Der 2:1-AuswĂ€rtssieg des BVB bei Sporting Lissabon war allein schon bemerkenswert, nach der SchwĂ€chung durch zahlreiche VerletzungsausfĂ€lle. Das eigentliche Ereignis, das ĂŒber dieses Spiel hinausreichen wird, war das 2:0 kurz vor dem Halbzeitpfiff durch Julian Weigl. Weigl war bisher berĂŒhmt und bei den BVB-Gegnern berĂŒchtigt als guter Leser des Spiels und strategischer Ballverteiler. Als TorschĂŒtze war er bisher – im Gegensatz zu dem durch ihn verdrĂ€ngten Nuri Sahin – nicht in Erscheinung getreten. Das hat sich heute geĂ€ndert. Das war eine solche von Eleganz geschmĂŒckte Vollstreckung, wie sie in Ă€hnlicher Weise einst von Franz Beckenbauer kreiert wurde.
Schauen Sie sich das morgen Abend noch mal in den Spiel-Zusammenfassungen des ZDF an (zwischen 22.40 h und 23.15 h). FĂŒr den Spieler selbst kann das als SchlĂŒsselerlebnis fĂŒr sein Selbstvertrauen bei einer nur extrem selten ausgeĂŒbten Aktion funktionieren. Er könnte es jetzt öfter versuchen. Darum stellt sich fĂŒr die zukĂŒnftigen BVB-Gegner die Frage, wie sie mit dieser zusĂ€tzlichen von Weigl ausgehenden Gefahr umgehen werden. Wie lange wird er unverletzt bleiben?