Kritik an Kühnert, Bertelsmann, Pornos

Von , am Freitag, 10. Mai 2019, in Genuss, Lesebefehle, Medien, Politik.

Nach dem bei Zeit-online hinter Paywall vermauerten Interview des jungen Sozialisten Kevin Kühnert ist eine Unmenge an unsinnigem Blech über ihn und uns als Öffentlichkeit hereingebrochen. Zwei Texte möchte ich herausheben, weil sie eine Hilfe zum Weiterdenken sein können: Lukas Franke/carta “Die Belebung der politischen Diskussion braucht keinen Populismus” und Tomasz Konicz/telepolis “Debatte um Enteignungen: Ein Schritt in die richtige Richtung”.
Der Bertelsmann-Konzern ist eine absteigende Macht in der Rangliste der weltweit umsatzstärksten Medienkonzerne. Die nach ihm benannte Stiftung, die als steuervermeidende Mehrheitseignerin des Konzerns fungiert, ist allerdings weiterhin eine führende Ideologiefabrik in Deutschland. Horst Kahrs/Luvemburg-Stiftung unterzieht das Europabild dieser Stiftung anlässlich der Europawahl einer ausführlichen Kritik, Hinter diesem Link finden Sie einen weiteren zu Kahrs’ kompletter Studie.
Verena Reygers/Freitag bekennt sich zu einem weiblichen, feministischen Lustblick auf Hardcore-Pornos, deren Hauptzielgruppen doch heterosexuelle Männer sind. Sie bezieht sich dabei u.a. positiv auf einen Text von Anna Gien/Zeit-online, der mir bisher unbekannt war, weil ich das Studienräte-Medium nur unregelmässig besuche. Ich warne vor voreiligen Schlüssen. Dass die Zahl pronokonsumierender Frauen angeblich geringfügig ansteigt, beweist nicht, dass Reygers’ und Giens Blick schon einen Trend für irgendwas anzeigt. Womöglich rätseln die meisten pornoguckenden Damen zumeist geringfügigen Alters schlicht, was es bloss ist, was die Jungs so geil macht. Denn die Fähigkeit zum Geilmachen bedeutet Macht. Die verschiebt sich, allzu langsam.

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