5 G / Klimaverbrechen / Gelbwesten / Medienstress

Von , am Dienstag, 19. März 2019, in Lesebefehle, Medien, Politik.

It’s capitalism, stupid!
Es geht nicht ums Handytelefonieren. Und die Funklöcher sind ihnen sowieso egal. Beim oxiblog erklärt Stephan Kaufmann, worum es bei der Vergabe der 5G-Netze geht: um infrastrukturelle Rahmenbedingungen für weitere Rationalisierung und Profitmaximierung auf Kosten des Produktionsfaktors Arbeit. Es geht dabei um so viel, es hat eine so hohe strategische Bedeutung, dass dafür in Zukunft auch Kriege geführt werden könnten. Die Bundesregierung dagegen, sie begreift noch nichts (oder verbirgt es geschickt), kann sich nur noch um Jahre handeln.
Dieses Motiv bei 5G begegnet uns bei Klimaverbrehen erneut. Tomasz Konicz/telepolis erklärt zutreffend, dass jede*r Verbrecher*in im Kapitalismus, sollte er*sie Skrupel verspüren, ersetzt würde. Juristisches Vorgehen eignet sich also als publizistische Begleitmusik, trifft aber nicht den Ursachenkern dessen, was bekämpft werden muss, sondern kann durchaus fragwürdig in Sündenbocksuche umkippen. Was stattdessen tun. Hören wir, weil Kinder jetzt die neuen Lehrer*innen sind, Greta Thunberg: “Wir brauchen eine neue Art zu denken. (…) Wir müssen aufhören, miteinander zu konkurrieren. Wir müssen anfangen zu kooperieren und die verbleibenden Ressourcen des Planeten gerecht zu teilen. Wir müssen anfangen, innerhalb der Planetaren Grenzen zu leben, uns auf Gerechtigkeit konzentrieren und uns für das Wohl aller lebenden Species etwas zurücknehmen.” (zitiert nach der Energie- und Klima-Wochenschau von Jutta Blume/telepolis)
Die Gelbwesten-Bewegung scheint aktuell von Provokateuren erfolgreich aufgelöst zu werden. Aber Macron hat dadurch fast nichts gewonnen, meint Thomas Pany/telepolis.
WDR-Volontär Robin Schäfer soll eine spannende Masterarbeit über den Produktionsstress von Radiojournalist*inn*en geschrieben haben. Ein Link zum Originaltext war für mich leider nicht aufzufinden. Arm.

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