakteur Jens Berger eine lesenswerte Kurzanalyse der jüngsten Landtagswahlergebnisse geliefert: „Inside CDU – die Amthor-Partei zeigt Vergreisungserscheinungen“. Er beschränkt sich vernünftigerweise nicht auf die CDU, sondern bezieht in seine Analyse die anderen Parteien ein. Interessant auch, welche er in diesem Zusammenhang nicht erwähnt. Weiterlesen

Wer schreddert die Demokratie zuerst?

Wundersame Bahn CCLXII – oder wird sie überholt von KI/AI?

Muss ich noch eine Distanzierung voausschicken? Ach was. Über die nachdenkseiten ist in diesem Blog alles gesagt. Doch wie bei jedem anderen widersprüchlichen Medium lohnt auch hier ein differenzierender Blick auf einzelne Autor*inn*en. Ralf Wurzbacher z.B. hat den verdient. Z.B. für dieses gute Werk:

„Letzte Rettung Sackbahnhof! Ein ‚Weiter so‘ bei S21 und die Demokratie hat sich bald erledigt – Stuttgart 21 ist ein Paradebeispiel von Demokratie in Abwicklung. Weiterlesen

Es geht

Warum die (Medien-)Aufregung um Berliner Linke? Weil „es“ geht – eine Kerze im Meer des Irrsinns

mit Update nachmittags

Sind Sie heute schon in Ihren VW gestiegen? Wie schön, dass Sie es überlebt haben. War das auch die sog. „Die Linke“ schuld? Übertreiben wir es mal nicht. Die Politiklaberei, die gestern ihre Heimat bei ZDF hatte, wollten weniger als 1 1/2 von 84 Mio. ertragen. Es geht selbstverständlich nicht um „Antisemitismus“, den Sie selbstverständlich in allen Parteien und der deutschen Gesellschaft wiederfinden werden – wie übrigens auch die „organisierte Kriminalität“, dazu fragen Sie am besten hier nach. Worum es im Kern geht, ist das. Weiterlesen

Ich war noch zu klein

Vor 70 Jahren traten die Heldinnen des Fussballs zum ersten Mal illegal (!) auf – vor 18.000 überwiegend Männern, bei mir umme Ecke

Ich war noch Embryo und konnte deswegen nicht kommen. 1969-76 wohnte ich umme Ecke, und habe auf dem Platz selbst gepölt. Wusste aber absolut nichts von seiner historischen Bedeutung. Er war Heimat der TSG Karnap 07. Ich pölte meistens auf dem Kleinfeld des konkurrierenden SG Karnap an der Lohwiese, weil der Rasenplatz im Matthias-Stinnes-Stadion streng behütet wurde. Heute ist sein nahezu spurloses Verschwinden eine Schande für die Pleitestadt Essen. Weiterlesen

Sarkasmusfutter

Was funktioniert überhaupt noch? Liegt es an verlorenen Kulturtechniken? Oder liegt es am altwerdenden Betrachter? Entcheiden Sie selbst
Wundersame Bahn CCLXI

Ein Friedensvorschlag von Jörg Phil Friedrich: „Bahn: Abschied vom Fahrplan – Vielleicht sollte die Bahn auf Konzepte wie ‚Fahrplan‘, ‚Zugbindung‘ und ‚Reservierung‘ ganz verzichten. Man geht einfach zum Bahnhof und steigt in den nächsten Zug, der in die richtige Richtung fährt. Eine App könnte einem eine Prognose geben, welche Züge einen zum Ziel bringen. In der Praxis läuft es längst so.“ Aber können die das? Weiterlesen

Wer nicht hören will, muss fühlen

Wir Boomer-Kinder hörten das von unseren Eltern. Es war die Legitimation für die seinerzeit im Alltag noch in Familien und Schulen gebräuchliche Prügelstrafe. Die seinerzeitige Eltern- und Lehrergeneration war geprägt und traumatisiert von Nazi-Faschismus, Krieg, Bombennächten in Kellern und Bunkern, sowie den Hungersnöten der Nachkriegszeit. Die Geburtenwelle deckte sich mit der Fresswelle und dem Glauben an immerwährendes Wachstum. Wir sollten es „einmal besser haben“. Es sollte erstaunlich viele Jahrzehnte dauern, bis die breite deutsche Öffentlichkeit das als Illusion und falsches Versprechen erkannte. Dieser Moment ist ungefähr: Jetzt. Weiterlesen

Quo vadis Friedensbewegung?

Forschungsjournal Soziale Bewegungen, 39. Jg., Heft 3/2026, erscheint: Ende September 2026

Die Welt hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch verändert. Konflikte führen immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen, in Europa findet ein Krieg statt, innenpolitisch wird die „Zeitenwende“ auch als polarisierende Zuspitzung gesellschaftspolitischer Entwicklungen wahrgenommen – aber von einer selbstbewussten, attraktiven und breiten Friedensbewegung kann hierzulande dennoch nicht die Rede sein. Weiterlesen

Wie ein Waldbrand

Das schwer erträgliche Mediengebrabbele über die KI-/AI-Apokalypse – und ein einsamer materialistischer Leuchtturm von „tante“

Der durchaus gescheite Martin Holland/heise fasst Reaktionen der Fachwelt über den weltweit verbreiteten Unsinn zusammen: „Debatte über KI-Pause: ‚Jede deutsche Großküche hat schärfere Kontrollsysteme‘ – Die Debatte über eine mögliche Pause bei der KI-Entwicklung zieht immer weitere Kreise. Die Reaktionen aus der deutschsprachigen Forschung sind gemischt.“ Weiterlesen

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