Equal-Pay-Day in Bayern? Auch wenn Sie und ich es nicht bemerkt haben: gestern war Champions-League-Viertelfinale. Zwei deutsche Konzernteams unter den besten Acht. Im Gegensatz zu den millionenschwer dotierten Jungs, die schon unter den letzten 16 rausgeflogen sind. Die Frauschaft des VW-Konzerns zog gegen Olympique Lyon (OL) und unsere deutsche Fussballgöttin Dzsenifer Maroszan, die – von ernster Krankheit genesen – für ein geniales 1:0 persönlich sorgte, mit 2:4 zuhause den Kürzeren. Übrigens in einem “ausverkauften” Kleinstadion (4.500).
Die Mädels von dem Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum gewannen 5:1 gegen Slavia Prag und treffen jetzt im Halbfinale – Überraschung! – auf den FC Barcelona. Sollten sie das überstehen, wird OL (im Halbfinale gegen Chelsea) ihnen im Finale ihre Grenzen aufzeigen.
Zu sehen war von diesen wichtigen Fussballereignissen nichts. Die TV-Rechte besitzt der Nischensender Sport1 (habe ich nicht). Videoclips gibts auf den von mir besuchten Internetseiten auch nicht. Bei sportschau.de müssen Sie weit runterscrollen, bis Sie es finden. Wie wird der kriminelle 100%-Männer-Aufsichtsrat des Konzerns aus dem süddeutschen Raum seine Damen mit Erfolgsprämien bedenken? Die Portokasse dürfte reichen. Bis die Damen sich, wie in den USA, zum Streik und zu gerichtlichen Klagen entschliessen. In Deutschland kann das dauern ….

Redford

Barbara Schweizerhof/taz ist Mr. Redford offensichtlich verfallen. Wie lang wäre wohl eine Schlange aus Ladies, denen es ähnlich geht? Unter meinen Freundinnen ist eigentlich keine, bei der es anders ist, eine kennt ihn sogar persönlich (eine ihrer Freundinnen ist/war? mit ihm zusammen). Sein Lebenswerk ist in der Tat beeindruckend, die Gründung des Sundance-Filmfestivals ragt für mich heraus. Und dass er sein Karriereende selbst bestimmt.

Hustved

Gleich neben Barbaras Redford-Hymne findet sich eine Besprechung der jüngsten Veröffentlichung von Siri Hustved. Für mich bisher unbekannt und inhaltlich am Spannendsten sind ihre fachlichen Ansichten zur Neurologie, die sich als Pflichtlektüre für die Silicon-Valley-Spinner*innen und alle Fantasten und Delirierer (fast ausschliesslich Männer) der Künstlichen Intelligenz (KI) entpuppen. Hustved vertritt ein klares humanistisches Menschen- und Weltbild, für dass zu Kämpfen sich lohnt und dringend erforderlich ist.

Höge

Helmut Höge ist ein begnadeter, leicht spinnerter und immer humorvoller Geschichtenerzähler über Tiere und Pflanzen. Hier geht es um die freiheitssuchenden Kleinvögel, die aus menschengebauten Käfigen ausbüchsen und als Botschafter der Globalisierung unser Naturbild durcheinanderbringen. Auch in diesem Prozess spielen Frauen eine führende Rolle ;-)