Sport inside hat Weihnachtspause. Sie soll jetzt überraschend schon Mitte Februar enden. Am Aschermittwoch, und zwar direkt parallel zur ZDF-Zusammenfassung der Champions-League-Spiele an diesem Abend. Das nennt mann in Fernsehkreisen “Programmierungsstrategie”, und im WDR machen das so superkluge Leute, dass wir mit unserem bisschen Verstand da nicht mehr hinterher kommen.
Ich weiss, ich wiederhole mich: während es sich ansonsten im deutschen TV beim sogenannten “Sport” um Produktpräsentationen handelt, deren Gestaltung zum Teil in hunderte Seiten umfassenden Vertragswerken auf komplizierteste Weise festgelegt wird – je mafiöser der Sportverband umso komplizierter – handelt es sich bei Sport inside um kritischen Journalismus mit freier redaktioneller Gestaltung und Verantwortung, ganz wie es das Grundgesetz und die deutschen Rundfunkgesetze mal gedacht haben.
Der WDR schiebt die Sendung hin und her, weil sie offensichtlich den Audience Flow seiner Einschaltquoten stört, egal, wo er sie platziert. Mit seinem Auftrag gemäss WDR-Gesetz hat das jedoch nichts zu tun. Der Sender hat die Aufgabe uns als Bürger*innen einer Demokratie zu informieren. Dafür gibt es angesichts der Ausbreitung von Kriminalität im Leistungssport einen wachsenden Bedarf – egal wie viele oder wenige das sehen wollen.