Die Abwrackprämie der IT-Branche?

Von , am Samstag, 6. Januar 2018, in Politik.

Ganz, ganz schlimme Sicherheitslecks. Und die quasi bei Allen. Was kann es Schöneres geben, um die Weltwirtschaft am Laufen zu halten? Seit der Erfindung der Druckertinte werde ich das Gefühl nicht los, dass die Geschäftsmodelle der Drogendealer die Modelle der Zukunft sind. Oder wo liegt der Unterschied zu “unseren Zukunftsindustrien”?

Michael Spehr referierte in der FAZ die neue IT-Sicherheitskrise. Und hier spekulieren seine Kollegen einen Tag später im Wirtschaftsteil, wem die Krise nutzen könnte. Bei Heise-online wird das Leck technisch genauer erklärt.
Sehr Lachen müssen wir, wenn wir hören und lesen, dass der Aktienverkauf eines Intel-Bosses “nichts” mit dieser Krise zu tun habe. Klar, sowas ist ein blöder Zufall.
Auch stimmt es überhaupt nicht, dass nach den Updates, die wir jetzt alle zur Sicherheit bekommen und unbedingt hochladen sollen, bis zu 30% Leistungseinbuße bei der Hardware geben soll. Denn das wäre dann ja fast genau der gleiche Prozentsatz, der bei den Verbrauchsangaben für Automotoren gelogen wurde. Kein Unterschied zwischen “alter” und “neuer” Industrie? Nein, das kann man überhaupt nicht vergleichen.

Und dann diese Verschwörungstheorien. Drei “unabhängige” Forschungsteams wollen das Problem unabhängig voneinander entdeckt haben. Sofort entstand bei ihnen selbst die Frage, wer es schon vorher gekannt hat. Und was mit dieser Erkenntnis getan, neben der Tatsache sie vor der Öffentlichkeit zurückzuhalten?

Die bekannt unseriös verschwörerischen Politikberater von der Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP) haben letztes Jahr auf dem Transfermarkt einen neuen Deal abgeschlossen, und den Cyberwar-Fachmann Matthias Schulze verpflichtet. Und der hält es tatsächlich für möglich, dass es (auch) Geheimdienste sein könnten, andere oder eigene. Wie kommt der Mann bloss auf so einen Gedanken?

Update 10.1.: lesen Sie dazu auch CCC-Sprecherin Constanze Kurz in der FAZ.

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