von Gert Samuel

Diese Nachricht schlug ein: China wird eine Elektroquote fĂŒr den Automarkt festlegen, die von Jahr zu Jahr steigen und ab 1. Januar 2018 wirksam werden soll.

Plötzlich wird es ernst fĂŒr die Diesel-SprĂŒcheklopfer wie Zetsche, „Welt“ („Das MĂ€rchen vom baldigen Verbot der Benzin- und Diesel-Autos“) und Co. Von wegen, Verbrennungsmotoren werden noch lange eine wichtige Rolle spielen, wie es das Haus Daimler wĂŒnscht und deshalb 3.000.000.000 Euro fĂŒr neue Motoren locker macht. Nix da mit VWs PlĂ€nen, in den USA mit einem Super-SUV namens Atlas, der soll vor allem „die MĂŒtter der Mittelschicht ködern“ und den Karren in den USA aus dem Dreck ziehen.
Gelingt es diesen Firmen nicht, die Pekinger AutoplĂ€ne entscheidend zu beeinflussen, werden Markt- und Gewinnprobleme angesagt sein: Der Absatz auf dem weltweit grĂ¶ĂŸten Automarkt ist massiv gefĂ€hrdet. Chinas Interesse ist eindeutig: WeltmarktfĂŒhrer werden, und das wird auf dem Sektor der ElektromobilitĂ€t leichter zu erreichen sein.

Dummheit und Ignoranz der großen deutschen Autohersteller werden bestraft, nicht durch schlechte Technik, nicht durch Inkaufnahme von Klimakatastrophen an immer mehr Orten, sondern durch VerĂ€nderungen in der chinesischen Politik, der man in Sachen Klimakatastrophe bisher immer wieder locker vom Hocker den Buhmann zugeschustert hat. Die in China seit einiger Zeit gegenlĂ€ufig wirkenden politischen AktivitĂ€ten werden bewusst nicht zur Kenntnis genommen, weil man wie gewohnt auf die Fehler anderer zeigen möchte, um von den eigenen Unterlassungen abzulenken, und weil das Erzielen kurzfristiger Gewinne unantastbar obenan steht.

Das alles dĂŒrfte kĂŒnftig nicht mehr einfach so weiter gehen. Die Ansage aus China ist da und und nun soll wohl Wirtschaftsminister Gabriel auf seiner aktuellen Reise die Kohlen fĂŒr die Autokonzerne aus dem chinesischen Feuer holen.

Anm. d. Red.: Genauso Abstiegskandidat fĂŒr die Zweite Liga: die deutsche Energiewirtschaft.