Kriegsgefahr / Pornodaten / Ruhrpottderby

Von , am Freitag, 16. Februar 2018, in Fußball, Lesebefehle, Politik.

Angesichts der Münchener Unsicherheitskonferenz werden wir alljährlich durchgeschüttelt: Angst bekommen und mehr Geld für Aufrüstung spenden, ist die immer wiederkehrende Botschaft. Die Not der Rüstungsindustrie und ihrer Aktienbesitzer*innen ist so unbeschreiblich – dem muss der Bundeshaushalt endlich Rechnung tragen.

Es ist in der Tat nicht zu verniedlichen, wenn herrschende Klassen zum Krieg rüsten und treiben wollen. Aktuell gibt es eine Zuspitzung zwischen dem Trump- und dem Erdogan-Regime auf dem Rücken der Menschen in den kurdischen Gebieten in Nordsyrien. Die auf den ersten Blick (zu) türkeifreundliche Einlassung von Volker Perthes (SWP) ist wohl darin begründet, dass die Trump-Administration mittlerweile alle Vertrauensreste bei ihren Nato-Verbündeten eingebüsst hat.
Die heute mittag gemeldete Entlassung Deniz Yücels aus einjähriger Untersuchungshaft – verbunden mit einer 18 Jahre Haft fordernden Anklageerhebung – ist ein schwacher Trost (für ihn selbst und seine Angehörigen natürlich ein grosser). Yücel hatte sich selbst gegen einen “schmutzigen Deal” gewandt. Er hat ihn aber nicht selbst in der Hand. Das machen die Regime ohne ihn aus.

Nicht minder auf wachsende Kriegsgefahren weist ein in München inszeniertes Kasperle-Theater hin, dass vermutlich von Saudi-Arabien fürstlich entlohnte PR-Agenturen am Rande der Unsicherheitskonferenz inszeniert haben, und von der das Handelsblatt berichtet.

Vor längerer Zeit beschrieb ich anlässlich eines WDR-Films die Konstellationen des internationales Porno-Industriekapitals. Kein Investor will sich öffentlich bekennen, hier investiert zu sein. Aber zum Lobbyieren beim House of Parliament scheints gereicht zu haben. Der intransparente aber mächtige Mindgeek-Konzern erobert die ganze (westliche) Markt- und Datenmacht. Überwachungsbehörden sind sicher froh, hier eine einheitliche Adresse zu haben und nicht mehr so aufwendig selbst Daten sammeln zu müssen.
Jetzt fehlen nur noch strategische Absprachen mit den asiatischen Konkurrenten – China und Japans Yakuza-beherrschte eigene Pornoindustrie.

Wichtige Nachricht für alle Fussballfans: der deutsche Classico hat mit Süddeutschland nichts zu tun. Seit dem 4:4 in der Hinrunde heisst er unbestritten die Gelben gegen die Blauen. S04-BVB ist in der Rückrunde sonntags, wg. der vorausgehenden Pokalhalbfinales. Am 15.4. – die von der Polizei gewünschten “hellen Tagesstunden” dürften da kein Problem sein; dann ist wieder Sommerzeit.

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