Berichterstatter*innen rätseln heute – mal wieder – über Donald Trump. Dabei ist es ein einfaches Rätsel. Lesen Sie zunächst Frauke Steffens sowie Rainer Hermann/Majid Sattar in der FAZ und das DLF-Interview mit Michael Lüders. Es wird sich auch bis Trump rumgesprochen haben, dass die iranische Seite mindestens so grosse innere Widersprüche in sich trägt, wie sein eigenes Land der von Gott Auserwählten. Er versucht jedoch gar nicht erst, dort demokratische und amerikafreundliche gesellschaftliche Kräfte zu stärken, sondern setzt lieber auf terroristische Sekten, die ohnehin vorhandene Spannungssituationen und Konflikte eskalieren wollen und sollen, ohne Rücksicht auf humanitäre Kollateralschäden. Darum ist es aus seiner Sicht schlau, sie mit seinen erratischen Botschaften verrückt zu machen, wie er es mit uns auch regelmässig tut. Seine Fans finden diese Dribbelkünste so gut, wie wir einst Stan Libuda.
Die Trump-Mafia will alle ihre Gegner und Konkurrenten destabilisieren. Dafür ist der Iran nicht Ziel, sondern nur Mittel. Mit ihm wird nicht nur der Nahe Osten in weiteres, schlimmeres Chaos gestürzt, bis er endlich dankbar ist, wenn Uncle Sam ihm “Sicherheit” ver- und anderes abkauft – destabilisiert werden auch die EU, Russland und China – also alle. Das ist gar nicht so erratisch, sondern eine konsistente Strategie – verwirrend ist nur die Bühnenperformance, und das ist Absicht.

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