Um das Folgende besser verstehen zu können, sollten Sie zunächst die Ausführungen des Elitenforschers Michael Hartmann zur Kenntnis nehmen, die er kürzlich in einem ZDF-Interview machte. Die wachsenden sozialen Gegensätze der Gesamtgesellschaft wiederspiegeln sich in der Medienbranche in besonders radikaler Form.
Thomas Knüwer (indiskretionehrensache.de) hat sich wieder bei Rezo vergnügt, der dieses Mal die “Zeitungen zerstörte”, und dafür wesentlich weniger Minuten benötigte als für die CDU. Knüwer wundert sich als einer, der das Handelsblatt 9 Jahre von innen studiert hat, über nichts mehr.
Sicher auch nicht über die Leerstellen im Wirtschaftsjournalismus, die Frederic Servatius/uebermedien mit Bezug auf jahrzehntealte klimapolitische Debatten beklagt. Jetzt ist die Zeit der Revanche: wer das gedanklich verpennt, weil er glaubt es sich leisten zu können, wird (s.o. bei Knüwer) mit Desinteresse bestraft.
Wie schlecht es qualitativ aussieht, auch und gerade bei “linksliberalen” Medien, beleuchten die telepolis-Autoren Paul Schreyer zum Einknicken einiger Medien vor einer rechten Israel-Lobby, und Marcus Klöckner zum Umgang mit der Epstein-Affäre. Wieder mit Knüwer gefragt: wer braucht solche Medien?

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger@extradienst.net