Hiddensee / Fussball im Iran und Argentinien

Von , am Montag, 21. Mai 2018, in Fußball, Genuss, Lesebefehle.

Gestern habe ich Ihnen das Hiddensee-Feature von Alexa Hennings empfohlen. Davon ist nichts zurückzunehmen. Es ist dort so schön, wie sie es geschildert hat. Zumindest war es das, als ich in den 90ern kurz nach der Wende mit dem Fahrrad dort war, als “Eintagsfliege” von Sassnitz/Rügen aus. Bevor Sie nun aber versuchen dort eine Immobilie zu erwerben und die Preise für die geplagten Einheimischen syltähnlich aufblasen, müssen Sie einen anderen Sachverhalt zur Kenntnis nehmen, den Frau Hennings der Idylle wegen weggelassen hat: die Kommunalpolitik.
Hiddensee hat nämlich einen absolut verrückten Bürgermeister namens Thomas Gens, der aus einer nicht minder verrückten CDU wieder ausgetreten ist, nachdem er sie von rechtsaussen aus betreten hat. Gens erzielt mittlerweile DDR-ähnliche Wahlergebnisse (76,5%) – und das alles bei nur knapp 1.000 Einwohner*inne*n. D.h. wenn Sie dort einen idyllischen Altersruhesitz anpeilen, mag das für Landschaft und Klima stimmen. Dem sozialen und politschen Klima können Sie jedoch nicht entfliehen – Hiddensee ist eine Insel!
In Berlin gab es ein politisch spektakuläres Festival mit Fussballfilmen. Eine der dort geführten Diskussionen handelte vom emanzipatorischen Potenzial des Fussballs im Iran, gestern im DLF-Sportgespräch.
Der umtriebige Ronny Blaschke hat das moderiert, und parallel beim Schwestersender das gestern schon von mir empfohlene Feature zur WM 1978 in Argentinien abgeliefert. Es ist spannend geraten, weil es sich auf die Wirkungen in die Gegenwart konzentriert, mit einer bedeutenden Rolle des Papstvereins San Lorenzo, dem von den Herrschenden übel mitgespielt wurde, der sich aber trotzdem am Leben gehalten hat.

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