von Gert Samuel

Die Kosten für Erneuerbare Energien sinken, weltweit fließen immer mehr Investitionen in die Erneuerbaren Energien. Die Industrien, die mit Öl, Kohle, Gas und Atomenergie Geld verdienen, wollen diese Energiewende stoppen, wenn nicht gar rückgängig machen. Claudia Kemfert beschreibt in ihrem Buch einen regelrechten Krieg zwischen der alten und der neuen Energiewelt.

Sie sieht allen Grund zum Pessimismus. Ausgehend vom Präsidentenwechsel in den USA analysiert sie die Aktivitäten der auf Hochtouren arbeitenden Lobbyisten der alten Energiewelt auch in unserem Land. Um den eigenen wirtschaftlichen Vorteil zu sichern, würden aufwändige und aggressive Propaganda-Kampagnen und so genannte alternative Fakten finanziert. Die positive Einstellung der Bevölkerung gegenüber der Energiewende soll so gebrochen werden.

„Auch ich war davon ausgegangen, dass der Netzausbau Priorität haben muss, wenn die Energiewende gelingen soll – das trifft nicht zu.“ Dieses und viele andere Argumente gegen den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien widerlegt Claudia Kemfert im Faktencheck, dem Hauptteil des Buchs. Im abschließenden Kapitel stehen die Aufforderung und Vorschläge zum Handeln im Mittelpunkt, um die Zukunft der Erneuerbaren Energien zu sichern und die vereinbarten Klimaziele zu erreichen.

Claudia Kemfert, Das fossile Imperium schlägt zurück. Warum wir die Energiewende jetzt verteidigen müssen
Murmann 2017 – 144 Seiten, 14,90 Euro – ISBN 978-3-86774-566-6
Dieser Beitrag erscheint auch in “Solarzeitalter” 3/2017.

Zum aktuellen Fortgang des “Krieges zwischen den Energiewelten” dieser telepolis-Report zum Flüssiggasimport aus den USA.

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