Dä! – Beueler Luft ist schlecht

Von , am Samstag, 17. August 2019, in Beuel & Umland, Politik.

Viele von Ihnen lesen vielleicht den General-Anzeiger nicht (mehr). Das kann in Einzelfällen ein Fehler sein. Heute berichtet er über eine lobenswerte Initiative einer beuelbekannten “Nervensäge”, von Werner Janik-Mehlem. Dass der Mann anstrengend ist, heisst nicht, dass er falsch liegt. In diesem Fall: klares Gegenteil.
Janik-Mehlem hat mit Unterstützung der Umwelthlfe und eines Hausbesitzers an der St. Augustiner Strasse private Luftmessungen durchgeführt. Und siehe da: auch in Beuel ist die Stickoxidbelastung zu hoch. Alles andere wäre eine Überraschung gewesen.
Die Stellungnahme der Stadtverwaltung ist so windig, wie ihre Versuche Dieselfahrverbote zu verhindern – statt sich, wie es ihre Aufgabe wäre, um die Qualität unserer Atemluft zu kümmern. Wichtigstes Element: die Stadt Bonn kann “gar nichts dafür” – nicht zuständig. Zuständig ist das Landesamt LANUV. Formal richtig. Was glauben Sie? Reden die nicht miteinander? Was die städtische Stellungnahme vom LANUV referiert, mag Winkel-Jurist*inn*en legal und korrekt vorkommen. Es erzeugt aber geradezu mutwillig Prozesswellen. Es wird nämlich nichts gemessen, sondern nur gerechnet und prognostiziert.
Janik-Mehlems Forderung, dass gemessen wird, ist vom Gemeinwohl aus gesehen das Mindeste, was verlangt werden muss. Der richtige Standort wäre die Gabelung am Adenauerplatz. Da, wo täglich viele Menschen sind.
PS: Wenn es Bedingung der CDU ist, können wir ihn meinetwegen dann in Helmut-Kohl-Platz umbenennen; das ist dann vielleicht das letzte Mal, dass die Bonner CDU Glück empfindet.

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