Muss man nun sauer auf den rechten Attentäter sein, weil über die Kölner Wahl keine Scherze mehr möglich sind? Jetzt kann man nur der Hoffnung Ausdruck geben, dass die gewählte Kölner Oberbürgermeisterin wieder gesund wird.
Unabhängig davon wird aber das verkorkste kommunalpolitische Leben weitergehen. Das besteht in Köln z.B. darin, dass es von einer 60%-Mehrheit mit Nichtbeachtung gestraft wird. Rund 20% der KölnerInnen haben ihre Oberbürgermeisterin gewählt.
Schlimmer als der Wahlsiegerin ist es der SPD ergangen. 32% der abgegebenen Stimmen, ein Ergebnis wie in Essen. 12,8% der KölnerInnen wählen noch SPD, so ähnlich wie in Sachsen. Treffend beschreibt heute Küppi in der taz die aktuelle SPD-Strategie: “Nachts auf der dunklen Straße kommen ihr zwei Motorräder nebeneinander entgegen. Sie entscheidet, zwischen beiden durchzubrausen. Schade, es war ein Lkw.”
Treffende Diagnosen zu Köln hat in den letzten Monaten oftmals mein Freund Ulrich Horn aufgeschrieben, kein Kölner, aber in Köln viel gelesen. Die neue Amtsinhaberin ist nicht zu beneiden.

Eine angebracht coole Einschätzung des Kölner Attentats lieferte mal wieder Günter Bannas.
Merkwürdigkeiten zum Kölner Attentäter wurden wenige Tage später u.a. hier zusammengefasst.