Eine recht gute Übersicht ĂŒber aktuelle Fussballstrategien lieferte heute Thomas Schmitt im Handelsblatt. Seinem Loblied auf RB Leipzig folge ich nicht. Es gehört zur Philosophie des Handelsblatts, Sponsoren- und MĂ€zenatenherrschaft anzubeten. Im gleichen Blatt finden sich die Indizien dagegen. Sie werfen sich Oligarchen und Konzernmagnaten in die Arme fĂŒr jedes Geld der Welt. Was passiert aber, wenn die die Lust verlieren? Mateschitz (Leipzig), KĂŒhne (HSV), Tönnies (S04), Hopp/SAP (Sinsheim), VW (Wolfsburg, Ingolstadt, Braunschweig, Bayern u.v.m.) – es geht ihnen wenn ĂŒberhaupt nur am Rande um Fussball, sondern um Imagetransfer, um Herrschaft ĂŒber Entertainment, um Eitelkeit, und nicht selten um GeldwĂ€sche.
Darum ist Schmitts Druck fĂŒr eine höhere KonkurrenzfĂ€higkeit des oberen Mittelfeldes der Bundesliga zwar berechtigt, aber unrealistisch. Mönchengladbach muss jetzt sparen, wenn es nicht den Weg von S04 gehen will und die diesjĂ€hrigen Probleme von Mainz 05 sollte man besser vermeiden. Das ist diese Saison gelungen, so unbefriedigend sie verlief. Das Vorjahr war ein Ausreisser nach oben. Jetzt heisst es: vernĂŒnftig bleiben.
Es gibt einen anderen Problemfall, den das Business und seine Medien gerne beschweigen: die kriminelle Wettmmafia. Deren öffentliche Werbung mĂŒsste mindestens so verboten werden, wie die fĂŒrs Rauchen. Aber wahrscheinlich ist das Business schon viel zu abhĂ€ngig, um sich von diesen Tentakeln noch befreien zu können. WĂ€re ein guter Job fĂŒr die EU, und fĂŒr SaubermĂ€nner in Innenministerien. Traut sich einer?
Sympathisch wie immer: Yves Eigenrauch. Menschbleiben im Fussball, eine Kunst. Sein Interview mit Zeit-online erinnerte mich an Hans (nichts-mit-Medien) SchÀfer. Der hÀtte allerdings auch dieses Interview gar nicht gegeben,